Jul 15

Die Inseln von Tuvalu liegen im Pazifik südlich des Äquators. Bevor Tuvalu 1978 unabhängig wurde, hießen die Inseln Ellice Islands. Es ist Mitglied des Commonwealth, Staatsoberhaupt ist Königin Elizabeth II., die durch einen Gouverneur vertreten wird. Nachbarn sind die Gilbert Islands von Kiribati, im Osten Tokelau, im Süden Wallis und Futuna und weit im Westen die Solomon Islands. Tuvalu besteht aus den neun Korallenatollen (von Nordwest nach Südost): Nanumea, Nanumanga, Niotao, Nui, Vaitupu, Nukufetau, der Hauptinsel Funafuti, Nukulaelae und Niulakita. Die Inseln Tuvalus sind Atolle, die nicht höher als 3-4 m sind. Die großen Inseln haben eine Lagune. Die Vegetation besteht aus Kokospalmen, Brotfrucht, Papaya und Bananen. Hauptexportartikel sind Kopra und Fische, vor allem Thunfisch. Weitere Einnahmequellen sind der Verkauf von Briefmarken, das Verdingen als Gastarbeiter im nördlich gelegenen Nauru. Viele Männer aus Tuvalu arbeiten als Seeleute auf Schiffen verschiedenster Nationalität. Wegen der fehlenden Infrastruktur ist der Tourismus nicht besonders entwickelt. Die Lebensart der Einwohner ist weitgehend unberührt geblieben, berühmt ist Tuvalu für sein traditionelles Kunstgewerbe. Das Klima ist tropisch mit gleichmäßigen Temperaturen übers das ganze Jahr. Regenzeit ist Oktober bis März, hier können auch vereinzelt Wirbelstürme auftreten. Hauptstadt ist Fongafale auf Funafuti. Der schöne Hafen befindet sich mitten in der Lagune. Von hier besteht Fährschiffsverkehr zu den anderen Inseln (ca. alle 4 bis 6 Wochen). Vom Flugplatz Funafuti bestehen Flugverbindungen nach Majuro (Marshall Islands), Tarawa (Kiribati) sowie Nadi und Suva auf den Fidschi- Inseln. Die Atolle bieten eindrucksvolle Tauchgründe. auch wegen der zahlreichen Weltkriegs-Schiffswracks. Tuvalu bietet ideale Ankermöglichkeiten für Segler, die auch heute noch ursprüngliche Südsee-Kultur erleben wollen. Weil selten Besucher auf die Inseln kommen, werden Besucher sehr freundlich empfangen (Gastgeschenke mitbringen!).

Jul 15

Die Tokelau-Inseln, früher auch Union Islands genannt, gehören als assoziiertes Territorium zu Neuseeland. Sie liegen im Südpazifik. Nachbarn sind im Norden Kiribati, im Osten die Cook-Inseln, im Süden die beiden Samoas und im Westen Tuvalu. Tokelau besteht aus den 3 großen Atollen Fakaofo (4qkm) mit der Hauptstadt Fele, Atafu (3,5 qkm), 150 km nordwestlich und Nukunonu (4,7 qkm) zwischen Fakaofo und Atafu. Die Inseln wurden 1765 vom englischen Kapitän Byron entdeckt, 100 Jahre später wurde die Mehrzahl der Bewohner als Sklaven nach Südamerika verschleppt. 1916 wurden die Inseln von England annektiert und 1925 fielen sie unter neuseeländische Hoheit. Seit 1948 sind die Tokelauaner Bürger Neuseelands. Haupteinnahmequelle der kleinen Inseln ist neben den Zuschüssen aus Neuseeland der Fischfang. Daneben sind es Kokos- und Pandanuspalmenprodukte. Wegen fehlender Infrastruktur ist der Tourismus unterentwickelt. Das Klima ist gleichmäßig tropisch warm. Die wenigen Regenfälle bringen plötzlich ungeheure Wassermengen mit sich (fast 3000 mm). Die 3 Atolle ergänzen sich gegenseitig, Fakaofo liefert Süßwasser (die anderen Atolle haben nur gesammeltes Regenwasser), Nukunonu den Flachs für Flechtarbeiten und Atafu das Hartholz zum Bootsbau. Die Atolle sind flach mit Sandstränden und Palmenwäldern. Da die Inseln keinen Flugplatz haben, bietet das ca. alle 2 Monate verkehrende Versorgungsschiff von Apia in Westsamoa die einzige Verkehrsmöglichkeit. Es gibt auf den Atollen keinen Hafen, Passagiere und alle Güter müssen mit kleinen Booten angelandet werden. Eine andere und bequemere Methode bietet das Chartern von Wasserflugzeugen von Apia aus ( 500 km Entfernung). Weil die Atolle nur aus einzelnen kleinen Inseln bestehen, hat man bisher auf die Einfuhr von Autos verzichtet. Die üblichen Verkehrsmittel sind Fahrräder und Mopeds.

