Palau oder Belau, wie die Inseln vor Ort oft genannt werden, ist die westlichste Inselgruppe Mikronesiens. Sie liegt rund 900 km östlich von Mindanao und ist damit die letzte pazifische Inselgruppe vor der philippinischen Inselwelt. Die Republik Palau steht unter Treuhandschaft der USA, eine Assoziierung mit den USA wurde aber von der Bevölkerung zum wiederholten Mal abgelehnt. Damit verhindert Palau die vollkommene Militarisierung dieses westlichsten pazifischen Außenpostens der USA. Die Inselgruppe besteht aus ca. 350 Inseln und Inselchen, wovon ca. 150 Inseln bewohnt sind. Die Hauptinseln sind Babelthuap, Koror mit der Hauptstadt Koror (hier leben über die Hälfte aller Einwohner), Peleliu, Angaur, ganz im Süden, und Kayangel, ganz im Norden. Die großen Inseln sind vulkanischen Ursprungs, häufig von Korallenriffen umgeben, die kleinen bestehen aus Kalkstein, sind also von Korallen erbaut worden. Koror war während der japanischen Besatzungszeit Sitz der japanischen Südseeverwaltung. Auch heute noch sind Panzer-, Schiffs- und Flugzeugwracks, von Urwald bzw. Korallen überwachsen, auf den Inseln und in den Lagunen zu sehen. Die Vegetation der Inseln ist zumeist dichter Urwald, in den Lichtungen haben sich die Eingeborenen ihre Dörfer gebaut. Besonders auf der südlichen Insel Angaur finden sich herrliche Sandstrände. Palaus beeindruckendste Inseln sind die sogenannten “Rock Islands”, mit dichtem Wald bewachsene Koralleninseln, die von Wind und Wellen unterspült wie auf dem Wasser schwimmendes Laub aussehen. Die starke Vegetation ist auf häufige Niederschläge bei angenehmen tropischen Temperaturen zurückzuführen. Bei Wanderungen durch den Urwald (es gibt weder gefährliche, noch giftige Landtiere) trifft man hin und wieder auf bizarre Wasserfälle, die im Laufe von Jahrhunderten richtige Badewannen in den Fels geformt haben. In den Mangroven der Lagune von Babeldaob und Peleiu leben die begehrten Mangrovenkrebse (eine Delikatesse der Insel) zusammen mit den fünf Meter lang werdenden Salzwasserkrokodilen (Brackwasserkrokodilen). Wer Koror besucht, muß auch das Belau National Museum besichtigen, das älteste seiner Art in Mikronesien. Auf Holzplanken haben die Einwohner seit hunderten von Jahren ihre “Geschichten” festgehalten und tun dies auch heute noch. Das war die einzige Möglichkeit der Überlieferung, weil die Mikronesier keine Schrift kannten und zudem allein auf Belau schon vier verschiedene Sprachen gesprochen wurden. In der Nähe des Flughafens von Babeldaop steht das einzig erhaltene “bai”, ein Männerhaus, in dem die alten Männer des Dorfes einmal wöchentlich Versammlung halten. Wenn man im Norden der Insel aus dem Dschungel tritt, steht man vis-a-vis dem Haus der Riesen gegenüber, ein unheimliches Gebilde aus fünf Tonnen schweren Steinen. Auf der Insel Peleiu (kann mit dem Flugzeug erreicht werden), lohnt der Besuch des schönen Nationalparks. Hier ist alles urwüchsiger als auf der Hauptinsel. In Palau kann man noch seine eigene Robinson-Insel finden. Man läßt sich von einem Boot übersetzen, macht einen Abholungstermin aus und lebt einige Tage wie Robinson auf seiner eigenen einsa- men Insel. Alle großen Inseln sind mit dem Flugzeug von Guam zu erreichen, die kleinen erreicht man am besten von Koror mit Schiffen, die relativ regelmäßig die Versorgung der Inseln übernehmen. Den schönsten Eindruck von den Inseln gewinnt man bei einem Rundflug. Hauptexportartikel Palaus sind Fische und Muscheln. Die See um Palau gehört zu den fischreichsten der Welt.
