Jul 8

Gambier-Inseln
Die Gambier-Inseln liegen südöstlich von Tahiti auf der südöstlichen Verlängerung der Tuamotu-Inseln. Es sind 12 größere Inseln und zahlreiche Inselchen und Rille, bekannteste ist die Hauptinsel Mangareva. Das Klima ist kühler als auf Tahiti, Haupterwerbszweige sind Landwirtschaft (Kühe, Schweine, Kaffee-, Orangen- und Melonenanbau) und Perlenzucht. Die Inseln sind touristisch nicht erschlossen, Unterkünfte gibt es derzeit nur in Privathäusern. Mangareva, als zentrale und größte Insel innerhalb eines Korallenriffs gelegen, ist die größte der Gambiers, mit einer bis 441 m (Mt. Duff) hohen Vulkanbergkette. Auf einer Riffinsel liegt der Flugplatz. Sehenswert ist der mit Perlmutt und Muscheln besetzte Altar der neugotischen Kirche von Rikitea auf Mangareva. Für einen Besuch auf den Inseln benötigt man eine Sondererlaubnis, da militärisches Sperrgebiet passiert werden muß (Nukleartests auf den südlichen TuamotuInseln Mururoa und Fangataufa). Von Tahiti gibt es 2 Flüge im Monat sowie eine Verbindung mit dem Versorgungsschiff "Manava III".
Gesellschaftsinseln
Die Gesellschaftsinseln (Iles de la Societe) sind der westliche Teil Französisch-Polynesiens. Sie bestehen aus 2 Teilen, den südöstlichen Iles du vent (Windward Islands) und den nordwestlichen Iles sous le vent (Leeward Islands). Zu den Iles du vent gehören u.a. 2 der berühmtesten 3, Tahiti und Moorea, sowie Tetiaroa, Mehetia und Maiao. Zu den Iles sous le vent (Leeward Islands) gehört eine der wohl schönsten Inseln der Welt, Bora Bora, daneben Huahine, Uturoa, Tahaa, Maupiti, Maupihaa, Manuae und Motu One. Die Freundlichkeit der Bewohner (wenn auch mittlerweile durch den jahrzehntelangen Tourismus der Freundlichkeit der Touristen angepaßt), die malerische vulkanische Tropenwelt- und Blütenherrlichkeit machen den paradiesischen Charakter der Inseln vollkommen. Neben den speziellen Souvenirs auf den einzelnen Inseln bietet Papeete ein Angebot von Kunsthandwerk aller umliegenden Inselgruppen, wie die Tikis genannten Holzfiguren, Perlmuttschmuck, Flechthandwerk und Kleidung aus handbedruckten Stoffen. Auf der größten Insel, der Doppelinsel Tahiti (1042 qkm) in den Windward Islands, liegt die Hauptstadt Papeete mit dem internationalen Airport Faaa (Hinweis zur Aussprache: die Südseesprachen sind sehr vokalreich, jeder Vokal wird einzeln ausgesprochen). Tahiti kennzeichnet dichter Regenwald, der von schroffen Vulkanen überragt wird (Mt. Orohena, 2241 m), mit Farnen, Seen, Wasserfällen und Dschungelflüssen. Am flachen Küstengebiet gedeihen Taro, Gemüse, Zitrusfrüchte und Blumen. Eine Rundstraße führt 114 km um Tahiti-Nui, die große Insel und verläuft für 18 km auf Tahiti-Iti, dem kleinen Ostanhängsel, allerdings nicht rundherum. Beide Inselteile sind durch den Isthmus von Taravo verbunden. Nur kleine Stichstraßen und -wege führen jeweils ins gebirgige, unzugängliche Innere.
