Die selbständige Inselrepublik Säo Tomä und Principe liegt in Westafrika 250 km westlich von Gabun im Golf von Guinea. Säo Tom ä (836 qkm) liegt fast am Äquator, Principe (128 qkm) etwa 200 km nordöstlich. Bei den Inseln sind kleinere Inseln vorgelagert. Die Inseln ragen mit grandioser Gebirgslandschaft aus dem Wasser, auf Sao Tomä bis 2000 m, auf Principe bis 1000 m. Wegen ihrer Schönheit mit erloschenen Vulkanen und Kraterseen, Wasserfällen und tropischem Urwald, steilen Felsen und engen Tälern wurden sie von Seefahrern schon immer die Perlen des Ozeans genannt. Das Klima ist tropisch mit Jahrestemperaturen zwischen 22° und 32°. Die Regenzeit herrscht von Juni bis September. Sehenswert sind die malerischen Märkte, die koloniale Architektur sowie die einsamen Strände, die noch vom Tourismus unberührt sind. Der Tropenwald ist ein Paradies für Ornithologen. Der wichtigste Wirtschaftszweig sind die Kakaoplantagen. International sind die Inseln über Lissabon und Luanda, Angola zu erreichen, sowie über die Staaten Guinea-Bissau, Gabun und Kap Verde. Mit dem Schiff ist sao Tomä mit Libreville, Gabun verknüpft. Innerhalb der Republik gibt es ein Flugnetz. Auf Säo Tomä ist das Bussystem gut ausgebaut, Kraftfahrzeuge dürfen nur von Einheimischen gefahren werden.
Senegal liegt im nordwestlichen Afrika am Atlantik und hat mit dem Kap Verde den westlichsten Punkt des Kontinents. Im Norden bildet der Senegal-Fluß die Grenze zu Mauretanien, im Osten liegt Mali, im Süden die beiden Staaten Guinea und Guinea-Bissau. Als Enklave ragt der Kleinstaat Gambia, vom Meer aus etwa 375 km dem Gambia-Fluß folgend, ins Staatsgebiet des Senegal. Seit 1982 gibt es eine wirtschaftliche Konföderation, Senegambia genannt, die später auch zu einer staatlichen Union führen soll. Der Senegal hat tropisches Klima, an der Nordküste, dem Touristenzentrum, teils Sandstrände, der Süden hat im Mündungsgebiet des Casamance Mangroveküste. Der Nordosten gehört bereits zur trockenen Sahelzone. Im Südosten liegt der Niokolo - Koba - Nationalpark. Die vor der Küste der Hauptstadt Dakar liegende Insel Goree war z. Zt. der großen Segelschiffe wichtiger Zwischenstop auf dem Weg nach Indien. Das Inlandverkehrsnetz ist gut, Straßenverbindungen bestehen zu allen Nachbarländern. Die Eisenbahn führt von Dakar aus nach Mali. Dakar ist auch Überseehafen und Flugdrehscheibe von Europa nach Afrika und vor allem Südamerika.
Die Insel Sansibar und die ihr zugehörige Insel Pemba, 40 km nordöstlich davon sowie Mafia Island im Süden, liegen vor der nördlichen Ostküste Tansanias und bildet mit dem ehemaligen Tanganjika seit 1964 eine gemeinsame Republik mit weitgehender Selbständigkeit. Sansibar ist durch die 36 km breite Straße von Sansibar vom Festland getrennt. Es ist eine flache Insel, die aus Korallen besteht. Die Insel mit dem klangvollen Namen produziert weltweit 80% der Gewürznelken, Pflanzen zur Parfümherstellung wie Ylang Ylang und Vanille. Die Wirtschaft ist gänzlich auf agrarische Produkte ausgerichtet. Das Klima ist tropisch mit Temperaturen um 26° von Juni - September und 33° von Dezember - Mai, mit einer Regenzeit von April - Mai. Verträumte Fischerhäfen und Reste von Kolonialarchitektur bilden ein attraktives Ambiente dieser wenig erschlossenen Sonneninsel. Sehenswert ist auch die orientalische Altstadt von Sansibar-Stadt. Ein ausgebautes Straßennetz und gute Fähr- und Flugverbindungen verbinden die Insel mit Pemba und dem Festland. Ebenso hat Sansibar einen Uberseehafen.
