Andamanen und Nikobaren sind indisches Unionsritorium. Inselgruppen liegen im Golf von Bengalen, 1100 bis 800 km südöstlich von Kalkutta. Die Inseln verlaufen südlich der Mündung des Irrawaddy Rivers von Burma verlaufen auf die Nordspitze Sumatras zu. Andamanen bilden die nördliche und größere, die obaren die südliche Inselgruppe. Die Inseln wurden 1872 britisch und sind seit 1956 Unionsterritorium Indiens.Die Andamanen (Große Andamanen) bestehen im wesentlichen aus vier großen Inselgruppen, North, Middle, South und Little Andaman, der südlichsten. Die nördlichen Coco Islands gehören zu Myanmar (Burma). Ober 200 Inseln bilden auf 500 km Länge den Archipel, Port Blair, die Hauptstadt, liegt auf South Andaman. Die Inseln sind von Tropenwäldern bedeckt und von Korallenriffen umgeben.Sehenswert in Port Blair sind das Anthropologische Museum (Eingeborenendörfer, Werkzeuge, Waffen), der Zoologische Garten mit den Tierarten der Inselwelt, im Marine-Museum wird die Unterwasserwelt der Inseln gezeigt. In der Nähe werden Arbeitselefanten ausgebildet und können auch beobachtet werden, in der Stadt werden Hafenrundfahrten und Ausflüge zu den umliegenden Inseln angeboten. An Corbyn’s Cove Sea Beach gibt es Wassersportmöglichkeiten (Segeln, Tauchen, Fischen). Die bisher unberührten Tropeninseln Middle Andaman und Havelock Island werden zu Urlaubszentren ausgebaut. Wegen ihrer Lage auf dem Handelsweg Burma-Indien sind die Inseln schon seit frühester Zeit bekannt. Die vom Aussterben bedrohten Ureinwohner der Inseln leben im Wald vom Jagen sowie vom Fischfang. Sie sind von negroidem Typus, von kleiner Statur, manche Stämme leben noch heute im Steinzeitalter. Die genaue Anzahl der Stämme und Menschen ist unbekannt, da die Bewohner vieler Inseln den Kontakt mit der Zivilisation strikt und erfolgreich vermeiden (Speerwürfe und Pfeilschüsse auf Kamerateams). Das Klima der Inselwelt ist tropisch feuchtheiß mit geringer Temperaturschwankung. Der Südwestmonsun bringt starke Regenfälle mit entsprechend starker Luftfeuchtigkeit. Haupterwerbszweige sind der Export von Kaffee, Kopra, Palmenprodukten, Gewürzen und Tropenholz, besonders von Padang, einer andamanischen Redwoodart und Gurgan, das für Sperrholz Verwendung findet. Schiffsverbindungen von Port Blair nach Kalkutta und Madras erfolgen alle 10 Tage, die Überfahrt dauert 3 Tage. Ebenso Flugverbindungen zweimal wöchentlich. Der Innerinselverkehr wird mit Schiffen und Helikoptern abgewickelt. Die Andamanen dürfen von Ausländern besucht werden, die Aufenthaltsdauer beträgt 15 Tage und schließt nicht alle Inseln ein (Eingeborenen-Reservate). Durch den 145 km breiten 10-Grad-Kanal (Ten Degree Channel) getrennt, liegen im Süden die 19 Inseln der Nikobaren, mit Car Nicobar, der mittleren Gruppe und der Südgruppe, Great und Little Nicobar. 12 Inseln sind bewohnt, wichtigste Inseln sind Great Nicobar (mit 642 m liegt hier die höchste Erhebung aller Inseln), Car Nicobar und Camotra mit der Hauptstadt Nancowrie. Der Great Channel trennt die Nikobaren von Sumatra. Die Nikobaren sind für Besucher gesperrt.
