Gabun

Gabun liegt im westlichen Äquatorialafrika, zwischen Kamerun und dem Festlandteil Rio Muni von Äquatorial-Guinea. Es ist dünn besiedelt und eines der reichsten Länder Afrikas. Der Name geht auf das portugiesische Wort „Gabäo” zurück, das Kapuze heißt und die Form der Flußmündung des Ogowe beschreibt. Das Land teilt sich in zwei Regionen, die schmale und leicht wellige Küstenebene und die Mittelgebirgslandschaft des Binnenlandes mit dem weitverzweigten Flußsystem des Ogowe. Das Klima ist typisch für diese Region des tropischen Regenwalds mit einer Luftfeuchtigkeit über 70 %, teilweise bis auf 98 % steigend. Das Land lebt von Erdöl, Holz (vor allem Okournä und Ozigo), Uran- und Manganerz. Aufgrund der starken Holznutzung sind große Teile des tropischen Urwalds heute zerstört und jetzt Sekundärwald. Die ursprüngliche Bevölkerung waren Pygmäen, heute sind nur noch wenige Restgruppen am Leben. Berühmt ist Lambaränä mit dem Urwaldhospital des Dr. Albert Schweitzer. Einen Besuch lohnen auch die zahlreichen Wildreservate und die Nationalparks Wonga bei Batanga und Petit-Loango. Sämtliche Großwildarten Afrikas sind hier vertreten, sowie Schimpansen und Gorillas. Die Hauptstadt Libreville wurde von den Franzosen 1849 gegründet, die als „freie Stadt” die befreiten Sklaven aus dem Kongo aufnahm. Mit Frachtern der Nautilus Line kann das Land von Marseille aus besucht werden. Viele Landesteile sind nur mit dem Schiff zu erreichen. Während der Regenzeit empfiehlt sich ein Verzicht auf das Auto. Lohnend sind die sehr billigen Sammeltaxis, auch bei Fahrten ins Umland.

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