Die Republik Sambia, das frühere Nordrhodesien, liegt im südlichen Zentralafrika und hat Grenzen zu Angola, Zaire, Tansania, Malawi, Mosambik, Simbabwe, Botswana und Namibia. Sambia liegt im Tropengürtel der Erde. Es gibt durch die Höhenlage bedingt jedoch 3 Jahreszeiten. Von Mai - August ist es kühl und trocken mit Temperaturen um 18°, von September - Oktober ist es heiß und trocken mit Temperaturen um 32°, die Regenzeit dauert von November - April. Geografisch ist Sambia durch sein Savannengebiet in einer Höhenlage zwischen 900 und 1500 m geprägt mit Erhebungen bis über 2000 m. Zahlreiche Flüsse, Sümpfe und Seen bestimmen das Landschaftsbild der Hochebene. In 17 Nationalparks zeigt sich der ganze Artenreichtum von Afrikas Tierwelt. Südlich von Maramba (früher Livingstone) hat Sambia Anteil an den Victoriafällen. Wirtschaftlich wichtig ist der Kupferabbau in den Copperbelts nördlich von Lusaka. Sambia hat ein gut ausgebautes Straßen- (35.000 km) und Eisenbahnnetz (1300 km). Maramba ist Eisenbahnknotenpunkt nach Simbabwe, Ndola nach Zaire und Tansania.
Namibia, das ehemalige Deutsch-Südwest-Afrika liegt im Nordwesten Südafrikas und grenzt im Norden an Angola. Den gesamten Westen des Landes bildet die Küste zum Südatlantik. Namibia war bis zu seiner Unabhängigkeit am Frühlingsanfang 1990 Mandatsgebiet Südafrikas und stand unter dem Schutz der UNO. Entlang der Atlantikküste läuft, etwa 140 km breit, die Namibwüste, eine der trockensten Wüsten der Erde, die das Land von Norden nach Süden durchzieht. Die Namibwüste ist Nationalpark. Hier leben Wüstentiere, im übrigen Land kommen alle Großwildarten Afrikas vor. Im Norden gibt es mit der über 1000 m hoch gelegenen Etoscha-Salzpfanne eines der berühmtesten Großwildreservate Afrikas, an den Küsten gibt es große Robben-, Seelöwen- und Seevögelkolonien, im Südosten beginnt die berüchtigte Kalaharisteppe, der Lebensraum der nomadischen Buschmänner (Felsmalereien ihrer Vorfahren sind teilweise bis zu 20.000 Jahre alt! ). Eine Herausforderung für hervorragende Bergsteiger ist die Spitzkoppe (1830 m), das „Matter- horn” Namibias. Die Landwirtschaft beschränkt sich im großen und ganzen auf Schafzucht (Merinowolle) und Seefischerei. Einen wesentlichen Industriezweig bildet der Bergbau (Uran-, Kupfer-, Zink-, Blei-, Gold- und Diamantenabbau ). Es gibt Eisenbahnverbindungen von Walfischbucht (Walvis Bay, die Exklave Südafrikas) über Swakopmund - Windhuk nach Südafrika. Hervorragende Flugverbindungen mit Südafrika ebenso wie international.