Papeete ist das Wirtschafts- und Geschäftszentrum der gesamten Inselwelt. Heute kennzeichnen Verkehrsstaus, moderne Glasbauten neben Perlen- Shops, Kirchen, Tempeln jeder Glaubensrichtung und französische Straßencafes die Metropole. Im Hafen liegen Segeljachten, Fähren, Kopraschiffe und Kreuzfahrtschiffe. Das Tahiti-Museum sowie zahlreiche weitere Museen und Galerien sind einen Besuch wert. Das Lagoonarium ist der größte Unterwasser-Park der Welt. Zahlreiche Superstrände und Luxusresorts sind um Papeete und auf Tahiti angesiedelt. Das Gauguin-Museum liegt in Papeari im Südosten. Berühmt sind Tahitis "Le Truck", offene Busse mit Schildern der Zielorte. Nur 17 km von Tahiti liegt Moorea mit seinen atembe- raubenden Buchten (Cook’s Bay, Opunohu Bay) und weißen Sandstränden, die durch ein Korallenriff geschützt sind. Fähren oder Flüge von Papeete. Es gibt Sightseeing-Touren auf der Ringstraße der Insel, deren höchster Vulkan, der Mt. Tehiea, 1207 m aufragt (Mietwagen, Motorräder, Fahrräder, Helikoptertouren um die Insel, Reiten, Tauchen, Segeln, Hochseefischen). Auf der Insel gibt es alle Unterkunfts- möglichkeiten, vom Luxusresort bis zur einfachen Pension. Tetiaroa, nördlichste Windward-Insel und ehemaliges Königsdomizil, ist heute Privatinsel von Marion Brando. Tagesausflüge von Papeete (25 Min. Flug) oder Buchung im einzigen, einfachen Hotel. Das Atoll ist Vogelschutzgebiet und gutes Tauchgebiet. Raiatea ist die zweitgrößte Insel Franz. Polynesiens und die größte der Leeward-Inseln. Direkt 3 km im Norden liegt die halb so große Vanilleinsel Tahaa, beide Inseln umschließt ein gemeinsames Korallenriff. Raiateas Hauptstadt Uturoa ist Verwaltungssitz der Leeward Islands. Einst heiliger Ort (Havari) war die Insel das Zentrum von Königtum, Kultur und Geschichte der Inseln. Eine teilweise geteerte Rundstraße führt um die Insel (auch um Tahaa(, vorbei an fruchtbaren Tälern, Dschungel, Obstgärten. Beide Inseln sind ideales Segel- und Tauchrevier. Bora Bora, 240 km von Tahiti, liegt inmitten einer Lagune, auf einer Insel des umgebenden Riffs liegt auch der Flugplatz. Vor dem einzigen Riff paß für Schiffe liegt auch der Hauptort Vaitape. Die wegen ihrer Schönheit weltberühmte Insel hat malerische Orte und Buchten, es gibt Helikoptertouren, Lagunentouren (Haie -Füttern, Tauchen!) und Geländetouren in die tropische Vulkanberglandschaft. Auf der Insel gibt es alle Unterkunftmöglichkeiten vom Luxusresort bis zur einfachen Pension. Maupiti, 40 km westlich, liegt innerhalb eines Riffs, ähn- lich Bora Boras. Nur ein Schiffspaß führt durchs Riff, auf einer Riffinsel (10 Min. Bootsfahrt zur Insel) liegt der Airport. Die langgezogenen Riffinseln bieten hervorragende Tauch- und Surfgelegenheiten. Huahine, 175 km nordwestlich von Tahiti, besteht aus zwei durch einen Isthmus verbundenen Teilen (Hua- hine-Nui und -Ih), die durch ein Korallenriff geschützt sind. Der Hauptort Fare wird lebendig, wenn die Fähre aus Papeete Besucher und Frachtgut bringt. Dann kehrt für kurze Zeit geschäftiges Leben auf dem Markt ein. Eine 32 km Rundstraße führt an malerischen Buchten, Sandstränden und kleinen Orten vorbei. In Maeva an der Nordlagune Lac Fauna Nui sieht man 1000-jährige Steinskulpturen, in Fare den Nachbau eines Versammlungshauses auf Pfählen. Auf der Insel gibt es alle Unterkunftmöglichkeiten vom Luxusresort bis zur einfachen Pension.
