Aug 5

Über Las Indias geht es zur Südwestküste, wo ins Meer geflossene Lavaströme eine schmale Ebene geschaffen haben. Heute dehnen sich in dem früher für die Landwirtschaft wertlosen Gebiet große Bananenplantagen aus. Die Bodenkrume mußte künstlich geschaffen werden; zu diesem Zweck fuhr man Lehm aus El Paso an, der dort in Gruben oberhalb des Ortes abgebaut wurde. Hier findet man einige der schönsten Strände La Palmas. Die Vulkanberge im Hintergrund halten die starken Nordostwinde weitgehend von der Küste fern, so daß Baden relativ gefahrlos möglich ist. Unterhalb von Las Indias gabelt sich die Straße. Ein Abstecher nach rechts führt zu dem Doppelstrand Playas de la Zamora. Nach etwa 1 km weist ein Schild zur Playa Chica, dem mit kaum 50 m Länge kleineren der sandigen bis kiesigen Zamora-Strände. Der zweite, nördliche Strand ist nur durch einen Felsvorsprung getrennt. An der Playa Chica stehen einige Ferienhäuser, ansonsten ist es hier außerhalb der Saison recht einsam. In Richtung Süden führt die Küstenstraße nach ca. 3 km zur Playa Punta Larga, einem grobkiesigen, zum Baden nicht sonderlich geeigneten Strand. Einheimische haben hier ihre schlichten Sommerhäuser errichtet, am Ufer liegen einige Fischerboote. Ein sehr einfaches Restaurant, wo man auf Holzbänken an langen Tischen direkt am Meer sitzt, offeriert fangfrischen Fisch. Pläne, das Gebiet von Punta Larga touristisch zu erschließen, wurden inzwischen zurückgenommen. Nach weiteren 2 km endet das Bananenanbaugebiet. Dahinter gelangt man zur völlig unbebauten Playa Nueva, einem sandigen bis kiesigen, etwa 250 m langen Strand, der erst nach 1971 zwischen zwei ins Meer geflossenen Lavaströmen des Tenegufa-Ausbruchs entstand. Über eine Steintreppe steigt man hinunter. Meist ist es hier sehr ruhig. Die Straße führt weiter zum Faro (>Leuchtturm<) an der Südspitze La Palmas, der Punta de Fuencaliente. Neben dem 1984 errichteten, rot und weiß gestreiften Leuchtturm (der übrigens als erster in Spanien mit Solarenergie betrieben wurde), steht ein kleinerer, heute nicht mehr genutzter Turm. Dieser war 1971 durch einen Lavastrom des Tenegufa bedroht. Kurz vor dem Leuchtturm kam die glutheiße Lava zum Stillstand. Die Fischer von Fuencaliente stifteten daraufhin eine winzige Kapelle für ihre Schutzpatronin, die Virgen del Carmen. Neben dem Faro de Fuencaliente liegt die einzige noch in Betrieb befindliche Saline von La Palma. Man gewinnt das Salz allerdings nur noch als Speisesalz für den Inselbedarf und nicht mehr für die Fischerei. Die Fische werden mittlerweile eingefroren, anstatt in Salz eingelegt, was eine längere Haltbarkeit garantiert. Die Produktion wird durch Subventionen aufrechterhalten. Westlich der beiden Leuchttürme gelangt man zur Playa del Faro, einem kleinen Sandstrand mit einigen Sommerhäusern und einer Strandkneipe. Wegen der starken Strömung ist das Baden nicht ungefährlich.

Aug 5

Die Republik Transkei liegt, aus 3 getrennten geografischen Teilgebieten bestehend, an der Ostküste Südafrikas, umschlossen von der Kapprovinz der Republik Südafrika. Die kleine Republik ist das erste, von Südafrika 1976 eingerichtete Bantu-Homeland, von dem es faktisch weiterhin völlig abhängig ist (80 % der Regierungseinnahmen rühren aus direkten Zahlungen Südafrikas). Die über 200 km lange Küste am südlichen Indischen Ozean ist noch weitgehend vom großen Tourismus unberührt. Das Klima ist gemäßigt subtropisch, mit heißen Südsommern. Die Transkei ist noch größtenteils agrarisch ausgerichtet, der Handel wird fast ausschließlich mit Südafrika getrieben. Von der Küstenebene über die Hochebene, mit der Hauptstadt Umtata, steigt das Land im Norden, an der Ostflanke der Drakensberge, bis auf knapp 3000 m an. Typisch für das Landschaftsbild sind die Rundhütten der Landbewohner.