Mosambik liegt an der südlichen Ostküste Afrikas. Es grenzt an den Indischen Ozean, im Süden und südlichen Westen an Südafrika, im äußersten Südwesten an Swasiland, im Westen an Simbabwe, im nördlichen Westen und zentralen Norden an Malawi und im Norden an Tansania. 1975 wurde das Land von Portugal unabhängig. Das Klima ist in allen Landesteilen tropisch feuchtheiß mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Die Vegetation besteht aus Trockensavanne, Galeriewäldern (entlang der Flüsse), in höheren Lagen Lorbeergewächse sowie Mangroven an den Küsten. Es gibt zahlreiche Reservate (Großwild, Riesenschildkröten und Warane). Sehenswert sind Reste kolonialer Architektur in den Küstenstädten, Felszeichnungen der Buschleute sowie Elfenbein- und Maskenschnitzereien des Makondevolkes im Norden. Das vom jahrelangen Bürgerkrieg in Mitleidenschaft gezogene sozialistische Land sucht vermehrt seine Beziehungen zum Westen zu verbessern. So soll mit westlicher Hilfe u.a. das CaboraBassa-Wasserkraftwerk wieder in Betrieb genommen werden. Die Verkehrsverbindungen im Land sind zur Zeit nicht ganz sicher. Für Simbabwe und Malawi ist der Hafen Beira ein wichtiger Güterumschlagplatz. Maputo hat weltweite Flugverbindungen.
Mali, benannt nach einem mächtigen Großreich im Mittelalter, liegt in Westafrika und hat Grenzen zu Algerien, Niger, Burkina Faso, Cöte d ‘Ivoire, Guinea, Senegal und Mauretanien. Das Binnenland gliedert sich in zwei Regionen, die Sahara und das fruchtbare Nigerbecken, das im September nach der Regenzeit zu einem 40.000 qkm großen See zwischen Sägou und Timbuktu anschwillt. Alle Großwildarten Afrikas sind hier zu finden. Klimatisch liegt Mali am Rande der Tropen. Kennzeichnend sind 3 Hauptjahreszeiten, die Regenzeit von Juni bis September, die kühle Trockenzeit von Oktober bis Februar und die heiße Trockenzeit von März bis Juni. Während der heißen Trockenzeit weht meist ein heißer Nordost-Passat aus der Sahara, der Harmattan. Mali ist wirtschaftlich wenig entwickelt. Haupterwerbszweig ist die Landwirtschaft, hier besonders der Anbau von Hirse für den Eigenbedarf sowie Baumwolle, Vieh und Erdnüsse für den Export. Da Mali zum Teil in der Sahelzone liegt, wird es oft von Dürrekatastrophen heimgesucht Die meisten Straßen sind nur während der Trockenzeiten zu befahren. Der Niger ist zwischen August und Dezember bei genügend Wasserstand schiffbar. Sehenswert sind die Lehmmoscheen von Diennä und Mopti, die Lehmdörfer mit Kugeldachhütten der Dogon, ihre traditionellen Masken sind heute die Touristenattraktion. Das früher berühmte Handelszentrum Timbuktu ist heute unbedeutend. Der Flughafen Bamako-Sönou wird von internationalen Airlines angeflogen, im nationalen Flugverkehr fliegt die S.T.A. Mali mit De Havilland Twin Otter und Antonov 24. Zwischen Bamako und Dakar in Senegal besteht eine Eisenbahnverbindung.
Libyen liegt zentral an der afrikanischen Nordküste am Mittelmeer zwischen Ägypten und Tunesien bzw. Algerien und grenzt im Süden an Niger, Tschad und den Sudan. Die Mitte seiner Küstenlinie wird von der Großen Syrte bestimmt, einer 500 km breiten und etwa 200 km tiefen Bucht Die Küste Libyens hat mediterranes Klima, die Wüste, die mehr als 90 % des Landes bedeckt, ist heiß und trocken, mit Temperaturspitzen bis 50 °. Das Landschaftsbild reicht von den mit Steppenvegetation bewachsenen Küstentiefländern über die küstennahen Gebirge mit Mittelmeerflora wie Ölbäume, Wacholder, Kiefern bis zur eigentlichen Libyschen Wüste, einer endlosen Weite aus Sand, Geröll und Steinen. Im Südosten erheben sich Ausläufer des Tibesti-Gebirges auf über 2000 m. Abgesehen von den Oasen gibt es praktisch keinen Pflanzenbewuchs. Typische Tiere sind Wüstenfüchse, Schakale, Hyänen, Gazellen, Wildesel und Kleintiere. Sehenswert ist die antike Stadt Leptis Magna, mit prachtvollen Triumphbögen, dem Theater und Marmorfiguren (phönizisch und römisch). Außerdem Moscheen und natürlich die Suks (Märkte) der Altstädte. In Libyen herrscht striktes Alkoholverbot. Der Charakter des Erdölstaates ist streng moslemisch geprägt Die Grenze zu Ägypten ist seit 1989 wieder geöffnet, es besteht auch die Möglichkeit über Tunesien einzureisen, wenn man den Landweg wählt. Mit dem Flugzeug ist Tripolis von allen größeren Flughäfen zu erreichen.
