Der Iran, bis 1934 als Persien bekannt, liegt in Vorderasien zwischen dem Kaspischen Meer und dem Persischen Golf. Nachbarländer sind die Türkei, der Irak, Pakistan und Afghanistan. Im Norden liegen die GUS-Länder Armenien und Aserbeidschan, sowie die Aserbeidschan-Exklave Nachitschewan. Im Bereich des nördlichen Elbursgebirges am Kaspischen Meer gibt es subtropische Vegetation mit Wäldern, in den Randgebirgen, die die zentrale östliche Ebene umgibt, Trockenwälder. Die größten Teile des Iran sind Wüstengebiete mit spärlicher Vegetation, die Dashte Kavir-Wüste ist die größte Salzwüste der Erde, Dattelpalmen wachsen in den wenigen Oasen und am Persischen Golf. In den Gebieten der Wüsten, Steppen und Salzseen leben Wildesel, Gazellen, Antilopen, eine reiche Vogelwelt mit Flamingos und Pelikanen, in den Gebirgen Wildziegen und -schafe, Steinböcke, Bären und Leoparden. Erdöl bildet den Reichtum des Landes, ergiebigste Felder sind im Südwesten, nahe der irakischen Grenze. Der I. Golfkrieg, zwischen Iran und Irak (1980-88), der im Wesentlichen um Grenzstreitigkeiten im ölreichen Gebiet ging, forderte auf beiden Seiten hunderttausende von Opfern. Das Klima ist wüstenhaft und niederschlagsarm, mit Ausnahme des Elbursgebirges am Kaspischen Meer. Im Norden gibt es ausreichend Niederschläge für Obst- und Ackerbau, ebenso teilweise im Sagrosgebirge im Südwesten des Landes. Der Iran ist, wegen der teils unstabilen politischen Lage, kein ausgesprochenes Touristenland. Frauen sollten sich vor der Einreise über islamische Kleider- und Verhaltensvorschriften (die auch Ausländerinnen betreffen) erkundigen. Sehenswert sind u.a. Persepolis, die Felsgrabmäler in Pasangadae, die Stadt Ghom und die Moscheen in Isfahan sowie Susa. Teheran ist Hauptstadt, Verkehrsknotenpunkt und Wirtschaftszentrum des Landes. Jenseits des Elbursgebirges gibt es zahlreiche Badestrände, im Gebirge selbst Skiorte. Bedeutendste heilige schiitische Städte sind Ghom und Mesched. Von Ghom aus leitete der Revolutionsführer Khomeini jahrelang die politischen Geschicke des Landes, neben zahlreichen historischen Gebäuden ist die Fatima-Moschee mit ihrer Goldkuppel das größte Heiligtum des Landes. Mesched, im Nordosten, ist die zweite, heilige Pilgerstätte (Grabmal des Imams Reza, 9. Jh.), der berühmte Kalif Harun al-Raschid (8. Jh.) liegt hier begraben. Isfahan, im Süden der Hauptstadt, ist Zentrum traditioneller Handwerkskunst (Gold-, Silberschmieden, Teppiche), sehenswert ist die reichverzierte Königsmoschee. Nördlich der Stadt Shiraz (zahlreiche Moscheen, Mausoleen) liegt Persepolis, legendäre Ruinenstadt aus dem 5. Jh. (Tempel, Reliefs, Palastanlagen). Hier ließ der 1979 gestürzte Schah Reza Pahlewi die 2500- Jahrfeier des persischen Kaiserreichs mit einem riesigen Zeltlager feiern. Nördlich davon liegen die Ruinen der Königsgräber von Pasangadae. Eine weitere antike Sehenswürdigkeit ist Susa, nahe der irakischen Grenze, einer der ältesten Kulturstätten Irans (um 3000 v. Chr.). Die Busverbindungen auf den Überlandstraßen sind gut, außerhalb der Städte gibt es meist Pisten. Teheran ist mit Mitteleuropa per Schienennetz verbunden, eine 1983 begonnene Verbindung stellt die Verbindung zu Pakistan her. Das Inlandflugnetz ist gut ausgebaut, Bandar ‘Abbas, am Persischen Golf, ist Flugdrehscheibe im Nahen Osten.
Israel bietet großartige historische Sehenswürdigkeiten. Da das Land relativ klein ist, empfehlen sich zu diesem Besuchszweck Tages-Rundreisen in klimatisierten Bussen, hauptsächlich im Norden, die nahezu alle biblischen Stätten beinhalten (u.a. Jerusalem, Bethlehem, Nazareth, Jericho, See Genezareth, Kapernaum).
Die Präsenz von Ordnungskräften und Militär ist allgegenwärtig, da sich Israel in ständiger Konfrontation mit den arabischen (Nachbar-) Staaten befindet. Jerusalem eine der Hauptkulturstätten der Menschheit, bildet für drei Weltreligionen die “Heilige Stadt”. Die Stadt hat zahlreiche Kirchen, Tempel und Moscheen in
ihren Mauern und in der näheren Umgebung. Das Christentum verehrt die Grabeskirche Jesu, sowie zahlreiche Stationen seines Wirkens. Die Moslems verehren den Felsendom (7. Jh.) mit seiner Goldkuppel, von Jerusalem soll der Prophet Mohammed gen Himmel aufgefahren sein. Für die Juden steht die Klagemauer, eine Tempelwand aus der Zeit des Herodes (um Christi Geburt) im Zentrum der Stadt. Sehenswert ist Jerusalems Altstadt mit exotischen Märkten und zahllosen historischen Stätten und Gebäuden. Laut Verordnung dürfen Gebäude in der Stadt Jerusalem nur die Farbe des gelben Sandsteins der Umgebung haben. Neubauten müssen also zumindest mit Steinplatten verblendet werden. Bethlehem, weltbekannter Ort des Christentums, hat als Hauptsehenswürdigkeit die Geburtskirche Jesu (4. und 6. Jh.).
Der Jordan, Israels wichtiger und einziger größerer Fluss, bewässert große Teile Libanons, Jordaniens, Nordisraels und des Westjordanlandes. Haifa, drittgrößte Stadt und wichtiger (Fähr-) Hafen im Norden, liegt am Fuße der Carmel-Hügel. Die Stadt ist das Zentrum der islamischen Bahai-Religion (Tempel). Einladend ist ein Panoramablick von den Hügeln auf die Stadt. Tel Aviv-Jaffa ist Wirtschaftszentrum des Landes. Südlich und nördlich der Stadt sind die größten Badestrände am Mittelmeer. Die Negev-Wüste, im Norden zum Teil in eine bewässerte Landwirtschaftszone verwandelt, beeindruckt mit ihren schroffen Felsmassiven. Am Westrand des Toten Meeres liegt der Naturpark En Gedi (Leoparden, Hyänen, Schakale, Steinböcke, Gazellen, Greifvögel), in der Zentral-Negev liegt der Hai-Bar-Park. Eilat ist Israels Top-Touristenziel mit besten Hotels, Sandstränden und ganzjährigen Badetemperaturen (Korallen- und Taucherparadies). Beliebt sind Wüstenfahrten (u.a. zu den Minen des Salomon). Die Verkehrsverbindungen nach Israel und innerhalb des Landes sind ausgezeichnet. Busse verbinden alle Städte, im Norden fährt eine Eisenbahn. Es gibt zahlreiche Schiffsverbindungen von Mittelmeerhäfen nach Israel (Haifa), häufigste Verbindungen mit Griechenland. Ein- und Ausreisekontrollen, besonders auf Flughäfen und Fährschiffen, sind weltweit die gründlichsten.