Aug 21

Gallegos
Dem winzigen Ort sieht man seine frühere Bedeutung nicht mehr an. Einst lebten hier mehr Menschen als in Barlovento. Gallegos besaß einen kleinen Hafen, über den ein Großteil des Waren- und Personenverkehrs abgewickelt wurde, als der Norden La Palmas noch keinen Straßenanschluß nach Santa Cruz hatte und auf dem Landweg nur recht mühsam zu Fuß oder per Maultier zu erreichen war. Das kleine Zentrum liegt auf einem Bergrücken, von tiefen Barrancos und einigen Obstplantagen flankiert. Inmitten der Gassen mit einstöckigen, kanarischen Häusern liegt eine kleine Kirche.

Franceses
Noch abgelegener als Gallegos war Franceses mit seinen verstreut liegenden Häusern, das schon zum Gemeindegebiet von Garaffa gehört. Die Grenze wird durch den großen Barranco de Franceses markiert. Franceses (>Franzosen<) führt seinen Ortsnamen auf französische Piraten zurück, die hier einst einen Stützpunkt gehabt haben sollen. Seit Franceses an die neue Straße von Barlovento nach Garaffa angebunden wurde, ist es mit der Beschaulichkeit vorbei. Erhalten blieben zwar zahlreiche der kleinen, alten Natursteinhäuser mit den holzgedeckten Dächern, die früher für die gesamte Insel charakteristisch waren. Doch auch hier ist der Fortschritt nicht aufzuhalten: Viele alte Häuser müssen neuen weichen. Ethnologen haben jetzt erreicht, die letzten Häuser dieser Art unter Denkmalschutz zu stellen. Hinter Franceses windet sich die Straße bergan bis auf etwa 1000 m Höhe. Dort liegt der Weiler Casas Roque Faro, in dem ein Ausflugslokal sogar Fremdenzimmer vermietet.