Jul 15

Die Salomonen (Solomonen / Solomon Islands) sind eine Inselgruppe im Pazifik, die östlich von PapuaNeuguinea und westlich von Vanuatu liegt. Die größten Inseln sind von Nordwest nach Südost: Bougainville (gehört zu Papua-Neuguinea), Choiseul, Gizo, New Georgia, Santa Isabel, Guadalcanal mit der Hauptstadt Honiara, Malaita, San Cristöbal und Renell. Die im Südosten anschließende Inselgruppe der Santa-Cruz Inseln (siehe dort) gehört auch zu den Salomonen. Die vulkanischen Inseln sind dicht bewaldet und gebirgig. Das Klima ist tropisch feuchtheiß. Die stärksten Niederschläge fallen in der Zeit von Dezember bis März. Archäologische Funde weisen auf erste Besiedlung der Inseln vor 4.000 bis 5.000 Jahren hin. Spanische Seefahrer besuchten erstmals 1568 die Inseln. Sie vermuteten reiche Goldschätze und vergaben den Namen Salomon-Inseln nach dem reichen biblischen König Salomo. Ab 1893 war Großbritannien Kolonialmacht, 1976 erhielten sie eine eigene Regierung und 1978 wurden die Salomonen unabhängig. Der flächenmäßig sehr große Inselstaat bezieht seine wirtschaftlichen Einnahmen aus der Land- und Forstwirtschaft. Landwirtschaftliche Exportprodukte sind Kopra, Palmöl, Muscheln, Tabak und Kakao, dazu kommt Edelholz als forstwirtschaftliches Produkt. Erheblichen Anteil an der Wirtschaft hat auch der Fischfang mit der Fischindustrie. Die Hauptstadt Honiara liegt an der Nordküste der Insel Guadalcanal. Sehenswert sind das Museum der Salomonen und das Chinesenviertel. Die Stadt bietet einen schön gelegenen Yachthafen und Sandstrände. Die Nordküste von Guadalcanal ist flach, hier verbindet die Inselstraße die Ortschaften. Der Süden hat eine Steilküste mit Riffen und Felsen. Die spitzen und zerklüfteten Berge im Inselinneren erreichen mit dem Makarakomburu eine Höhe von 2447 m. Imposant ist der Mataniko-Wasserfall, der mitten im Dschungel auch einer mit Stalakmiten bedeckten Höhle tosend durch das grüne Blätterdach in die Tiefe stürzt. Guadalcanal war im 2. Weltkrieg eine stark umkämpfte Insel. Überall finden sich noch heute Relikte, wie ausgebrannte Panzer und abgestürzte Flugzeuge, aus dieser Zeit. Vom ehemaligen Kontrollturm des Flughafens hat man einen schönen Überblick über die Insel. Guadalcanal hat ein gut ausgebautes Straßennetz mit Bus- und Taxiverkehr. Tauchmöglichkeiten bieten gesunkene Schiffe. Ein interessanter Ausflug ist eine Fahrt zu den Nachbarinseln mit einem Leihkanu. Sehenswert sind auch die anderen Inseln. Malaita ist am dichtesten besiedelt, Hier besteht auch ein gutes Straßenverkehrsnetz.lm Innern leben im undurchdringlichen Dschungel, von der Außenwelt isoliert, Buschleute. Hauptort ist Auki an der Südwestküste, an einer schönen Lagune gelegen. Von hier sollte man mit einem Boot das Pfahlbautendorf Lilisiana besuchen. In der Langa-Langa-Lagune, südlich von Auki, ist noch die Tradition der “Haifischrufer” erhalten. Die Haifische verkörpern die Geister der Ahnen. New Georgia liegt in einer großen Lagune mit guten Tauchmöglichkeiten. Auf dieser Insel werden besonders stark Tropenhölzer ausgebeutet. Haupthafen mitten in der Lagune ist Viru, von hier werden die Edelhölzer verschifft. Sehenswert sind die Dörfer um Lambete, der Inselhauptstadt. Gizo mit der gleichnamigen Hauptstadt der westlichen Salomonen ist ideal zum Erholen, Wandern, Schwimmen und Schnorcheln. Auf Choiseul gibt es eine große Missionsstation, auf Santa Isabel kann man schöne Lagunen und Wasserfälle besichtigen. Diese Inseln sind noch sehr unwegsam, hier gibt es keine Hotels, man übernachtet in Hütten und ist eingebunden in das Dorfleben. Die Salomonen haben ein dichtes Flug- und Schiffsnetz. Von Honiara erreicht man mit Frachtschiffen jede Insel. Von Honiara kann man nach Australien, PapuaNeuguinea, Hongkong und zu den Fidschi-Inseln fliegen.