Guinea liegt im Süden Westafrikas am Atlantik. Nachbarn sind im Norden Guinea-Bissau, Senegal und Mali, im Osten Cöte d’Ivoire und im Süden Sierra Leone und Liberia. Das Land hat tropisches Klima, besonders in den Küstenregionen ist es heiß und feucht Im gebirgigen Osten ist das Wetter gemäßigter. Die Küstenregion mit ihren Inseln im Norden ist von Kokospalmen und Mangrovesümpfen geprägt. Im Südosten steht noch ein großer Teil des ursprünglichen Regenwaldes, die Landschaft geht im Nordosten in Trockensavanne über, im Westen in Feuchtsavanne. Elefanten, Antilopen und anderes Großwild sowie Schimpansen und Paviane bilden die Tierwelt der Savanne, in den Gewässern leben Flußpferde, Krokodile und Seekühe. Einen Besuch lohnen die Jamou-Dörfer im Süden des Landes. Wichtige Exportgüter sind, neben Bananen, Palmenprodukten, Ananas, Kaffee, Gold, Diamanten vor allem Bauxit (zweitgrößter Produzent nach Australien ). Das Straßennetz ist teilweise asphaltiert, es besteht eine Eisenbahnverbindung von Conakry nach Kankan. Der Verkehr wird mit Bussen und Minibussen abgewickelt, es besteht ein ausgedehntes Inlandflugnetz.
Kenia liegt in Ostafrika am Indischen Ozean auf Äquatorhöhe. Es wurde 1963 unabhängig und ist seitdem Mitglied im British Commonwealth. Das Landschaftsbild zieht sich von Palmen- und Mangrovewäldern an der Küste über endlose Savannen zu bewaldetem Hochland, Regenwald und Nebelwald (über 2000 m) bis zu schneebedeckten Berggipfeln. Das Hochland und die Senke zum Victoria-See sind stark bewaldet. Das tropische und sumpfige Flachland im Osten ist kaum erschlossen. Zahlreiche Wildparks, mit allen Großtieren Afrikas, und traumhafte Strände machen Kenia zum Lieblingsreiseziel für Europäer in Schwarzafrika. Obwohl es auf der Höhe des Äquators liegt, ist Kenia kein Land des tropischen Regenwaldes. Es liegt im Einfluß des Monsuns, der starke Trockenheit verursacht. Regen fällt in den Monaten Februar und März, sowie November und Dezember. Durch Kenia verläuft das berühmte Rift Valley, ein ca. 50 km breiter Riß in der Erdkruste, der ca. 600 km lang ist. Es verläuft vom Malawi-See im Süden, spaltet sich in den westlichen Graben, der durch den Tanganjika-See verläuft, und den östlichen, der über Tansania, den Rudolf-See und Kenia bis zum Roten Meer zieht. Hier finden sich viele Vulkane, Kraterseen, Lavafelder, heiße Quellen und Salzseen. Exportgüter sind Kaffee, Tee, Sisal und Erdölprodukte. Auch die Rinderzucht, vor allem durch die Massai, ist wirtschaftlich bedeutend. Die Insel Lamu vor der nördlichen Küste ist als Urlaubsparadies ein Geheimtip mit arabischem Charakter und Resten von Kolonialarchitektur. Eine Eisenbahnlinie verläuft quer durch das Land von Mombasa über Nairobi nach Uganda zu den Victoriafällen. 1/8 des Straßennetzes sind asphaltiert. Die Grenze nach Tansania ist seit 1985 offen.