Marquesas-Inseln
Die knapp 1600 km im Norden Tahitis liegende Marquesas-Gruppe (Iles Marquises) besteht aus 6 größeren, bewohnten (Hiva Oa, Nuku Hiva, Ua Huka, Ua Pou, Fatu Hiva, Tahuata) und 6 kleineren, unbewohnten Inseln. Die Marquesas-Inseln sind die einsamsten und urwüchsigsten Inseln Französisch- Polynesiens. Schroffe Berge, hohe Wasserfälle (bis 600 m!), tief ein geschnittene Täler, Regenwald, Klippen, einsame Strände und malerische Buchten charakterisieren die Inseln, die ohne Lagune und schützendes Korallenriff im Pazifik liegen. Wildpferde und Ziegen unterstreichen den malerischen Charakter der Südseelandschaft, in der der französische Maler Paul Gauguin um die Jahrhundertwende sein Hauptwerk geschaffen hat. Nuku Hiva, Hauptort und wirtschaftliches Zentrum ist Taiohae, liegt etwa in der Mitte der Inselgruppe. Auf dem Friedhof von Atuona auf Hiva Oa liegen der Maler Paul Gauguin und der belgische Chansonnier Jacques Brei begraben. Die größte Südinsel hat dichte Tropenwälder, fruchtbare Ebenen und tiefe Täler. Auf der südlichen Nachbarinsel Tahuata, der kleinsten bewohnten Marquesas-Insel, landeten die Spanier 1595 und gaben den Inseln ihren heutigen Namen. Der Hauptort Vaitahu, in dem auch Captain Cook 1774 landete, hat eine große Kathedrale, Reste des französischen Forts (Besetzung der Inseln 1842), Felsmalereien im Hanatehau-Tal. Bootsverbindungen nach Hiva Oa (1 Std.). Freizeitmöglichkeiten auf den schroffen Vulkaneilanden sind Rundfahrten, Reittouren zu den faszinierenden Wasserfällen, Segeltouren, Tauchtouren. Berühmt und beliebte Souvenirs sind die Parfümöle, Holzschnitzereien, Ukulele-Instrumente und Steinskulpturen auf den Marquesas. Die Inseln sind vom Tourismus weitgehend unentdeckt, es gibt hauptsächlich Pensionen und Privatunterkünfte. Neben Flugverbindungen unter den Inseln gibt es regelmäßige Flüge nach Tahiti sowie Schiffsver- bindungen mit dem Passagierfrachter "Aranui".
Tuamotu-Archipel
Die Tuamotu-Inseln (Iles Tuamotu), rund 300 km östlich Tahitis gelegen, sind die größte geschlossene Inselgruppe der Region Französisch-Polynesiens. Sie bestehen aus etwa 80 Atollen mit der Hauptinsel Rangiroa. Rangiroa liegt auf dem zweitgrößten Atoll des Pazifik, die Lagune hat eine Fläche von 1000 qkm. Auf Mururoa und Fangataufa finden die französischen Nukleartests statt. Die Inseln sind flache Palmeneilande, die auf einem Riffgürtel liegen, der eine Binnenlagune umgibt. Wegen der zahlreichen Ritte gelten die Inseln in der internationalen Seefahrt als eines der gefährlichsten Seegebiete der Erde. Einige Insel sind durch eine Riffpassage zu erreichen, ander haben einen fast geschlossenen Riffgürtel. Alle Inseln haben allerdings unschlagbare Tauchgründe in ihrer Lagune. Die Inseln mit Unterkunftsmöglichkeiten sind u.a. Anaa, Arutua, Fakarava, Kaukura, Takapoto, Takaroa, Tikehau, Manihi, Makemo und Hao. Die Lagunen der Inseln sind ideale Zuchtplätze für die berühmten schwarzen Perlen (in den Farben grau bis rosa) der Inseln.
Auf Manihi im äußersten Norden kann u.a. eine Schwarzperlenzucht besichtigt werden. Rangiroa, nur 1 Flugstunde von Tahiti, hat einige Luxus-Touristenhotels sowie Privatunterkünfte. In der riesigen Lagune gibt es Wassersport aller Art, Tauchexkursionen, Ausflüge zum Vogelschutzgebiet auf Motu Paio und zur Blauen Lagune.