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), United Arab Emirates (UAE), sind eine Union von 7 Emiraten an der nördlichen Ostküste der Arabischen Halbinsel. Die Nordgrenze bildet der südliche Persische Golf, die Westgrenze Katar, die Südgrenze Saudi Arabien, die Ostgrenze Oman. Die Spitze der Halbinsel Hormuz, zu Oman gehörig, bildet die Nordostgrenze. Zur Union gehören die Scheichtümer (Emirate) Abu Dhabi (670.000 E), Dubai (400.000 E), Ajman (60.000 E), Sharja (250.000 E), Umm al-Quaiwain (30.000 E), Ras al-Khaimah (120.000 E) und Fujairah (70.000 E). Abu Dhabi ist die provisorische Bundeshauptstadt. Die Regierung bildet der Oberste Rat (Supreme Council), der aus den Regierungschefs der einzelnen Scheichtümer besteht. Präsident ist der Scheich von Abu Dhabi. In einer Ost-West-Ausdehnung von 570 km und einer Nord-Süd-Ausdehnung von 110 km bildet die Landschaft flache Wüstenebenen mit Hügeln bis 150 m. Im Osten erhebt sich das omanische al-Hajar-Gebirge bis auf 3000 m. Nach dem endgültigen Rückzug der Briten 1971 schlossen sich die 7 Emirate zur Föderation der VAE zusammen. Das Klima ist wüstenhaft, heiß und trocken mit wenig Regen (nur Feb-März). Im Winter weht der Wüstenwind Shamah Sand und Staub über die Region. Die Vegetation ist karg. Bis auf Büsche, dürres Gras und Dornsträucher für Ziegen- und Kamelherden der Nomaden (10 % der Bevölkerung), wächst nichts ohne Bewässerung. Die stark reduzierte Tierwelt besteht aus Antilopen, Schakalen, Gazellen, Leoparden (wenige, im Hajar-Gebirge). Haupteinnahmequellen sind Erdöl- und Erdgasförderung (5% der Weltproduktion). Der Tourismus der Emirate besteht im wesentlichen aus Konferenz- und Tagungszentren für Geschäftsleute, wobei sich allerdings daneben eine Art Luxushotel- Tourismus entwickelt hat. Geboten werden Wüstenabenteuer, gepaart mit dem abendlichen Komfort im Luxusresort mit Pool, Bar und Tanzvergnügen. Strandhotels bieten alle Annehmlichkeiten der gehobenen Hotelkategorie plus Wassersport (tauchen, segeln, Wasserski, etc.) an den schier endlosen Sandstränden und orientalische Tänze. Dazu kommen Shopping- Gelegenheiten in den Basaren, Geschäften und Soukhs. Beliebt sind die Goldmärkte. Abu Dhabi (670.000 E) ist Hauptstadt und zweitgrößte Stadt der Region. Die Stadt liegt auf einer Insel, mit einer Brücke verbunden. Die moderne Stadt hat nur noch wenige erhaltene, historische Bauwerke (Festung, Teile der Altstadt). Breite, baumbestandene Boulevards durchziehen, künstlich bewässert, Abu Dhabi. Sogar eine riesige Golfanlage mit künstlichen Seen wurde mitten in die Wüste gesetzt. Zu Abu Dhabi gehört Al Ain, die Oasen von Buraimi. Diese fruchtbarste Region der Emirate, im östlichen Bergland gelegen (ein Teil gehört zu Oman), ist der Obst- und Gemüsegarten der VAE (Kamelmarkt, Museum mit Ausgrabungen, Hotels, Ausgangspunkt für Wüstenfahrten). Hotels und ein Freizeitpark bieten den Komfort, den US-Touristen erwarten. Dubai ist wichtigster Handelsplatz und größte Stadt der Emirate. Dubai hat den einzigen natürlichen Hafen der Küste sowie einen Hochseehafen (den größten künstlich erstellten der Welt). Die moderne Stadt hat eine attraktive Altstadt um den 10 km langen Binnenkanal “Dubai Creek” (Wassertaxis). Sehenswert sind die Soukhs und Basare, Goldschmuck wird hier nach Gewicht (Tagespreise) verkauft. Der Herrscherpalast aus dem 19. Jh. wurde mittlerweile restauriert. Das Galadari Shopping Centre hat eine ganzjährige Eislaufbahn. Sharjah hat eine geringe Ölförderung. Das Emirat ist Ausgangspunkt für Wüstentouren und Wassersport (von den Hotels). Bekannt sind die modernen Markthallen, die in modern-arabischer Architektur, eher neuromanisch-gotischen Bahnhöfen aus dem 19. Jh. ähneln. Fujairah und Khor Fakkan, an der Ostküste, bieten Hotel- und Freizeitoasen an den kilometerlangen, einsamen Sandstränden (ideale Tauchmöglichkeiten). Sharjah, Ras al-Khaimah und Ajman betreiben Bewässerungslandwirfschaft (Obst, Gemüse, Datteln). Im Persischen Golf und im Omanischen wird Fischfang betrieben (Makrelen, Thunfisch, Haie, Shrimps, Garnelen, manchmal sogar Wale!). Eine teilweise palmengesäumte Straße verbindet die Emirate untereinander. Es bestehen gute Flugverbindungen national (2 Linien) und international (4 internationale Airports, Abu Dhabi, Dubai, Sharjah, Ras al-Khaimah).