Die Osterinsel (Tahitianisch: Rapa Nui / Spanisch: Isla de Pascua) gehört zu Chile und liegt mitten im Pazifik, 3760 km von der chilenischen Küste entfernt, etwa in der Mitte zwischen Chile und Tahiti. Die 23 km lange und 11 km breite Insel ist gebirgig und kahl, der frühere Baumbestand ist völlig verschwunden. Heute wird die Insel von Gras und niederem Buschwerk bedeckt. 3 große und ca. 70 kleine Vulkane prägen ihr Bild. Auf Hochflächen liegen 3 Kraterseen, die von Schilf umrahmt und von kleinen Schilfinseln bedeckt sind. Am Ostersonntag des Jahres 1722 wurde sie von Admiral Jacob Roggeveen mit seiner niederländischen Flotte entdeckt und erhielt so ihren Namen. Zur Begrüßung wurde auf die Rapanui, die Eingeborenen geschossen. Später wurden die Rapanui von Sklavenhändlern nach Südamerika verschleppt. Ihre Zahl dezimierte sich zusätzlich durch die Einschleppung von Krankheiten (Pocken, Lepra und Tuberkulose). Seit 1888 gehört die Insel zu Chile. Heute leben noch gut 2.000 Rapanui auf der Insel, die sie selbst Te Pito o Te Henua, Nabel der Welt, nennen. Das Klima ist subtpropisch ohne ausgeprägte Jahreszeiten. Der regenreichste Monat ist der Mai, die Luftfeuchtigkeit beträgt zwischen Januar und Mai 80%, sonst weniger. Hauptort ist Hanga Roa mit seinem Flugplatz und Verbindungen mit der LAN Chile nach Santiago de Chile und Papeete in Französisch-Polynesien. Es bestehen ausgezeichnete Unterbringungsmöglichkeiten auf der Insel, in Hotels, Pensionen und in Privatunterkünften, wo man nicht nur preiswerter lebt, sondern besseren Kontakt zu den Einheimischen erhält. Eine Ringstraße führt um die Insel, die man so mit Mietwagen erkunden kann. Wie in Südamerika üblich, ist es leicht, sich ein Pferd zu mieten (Reitkenntnisse sind nicht unbedingt nötig, die Pferde sind nicht groß, sehr gutmütig und gehen sehr langsam, sie finden immer den Weg zurück zum Stall). Höhepunkt eines Inselausflugs ist der Besuch des Räno-Raräku-Kraters, aus dessen Steinbruch die gigantischen (bis 18 m hohen), geheimnisvollen Statuen der Osterinselkultur gemeißelt wurden und dessen Hänge von ihnen übersät sind. Berühmt geworden sind sie durch das Buch von Thor Heyerdal “Aku-Aku”. Ebenso imposant sind die monumentalen Kultplätze, besonders der Ahu bei Vinapu Tongariki und der Rano- Käu-Krater, wo im Dorf Orongo dem Vogelmenschen Tangatu Mano gehuldigt wurde. Bei der feierlichen Zeremonie zu Ehren des Vogelmenschen Tanga-Mano sprangen einige ausgewählte Männer kopfüber ins Meer und schwammen zu der äußersten der drei klei- nen vorgelagerten Inseln hinüber, um das Ei Mano Tarus’ zu suchen. Derjenige, der zuerst das Ei einer Seeschwalbe unversehrt zurückbrachte, erhielt für ein Jahr die Häuptlingswürde. Ahus sind Steinmonumente mit ca. 50 m Kantenlänge, die mit den steinernen Monumenten der Inkas und Azteken zu vergleichen sind. Insgesamt stehen auf der Insel ca. 800 Moais, Riesenstatuen, die wahrscheinlich zu Ehren von Toten errichtet wurden, ihr letztes Geheimnis aber bis heute hüten. Zu den Geheimnissen der Insel gehören auch die Rongo-Tafeln. Einige Weise verstanden sich auf die Erklärung dieser Zeichen. Sie starben im 19. Jh. in der Sklaverei. Mittlerweile haben die Monumentalstatuen in der Bucht von Rädapu durch sieben riesige Öltanks Konkurrenz bekommen. Die Insel Sala y Gomez liegt ca. 300 km nordöstlich der Osterinsel im Südpazifik und gehört auch zu Chile. Die unbewohnte und völlig baumlose Insel wurde 1793 entdeckt. Ihre einzigen ständigen Bewohner sind Seevögel. Sie hat mit ihrer Größe von 0,12 qkm keinerlei touristische Bedeutung und dient lediglich als Anlaufstation für Fischerboote. Es bestehen keine regulären Flug- und Schiffsverbindungen.