Jul 8

Französisch-Polynesien gehört als Territoire d ‘Outre Mär (T.O.M.) Polinesie Francaise zu Frankreich und liegt im Südpazifik (Südsee). Nachbarn im Westen sind Kiribati und die Cook-Inseln, im Südosten die britischen Pitcairn-Inseln, im Norden, Nordosten und Süden ist offenes Meer. Das Territorium besteht aus insgesamt 5 Inselgruppen, mit etwa 130 Inseln und zahlreichen Atollen und Riffen: Den zentralen Gesellschaftsinseln (Iles de la Societe) mit der Hauptinsel Tahiti, den östlichen TuamotuInseln (Iles Tuamotu), der daran südlich anschließenden, kleinen Inselgruppe der GambierInseln (Iles Gambier), den südwestlich Tahitis gelegenen einsamen Australes-Inseln (Iles Australes) und der weit im Norden Tahitis liegenden MarquesasGruppe (Iles Marquises). Die Inseln sind teils vulkanisch, teils Koralleninseln mi üppigem Tropenwald, Mangroven und Kokospalmen bestanden. Die meisten Inseln sind von einem Korallenriff gesäumt oder liegen auf Atollen, die eine Lagune umgeben. Weite Sandstrände und türkises, kristallklares Wasser sind obligatorisch. Die Inseln wurden im 16. und 17. Jh. von Holländern und Spaniern entdeckt, danach von Engländern und Franzosen (Wallis und Bougainville, 1767-68). Berühmt wurden die Inseln durch den englischen Captain Bligh und dessen Schiff Bounty. Die Meuterei und mehrfache Verfilmung des Stoffes haben die Inseln und ihre freundlichen Menschen weltbekannt gemacht. 1843 wurden die Inseln Protektorat, 1880 französische Kolonie und 1958 Überseeterritorium. Das Klima ist subtropisch mit 2 Hauptjahreszeiten, der feuchtwarmen von Dez-Feb (Regenzeit) und der kühleren Trockenperiode von März-Nov. Wichtigste Einnahmequelle der Inseln sind der Tourismus, Kokospalmenprodukte, Tropenfrüchte, Kaffee, Vanille, Zuchtperlen. Die Hälfte der Bewohner leben auf der größten Insel Tahiti, drei Viertel sind Polynesier, der Rest Asiaten und Europäer. Der hauptsächliche Tourismus spielt sich auf den Gesellschaftsinseln ab. Hier gibt es alle Kategorien von Unterkünften, vom mondänen Luxusresort im traditionellen Hüttenstil am oder über dem Wasser (Bora-Bora, Moorea, Rangiroa, Raiatea, Huahine) über Pensionen bis zu Privatunterkünften. Die Inseln sind ein Urlaubs-, Wassersport- und Tauchparadies, die Vielzahl und Vielgestalt der Inseln bieten allerdings auch Naturliebhabern einsame Plätze, um sich zurückzuziehen (u.a. Marquesas, Australes, Gambiers). Auf zahlreichen Inseln findet man archäologische Sehenswürdigkeiten wie Steinskulpturen und Gräber, die an die 1000-jährige Besiedelungsgeschichte erinnern. Auf den Inseln finden übers Jahr verteilt eine Reihe von Festen statt, die man am besten beim Tahiti Tourist Promotion Board (OPATTI) in Papeete erfragt oder bei den lokalen Touristenbüros. Tahiti hat den meisten Straßenverkehr mit Bussen und Privatautos, die anderen Inseln haben ein unbedeutendes Verkehrsaufkommen. Auf fast allen touristisch erschlossenen Inseln gibt es Bus- und Taxiservice, Mietautos, -motorräder, -fahrräder. Papeete, die Hauptstadt auf Tahiti, ist Überseehafen mit Schiffsverkehr zu den benachbarten Inselrepubliken, der nationale Fähr- und Schiffsverkehr sind im Tahiti Visitors Bureau zu erfragen. Die Inseln sind mit einem nationalen Flugnetz verbunden (rund 3 Dutzend Airfields), Faaa (Papeete), Moorea und Bora-Bora sind internationale Airports. Zu einigen Inseln gibt es Helikopter-Service.
Austral-Inseln
Die einsamen Austral-Inseln (Iles Australes, auch Tubuai Islands) liegen als südlichster Archipel etwa 600- 1100 km südwestlich Tahitis. Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs. Auf einer Länge von 1300 km verstreut liegen die 5 bewohnten Inseln Raivavae (16 qkm), Rapa (40 qkm), Riwatara (8qkm), Rurutu (30 qkm) und Tubuai (40 qkm) mit der Hauptstadt Mataura, sowie die unbewohnten Inseln Marotiri Rochus und die Maria-Insel.
Die Iles Australes sind die am wenigsten touristisch erschlossenen Inseln Französisch Polynesiens. Captain Cook entdeckte die Inseln 1769, auf Tubuai wollten im Jahre 1789 die Meuterer von der Bounty 1789 zuerst Zuflucht suchen, bevor sie weitersegelten und sich für Pitcairn entschieden. Wegen ihrer isolierten Lage haben sich polynesische Traditionen auf den Inseln bis heute weitgehend erhalten. Typisch sind weiße Sandstrände und palmengesäumte Traumbuchten mit der dahinter liegenden Kulisse aus tropenwaldbedeckten Vulkanbergen. Hier bestimmen der Fischfang und die Kopraherstellung noch weitgehend das beschauliche Leben der Bewohner. Daneben gibt es noch Kaffee, Orangen- und Tarowurzelanbau (Grundnahrungsmittel). Die Häuser und Kirchen der malerischen Südseedörfer sind teilweise aus Korallenstein. Auf Rurutu, Tubuai, Raivavae und Rimatara gibt es zahlreiche Reste von Tempeln und Steinfiguren zu besichtigen, die Figuren von Raivavae erinnern an die der Osterinsel. Auf Rapa stehen Reste eines Maori-Forts. Rurutu hat Korallensteingrotten, Tubuai ist die größte Insel. Beliebte Souvenirs sind Korbwaren auf Rurutu (Hüte, Matten). Größtes Fest auf der Insel ist das halbjährliche "Steinheben" im Januar und Juli (150 kg-Korallenstein). Auf Tubuai gibt es Privatunterkünfte, auf Rurutu gibt es ein Hotel und mehrere Pensionen. Fahrräder und Autos gibt es nicht zu mieten.

