Jun 14

Syrien, am Ostrand des Mittelmeers gelegen, wird im Süden und Südwesten vom Libanon, Israel und Jordanien begrenzt, die Ostgrenze bildet der Irak, die Nordgrenze die Türkei. Im Nordosten durchfließt der Euphrat die wüstenhafte Region auf seinem Weg von der Türkei zum Irak. Im Südwesten des Landes, westlich von Damaskus, liegen die Hermon-Berge (höchster Berg, Hermon, 2814 m), der Rest des Landes ist überwiegend Steppen- und Wüstenregion, vereinzelt mit Oasen. Die bergige Mittelmeerregion ist z.T. bewaldet (Oliven, Zypressen, Kiefern), der übrige Teil des Landes besteht aus Wüstenvegetation (Dornstrauchgewächse), die artenarme Tierwelt aus Wüstentieren (Gazellen, Antilopen, Schakale, Wüstenfuchs). Das Klima ist an der Mittelmeerküste mediterran mit regnerischen Wintern und heißen Sommern, im Landesinneren sind die Winter kalt, die Sommer heiß und trocken (Wüste). 60 % der Ausfuhrgüter sind Erdölprodukte, daneben Baumwolle (20 %). Syriens Infrastruktur ist nicht touristisch ausgerichtet (politische Lage, Verkehr, Sprache), das Land hat allerdings zahlreiche historisch markante Bauwerke wie Tempel, Moscheen, Kreuzritterburgen. Wichtigste Straßen sind die Nord-Südverbindung, an der die wichtigsten Städte des Landes liegen (Aleppo, Hama, Damaskus), der “Desert Highway”, sowie die Wüstenstraße Aleppo-Irak (Bagdad). Das über 5000 Jahre alte Damaskus (Dimashq), die älteste bewohnte Hauptstadt der Erde, wird von den Moslems als der sagenhafte Garten Eden angesehen. Damaskus, heute im Zentrum eine moderne Stadt westlichen Zuschnitts, rühmt sich auch, den größten zusammenhängenden Basar der Welt zu haben. Die Omajaden-Moschee aus dem 8. Jh. ist eine der größten und schönsten der moslemischen Welt, daneben gibt es zahlreiche weitere Paläste und islamische Bauwerke. Aleppo (Haleb), zweitgrößte Stadt im Norden hat als größte Sehenswürdigkeiten die Omajaden-Moschee aus dem 8. Jh. und die Zitadelle, eine Festung aus dem 7. Jh. Hama, südlich Aleppos, ist für seine riesigen Wasserschöpf-Räder berühmt. In der Umgebung dominieren einige der besterhaltenen Kreuzritterburgen eindrucksvoll auf Hügeln die Landschaft. Sehenswert sind die römischen Tempelanlagen und Ruinen der antiken Oasenstadt Palmyra in Zentralsyrien. Die Straßen sind in teilweise schlechtem Zustand, im Süden und Südosten des Landes sind die Verkehrsschilder meist nur noch in arabisch! Vom Mittelmeerhafen Latakia gibt es täglichen Schiffs- und Fährverkehr, von Damaskus aus gute internationale Flugverbindungen.

