Tansania liegt in der Mitte der afrikanischen Ostküste am Indischen Ozean. Der Kunstname des Staates setzt sich zusammen aus Tan(ganyika), San(sibar) und (Asca)nia, dem alten griechischen Namen für Ostafrika. 1964 schlossen sich Tanganyika (Tanganjika) und Sansibar unter Beibehaltung weitgehender Selbständigkeit zusammen. Das Land grenzt im Norden an Kenia, den Victoriasee und Uganda. Im Nordwesten grenzen die beiden zentralafrikanischen Kleinstaaten Ruanda und Burundi, sowie durch den Tanganjikasee getrennt, Zaire. Im Südwesten grenzen Sambia und Malawi mit dem Malawisee an. Den südlichen Abschluß bildet der Grenzfluß Rovuma, der Tansania von Mosambik trennt. Zum Staatsgebiet gehören neben Sansibar, die nördliche Insel Pemba und die südliche Mafia-Insel. Das Land ist vulkanisch und überwiegend gebirgig, Zeugnisse gewaltiger Verwerfungen sind der Zentralafrikanische Graben im Westen, mit dem Tanganyikasee und dem Malawisee sowie der Ostafrikanische Graben in Zentral-Tansania. Im Norden reicht der Viktoriasee zur Hälfte ins Land.Das Klima ist tropisch, im Küstengebiet feuchtheiß, im Zentralplateau tagsüber heiß, nachts kühl, die Temperaturen erinnern an mitteleuropäische Hochsommertage. Dazwischen ist das Klima gemäßigt, die Seengebiete sind feuchtheiß und niederschlagsreich. Exportgüter sind Kaffee und Baumwolle, der größte Teil der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Auf Afrikas berühmteste Namen trifft man an der Nordgrenze zu Kenia: Kilimandscharo, Ngorongoro, Serengeti (wildreichster Park), Lake Natron und Lake Manyara (größte Flamingopopulation der Erde, mit über 2 Mill. Vögeln).Das Gebiet des schwarzen Hirtenvolkes der Massai, im Norden und Nordosten beinhaltet den Masai Mara Nationalpark (mit Kenia) und die Masai Steppe. Die meisten Naturparks liegen im Norden des immer noch wildreichsten afrikanischen Landes, etwa ein Viertel des Landes sind Nationalparks und Schutzgebiete (das Selous Game Reserve, im Südosten, ist Afrikas größtes Reservat). Arusha, am Fuße des dem Kilimandscharo benachbarten Vulkans Meru (4565 m) gelegen, ist Ausgangspunkt für den Safari-Tourismus in die benachbarten Nationalparks (gute Straßenverbindungen, Kilimandscharo- Airport). Größere Safari-Touren machen Station in den
verschiedenartigen Lodges der Parks, die vom moder nen Hotel bis zum zeltplatzähnlichen Camp alle Unter bringungsmöglichkeiten bieten, die sich ein “Großwildjäger” für Auge und Kamera wünscht.
5-6 Tage dauert der Aufstieg (auch für Nicht-Bergsteiger möglich) zum höchsten Berg Afrikas, dem
Kilimandscharo, der durch zahlreiche Vegetationszonen bis zum ewigen Eis auf dem Kibo-Gipfel führt.
Die Hauptstadt Dar es Salaam hat noch Reste deutsch- kolonialer Bauwerke, im großartigen Hafen liegen auch noch arabische Segler (Daus), das Nationalmuseum zeigt millionen Jahre alte, prähistorische Funde der ersten Menschen (u.a. aus der Olduwai-Schlucht am Ngorongoro-Krater).
Das Straßenverkehrsnetz Tansanias ist in der Regenzeit teils nicht befahrbar, auf den Seen gibt es Fährverkehr (mit Nachbarländern). Die Eisenbahn verbindet die westlichen Landesteile mit der Küste. Unregelmäßige Inlandflüge, internationale Flugverbindungen über Kilimandscharo, Dar es Salaam, Sansibar.
