Gambia ist der kleinste und ärmste Staat des afrikanischen Festlands. Es liegt in Westafrika entlang des Flusses Gambia und streckt sich 375 km tief in die Landmasse von Senegal hinein, mit dem es seit 1982 die Konföderation „nagambia” bildet. Gambia wurde 1447 von den Portugiesen entdeckt und ist seit 1965 selbständig. Das Klima ist tropisch, an der Küste kühler als im Landesinnern. Trockenzeit herrscht von Dezember bis Mai, während dieser Zeit weht der Saharawind Harmattan. Die Flußlandschaft ist flach mit stellenweisen Plateaus bis 200 m Höhe. Es gibt hier herrliche Sandstrände, an der Flußmündung wachsen Mangrovewälder, weiter im Inneren des Landes Palmen und Bambuswälder. Der einzig wichtige Exportartikel sind Erdnüsse, Reis ist Hauptnahrungsmittel. Zur Tierwelt des Flußgebietes gehören Flußpferde und Krokodile, in den Wäldern findet man Affen und eine reiche Vogelwelt, in der Savanne leben Leoparden, Hyänen, Schakale, Antilopen und Gazellen. Sehenswert ist der Baboon-Nationalpark, der auf einer Insel im Gambia-Fluß liegt. Nach Banjul, dem früheren Bathurst, kommt man günstig mit Frachtern der Polish Ocean Lines, die u.a. über Hamburg, Rotterdam und Antwerpen fahren. Ins Landesinnere fährt man mit Bussen und zweckmäßig mit Schiffen, gute Straßenverbindungen nach Senegal. Nach Banjul gibt es Tagesflüge von den Kanarischen Inseln aus. Flugverbindungen zu den Nachbarstaaten, der Anschluß an internationale Flüge erfolgt über Dakar im Senegal.
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