Jul 8

Die Marshallinseln liegen im zentralen Pazifik nördlich von Kiribati und östlich von Mikronesien. Als selbständiger Staat sind sie souverän in Fragen der Außenpolitik, die USA kontrollieren allerdings die Verteidigungs- und Finanzpolitik. Die Marshallinseln bestehen aus zwei parallelen Inselgruppen mit insgesamt 34 Korallenatollen. Im Westen befindet sich die Ralik-Kette (auch Sunset Islands genannt) mit den Atollen Eniwetok, Bikini, Rongelap und Kwajalein, im Osten die Ratak-Kette (auch Sunrise Islands genannt) mit Maloelap und der Hauptinsel Majuro. Die Atolle umschließen insgesamt mehr als 1200 flache Inseln mit Sandstränden und Palmenwäldern, ihre maximale Höhe liegt bei 6 Metern. Die Ratak-Inseln sind stärker bewaldet als die Ralik-Inseln. Das übliche Atoll der Marshallinseln hat einen Durchmesser von ca. 40 km mit einer ovalen Inselkette um die große Lagune. Das Atoll ist außen von einer Korallenriffkette umgeben. Die Bewohner der Inseln haben zur Selbstversorgung ihre eigene kleine Landwirtschaft mit Schweine- und Gefügelzucht. Hauptwirtschaftszweig ist neben der Gewinnung von Kopra und dem Fischfang die Verwertung der Pandanuspalme, aus deren Fasern und Blättern Matten und Stoffe geflochten werden. Ein Großteil der Bevölkerung ist bei der amerikanischen Armee angestellt. Ein kleiner Verdienst ist der Verkauf von Briefmarken, die begehrte Sammlerobjekte sind. Hauptexportartikel sind Kopra und Kokosnußöl. Das Klima der Inseln ist tropisch. Auf den nördlichen Inseln regnet es wesentlich weniger als im Süden. Auf dem Hauptatoll Majuro liegt die Inselhauptstadt Uliga, eine quirlige kleine Stadt mit Hotels und einem guten Taxiservice. Wegen der militärischen Anbindung an die USA ist das Post- und Telefonsystem sehr gut ausgebaut (ein Brief ist innerhalb von 10 Tagen in Europa). Auf den Inseln halten sich nur wenige Touristen auf. Die Atolle gehören jedoch zu den schön- sten Tauchparadiesen der Erde. Das größte Atoll des Pazifiks ist Kwajalein mit 1.300 qkm und 90 Inseln. Auf der Hauptinsel Jaluit im Süden war zwischen 1886 und 1914, als die Inseln deutsches Schutzgebiet und deut- sche Kolonien waren, das Hauptquartier stationiert. Heute steht hier eine Raketenabwehrbasis der USA und die größte Radarstation der Welt. Die Bevölkerung wur- de von Jaluit evakuiert und nach Ebeye umgesiedelt, einer kleinen Insel nördlich im Kwajalein-Atoll. Die Arbeitsstätten in Jaluit müssen aus Sicherheitsgründen täglich am Abend verlassen werden. Die Bikini- und Eniwetok-Atolle dienten den USA bis 1958 als Atomtestgelände, heute sind Teile der Inseln für ewige Zeiten verseucht. “Berühmt ” ist der Plutoniumdom auf Bikini, ein mit Beton bedeckter Atomkrater. Zwischen den großen Inseln bestehen Flug- und Fährverbindungen mit dem Versorgungsschiff. Von den beiden großen Flughäfen Kwajalein und Majuro kann man zu den Nachbarrepubliken fliegen. Der Weg in die USA führt über die Pazifikdrehscheibe Guam.