Sansibar (siehe Sansibar).
Auf der flachen Koralleninsel Pemba (ca. 250.000 E) werden ebenso Gewürze angebaut wie auf Sansibar. Mafia Island vor der Südküste ist eine flache, palmenbestandene Koralleninsel (ideale Tauch- und Fischreviere).
Simbabwe liegt im Süden Afrikas und ist ein Binnenstaat. 1980 wurde das ehemalige Süd- Rhodesien zu Simbabwe (Zimbabwe). Das Land grenzt im Nordosten, Osten und Südosten an Mosambik, im Norden mit dem Sambesifluß und dem 275 km langen Kariba-Stausee an Sambia, im Westen an Botswana und im Süden an Südafrika. Das Land hat gemäßigt tropisches Klima (durchschnittliche Höhenlage 400-2600 m). Das zentrale Hochland, wo auch die größte Besiedelung zu finden ist, bedecken Savannen, der gebirgige Osten hat Tropenwälder, der Westen ist trockener (Dornbuschsavanne). Hauptexporte sind Tabak, Getreide, Tee und Zucker, aber auch Gold, Asbest, Kupfer, Chrom und Nickel. Die Hauptstadt Harare, das frühere Salisbury im Nordosten, ist wirtschaftliches Zentrum des Landes. Sehenswert ist der Mbare-Markt (Kunstgewerbe, Souvenirs). Über zwei Dutzend Nationalparks und Tierreservate machen Simbabwe zu einem attraktiven Reiseziel für Safaritouristen. Alle Großwildarten Afrikas sind in den einzelnen Parks anzutreffen. Bekanntester ist der Hwange-Nationalpark nahe der gleichnamigen Stadt. Nordwestlich im Victoria Falls National Park liegen die eindrucksvollsten Wasserfälle Afrikas. Auf knapp 2 km Breite stürzen die Wassermassen des Sambesi über 120 m in eine Schlucht (Rundflüge). Die Victoria Falls und Livingstone (Sambia) liegen sich an den jeweiligen Flußufern gegenüber. Flußabwärts der Fälle sind beide Länder mit einer Eisenbahn- und Straßenbrücke verbunden. Simbabwes Seite ist durch den angrenzenden Nationalpark etwas besser erschlossen. Der Rhodes Inyanga National Park bei Bulawayo, benannt nach dem früheren Namensgeber der beiden Länder Simbabwe und Sambia, Cecil Rhodes (1853- 1902), zeigt Höhlenmalereien der Buschmänner (Tiermotive). Im Mana Pools National Park, im äußersten Norden, gibt es noch einige Exemplare der seltenen (und aggressiven) Spitzmaulnashörner. Die oft recht teuren Hotels und Lodges vermitteln mitunter noch die bei westlichen Touristen so beliebte koloniale Atmosphäre. Der Karibasee, im Nordwesten, an der sambischen Grenze, bietet die Möglichkeit zur Wild- und Vogelbeobachtung, etliche Lodges liegen um den See. Das größte historische Bauwerk Schwarzafrikas liegt im Südosten, nahe der Stadt Nyanda, die Ruinen von Groß-Simbabwe (im Great Zimbabwe Ruins National Park). Die eindrucksvolle Befestigungsanlage aus dem 13. Jh. hat teilweise 7 m starke und 10 m hohe Granitmauern, bei einer Gesamtlänge von 230 m. Erst im letzten Jahrhundert wurde die Anlage des SchonaVolkes wiederentdeckt, allerdings haben Grabräuber den Goldschmuck geplündert. Das Land besitzt noch aus der Kolonialzeit ein hervorragendes Straßen- und Schienennetz (z.T. noch Züge und Waggons aus kolonialer Zeit), gute Bus- und nationale Flugverbindungen. Ab Harare gute internationale Flugverbindungen. Bahnverbindungen gibt es nach Südafrika, Botswana, Sambia und Mosambik, zu dessen Überseehafen Beira und der Hauptstadt Maputo.