Jun 14

Saudi-Arabien umfaßt den größten Teil der arabischen Halbinsel, die im Westen vom Roten Meer, im Süden vom Arabischen Meer und im Osten vom Persischen Golf begrenzt wird. Saudi-Arabien hat zahlreiche Inseln im Persischen Golf und im Roten Meer. Das Land wird im Süden vom Jemen und Oman begrenzt, den Südosten des Persischen Golfs liegen die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und der Inselstaat Bahrain. Im Norden grenzen Kuwait, Irak und Jordanien. Die sogenannte Neutrale Zone (5700 qkm), ein ölrei ches Wüstengebiet, liegt im Nordosten des Landes und am Westrand Kuwaits. Sie liegt zwischen Irak und Saudi-Arabien und gehört zu gleichen Teilen Kuwait und Saudi-Arabien. Von 1922-66 teilten sich Kuwait und Saudi-Arabien die Verwaltung vertraglich, seit 1966 gehört der nördliche Teil Kuwait, der südliche Saudi- Arabien, die Ölförderung und Ausbeutung von weiteren Bodenschätzen wird nach wie vor zu gleichen Teilen betrieben. Das Land besteht zu weiten Teilen aus Sand- und Steinwüsten, im Westen liegt das Al-Hijaz-Gebirge, im Nordwesten die Nafud-Wüste, im Osten die Dehne- Wüste und im Süden die riesige Rub-al-Khaliwüste, die Große Arabische Wüste, Die Wüsten sind relativ vegetationslos, in den Randbergländern und Gebirge gibt es Sträucher, Dornbüsche und vereinzelt Bäume. Im südwestlichen Nationalpark des Landes gibt es Wölfe, Schakale, Füchse, Strauße, Antilopen, Leopar- den, Steinböcke und Wildschafe, an den Küsten Flamingos, Pelikane, das Rote Meer ist Taucher- paradies mit exotischer Korallenflora und -fauna. Zahllose Inseln säumen die westliche Küste (teils Naturparks), viele davon waren Pirateninseln und sind z.T. heute noch von Seglern als solche gefürchtet! Auf dem größten Archipel, den Farasan-Inseln im äußersten Süden, gibt es zahlreiche historische Gebäude und Ruinen (Moschee aus dem 13. Jh., türkisches Fort aus dem I. Weltkrieg). Am Roten Meer gibt es zahlreiche Erholungsorte, die saudische Königsfamilie besitzt dort eine eigene Ferieninsel. Das Klima ist im Landesinneren wüstenhaft trocken, an den Küsten feuchtheiß. 92 % der Exporterlöse sind Erdölprodukte, daneben gibt es Datteln, Häute, Wolle. Saudi-Arabien ist ein konservativ geprägter islamischer Staat. In der Regel erhalten Touristen kein Visum (nur Geschäftsreisende, oder mit Einladung von Einhei- mischen). Sehenswürdigkeiten sind die, jährlich von Millionen moslemischer Pilger besuchten, heiligen Stätten des Islam, Mekka und Medina. Jiddah, größte Stadt des Landes, Überseehafen, Pilgerzentrum und seit 1982 größter Flughafen der Welt mit eigenem Pilgerterminal, hat sehenswerte Moscheen, deren älteste die Ash-Shafi-Moschee aus dem Jahre 634 ist, sowie die verwinkelte Altstadt mit ihren Soukhs (Handwerkerviertel) und Märkten.. Riyadh, die Hauptstadt, ist eine moderne Großstadt und Geschäftszentrum des Landes. Medina, die Stadt des Propheten Mohammed (Grabstätte) ist nach Mekka die zweite heilige Stadt des Landes. Sehenswürdigkeiten sind die Große Moschee (von Mohammed selbst mitbegründet, 623 begonnen) und die Grabstätten Mohammeds und zwei seiner Nachfolger. Mekka, Geburtsstätte des Propheten Mohammed und heiligste Stadt des Islam, hat als größte Sehenswürdigkeit die Große Moschee mit der Kaaba Nicht-Moslems dürfen sowohl Mekka, wie Medina nicht betreten (es führen weite Rundstraßen um die Städte, Fluglinien dürfen Mekka ebenfalls nicht überfliegen). Die Kaaba, Mittelpunkt des islamischen religiösen Kultes, steht in der Mitte der weitläufigen Großen Moschee (7 Minarette) und ist ein quaderförmig hochkantiger, leerer Raum, mit einem schwarzen Tuch abgedeckt. An der Südostecke befindet sich der in Silber gefaßte Meteorit (schon in vorislamischer Zeit verehrt), der nach siebenmaliger Umrundung geküßt werden darf. Im Lande gibt es zahlreiche Oasensiedlungen, die weitverstreut liegen, im Nordwesten liegt eine historische Felsengräberstadt der Nabatäer (5. Jh. v. Chr.), die an die Stadt Petra (siehe Jordanien) erinnert. Es gibt gut ausgebaute Straßenverbindungen, besonders in die Golfstaaten. Von Dammam, an der Golfküste, gibt es eine Eisenbahnverbindung nach Riyadh. Häfen sind Dammam und Jubail sowie Jiddah, Yanbu und Jizan am Roten Meer. Gute Inland- und internationale Flugverbindungen.