Jun 27

Das Königreich Thailand liegt auf der Hinterindischen Halbinsel in Südostasien. Im Süden verläuft das Land über die schmalste Stelle (Burma als Nachbar) der malayischen Halbinsel bis zur Nordgrenze Malaysias. Die Ostgrenze bilden Kambodscha und Laos, den Norden und Westen Myanmar (Burma, Birma). Im Norden Thailands bildet das Zusammentreffen mit Burma und Laos das berüchtigte "Goldene Dreieck", Zentrum des Welt-Opium-Handels und Opiumanbaus. Geografisch bildet das Land 4 Regionen. Der bergige Norden und Westen, die fruchtbare Zentralebene des Chao-Phraya-Flusses, das halbtrockene Nordostplateau und die schmale, südliche Halbinsel mit ihren teils einsamen Stränden und den vielen vorgelagerten Inseln. Bis 1932 war Siam, so der frühere Name, eine absolute Monarchie. 1939 wird der Name in Thailand geändert. Thailand hat tropisches Klima, mit hohen Temperaturen und ebensolcher Luftfeuchtigkeit. Regenzeit ist generell von Juni-Okt, der Nordosten hat die wenigsten, der Süden die höchsten Niederschläge. Thailands Tierwelt besteht aus Elefanten, Nashorn, Tiger, Leoparden, Büffel, Bären, Rotwild, Affen sowie einer exotischen Vogel- und Pflanzenwelt. Die Großtiere sind allerdings stark gefährdet. Daneben gibt es in Thailand einige tausend Arbeitselefanten. Thailand ist seit den 70er Jahren Tourismusland, in erster Linie für Sonnenhungrige, aber auch für Kulturtouristen (Tempel, historische Stätten). Daneben hat Thailand rund 50 Nationalparks. Ein negatives Image hat Thailand wegen des sogenannten Prostitutionstourismus, durch den jährlich tausende junger Mädchen und Knaben nach Bangkok und in die Touristenzentren gelockt werden. Daneben hat die Nähe des "Goldenen Dreiecks" viele Drogensüchtige hervorgebracht oder ins Land gelockt. Die Riesenstadt Bangkok ist üblicherweise erster Anlaufpunkt. Berühmt sind die Klongs, die unzähligen Kanäle, auf denen sich das öffentliche Leben (schwimmende Märkte) abspielt. Bootsfahrten sind in Gruppen oder per Mietboot (Außenborder mit Fahrer) möglich. Wat Pho (Tempel des liegenden Buddha), größter klö- sterlicher Tempelbezirk (16. Jh.), gehört in jedes Besichtigungsprogramm. Daneben gibt es zahllose wei- tere Anlagen (u.a. Wat Phra Kaeo (Tempel des Smaragdbuddha), Palastbezirk aus dem 18. Jh., der Wat Treimitr beherbergt den berühmten "Goldenen Buddha" (13. Jh.), 3, 5 m hoch und aus über 5,5 t nahezu purem Gold! Daneben gibt es hier die größte Krokodilfarm der Welt. Östlich von Bangkok finden sich im Bergland der Nationalpark von Khao Yai (Elefanten, Wasserbüffel, Bären, Affen). Chiang Mai, die Ausgangsstadt für Dschungelbesuche im Norden, hat ebenfalls zahlreiche Tempelanlagen. Im nördlichen Chiang Rai, umgeben von majestätischen Dschungelbergen, gibt es die Möglichkeit, neben Dschungel-Trekking und Elefantenreiten auch eingebo- rene Volksgruppen im Bereich des "Goldenen Dreiecks" zu besuchen. Grenzübertritte nach Burma sind nicht möglich. Die Frauen des Karen-Stammes, der auch in Burma lebt, tragen z.T. noch heute schwere Goldringe um den Hals (Giraffenhals-Frauen), der sich im Laufe der Jahre durch Aufstocken verlängert! Im südlichen Ngao, nahe Lampang, gibt es eine Elefantenschule (Elefantenreiten). Auf halbem Weg zwischen Chiang Mai und der Hauptstadt liegt Sukhothai, Thailands alte Königsstadt, mit ihren Tempelanlagen und Buddhafiguren in der Khmer-Architektur (13. Jh.). Pattaya, größtes Touristenzentrum am Golf von Thailand, bietet alle Freizeitvergnügungen und mehr, für die überwiegend männliche Klientel aus aller Herren Länder! Pattaya ist auch Kreuzfahrthafen. Herausragende Aktivitäten sind Korallentauchen und Hochsee- fischen (Fischerdorf Bang Saray). Traumziele sind die mittlerweile längst nicht mehr als Geheimtip gehandelten Südinseln des Landes. Der Süden des Landes hat üppige Tropeninseln, kilo- meterlange Sandstrände, malerische Fischerdörfer, Wildreservate, historische Städte (Tempel, Moscheen). Phuket, an der westlichen Andamanensee, einst Vorreiter des Individualtourismus und James-Bond- Kulisse (säulenartige Urwald-Felseninseln), bietet alle Wassersport- und Freizeitangebote. Neueres Ziel um Phuket ist, neben zahlreichen anderen, die in den 80er Jahren noch unberührte Insel Phi Phi (Taucherparadiese). In den großen Höhlensystemen der Insel werden Schwalbennester für die in Asien beliebte Suppe geerntet (Jan-April). Im Osten, im Golf von Siam, liegen die Inseln Samui, Phangan und der malerische Ang Thong Archipel (Nationalpark, Bootsausflüge von Kho Samui, "Kho" bedeutet Insel). Die Stadt Nakhon Si Thammarat, an der Ostküste, ist eine historische Stadt mit Tempeln (Wat Phra Maha That) und bietet reizvolles Kunsthandwerk (Schattenfiguren). Strandbungalows sind neben Hotels die typische Unterkunft auf den Inseln. Die Einwohner der Insel Samui leben von Kokospalmen, Fischfang und vom Tourismus. Auf den bewaldeten Inseln (80, 4 davon bewohnt) leben Affen, die Strände sind teils felsig, teils sandig. Das Straßennetz ist gut, der Norden ist weniger entwickelt. Grenzübertritte nach Burma, Laos und Kambodscha sind derzeit per Straßenverbindung nicht möglich. Die größte Verkehrskonzentration ist um die Hauptstadt Bangkok. Eisenbahn und Inlandflugnetz sind ebenfalls gut, Bangkok und Chiang Mai sind internationale Flughäfen. Auf dem Chao Phraya und seinen Kanälen findet reger Schiffsverkehr statt, Bangkok ist Überseehafen für Laos (per Bahn nach Nong Khai und per Mekong-Fähre nach Vientiane, Laos).

Jun 27

Die Spratly-Inseln, chin. Nansha, philipp. Kalagan, sind eine im Chinesischen Meer verstreut liegende Inselgruppe. Sie liegen ca. 420 km östlich der Küste Vietnams, ca. 250 km westlich der westphilippinischen Insel Palawan und ca. 300 km nordwestlich Nord-Borneos. Der Spratly-Archipel besteht aus einer Vielzahl kleiner, flacher Palmeneilande und Riffe. Die Inseln werden, wegen ihrer strategischen Lage und vermuteter Erdöllager, von Vietnam, Taiwan, den Philippinen, Malaysia, Brunei sowie China beansprucht. Von den 12 Hauptinseln ist die größte Hu Aba (36 ha), Storm Island hat eine Ausdehnung von 275 x 450 m. Schildkröten, Seevögel und Eidechsen sind die einzigen ständigen Bewohner. Vietnam hat 3 Inseln annektiert (Rurok, Binago und Pugad), Taiwan Itu-Abu, die Philippinen u.a. Panata, China hat im Norden des Archipels einen Militärposten. Mitte 1991 besetzten malaysische Streitkräfte 3 SpratlyInseln.