Mali

Mali, benannt nach einem mächtigen Großreich im Mittelalter, liegt in Westafrika und hat Grenzen zu Algerien, Niger, Burkina Faso, Cöte d ‘Ivoire, Guinea, Senegal und Mauretanien. Das Binnenland gliedert sich in zwei Regionen, die Sahara und das fruchtbare Nigerbecken, das im September nach der Regenzeit zu einem 40.000 qkm großen See zwischen Sägou und Timbuktu anschwillt. Alle Großwildarten Afrikas sind hier zu finden. Klimatisch liegt Mali am Rande der Tropen. Kennzeichnend sind 3 Hauptjahreszeiten, die Regenzeit von Juni bis September, die kühle Trockenzeit von Oktober bis Februar und die heiße Trockenzeit von März bis Juni. Während der heißen Trockenzeit weht meist ein heißer Nordost-Passat aus der Sahara, der Harmattan. Mali ist wirtschaftlich wenig entwickelt. Haupterwerbszweig ist die Landwirtschaft, hier besonders der Anbau von Hirse für den Eigenbedarf sowie Baumwolle, Vieh und Erdnüsse für den Export. Da Mali zum Teil in der Sahelzone liegt, wird es oft von Dürrekatastrophen heimgesucht Die meisten Straßen sind nur während der Trockenzeiten zu befahren. Der Niger ist zwischen August und Dezember bei genügend Wasserstand schiffbar. Sehenswert sind die Lehmmoscheen von Diennä und Mopti, die Lehmdörfer mit Kugeldachhütten der Dogon, ihre traditionellen Masken sind heute die Touristenattraktion. Das früher berühmte Handelszentrum Timbuktu ist heute unbedeutend. Der Flughafen Bamako-Sönou wird von internationalen Airlines angeflogen, im nationalen Flugverkehr fliegt die S.T.A. Mali mit De Havilland Twin Otter und Antonov 24. Zwischen Bamako und Dakar in Senegal besteht eine Eisenbahnverbindung.

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