Okt 7

Besuchsziele: Malecön — Hotel „Nacional” — Hotel „Habana Libre” und Aussicht — Calle 23 (La Rampa) — „Cubatur”-Büro — „Coppe- lia”-Eispalast — Gedenkstätte Jos6 A. Echeverria — Gedenkstätte Julio Antonio Mella — Universität von Havanna — Napoleonisches Museum — Montane-Völkerkundemuseum — Museum der Dekorativen Künste Westlich des Zentrums erstreckt sich der neue Stadtteil Vedado, in dem man heutzutage eine große Anzahl an Hotels, Restaurants, Geschäftshäusern, Niederlassungen von Fluglinien, Ministerien und anderen Regierungsinstitutionen findet. Die Vorort-Skyline mit Gebäuden wie dem Hotel „Nacional” am Ende der Uferstraße Malecön, dem Hotel „Habana Libre” und dem ,,Focsa” wird man von weitem gewahr; innerhalb Vedados kann man sich immer an solchen Bauriesen orientieren. Einen guten Blick über Havanna sollte man sich von den beiden obersten Stockwerken des Hotels „Habana Libre” aus verschaffen. Beim altehrwürdigen „Hotel Nacional” am Malecön beginnt die bekannte Calle 23, deren unterer Teil den Namen „La Rampa”trägt. Das kubanische Zentralbüro von „Cubatur”befindet sich in der Calle 23 Nummer 156. Geht man rund 200 Meter weiter hinauf, liegt linker Hand das „Habana Libre”, und rechter Hand blickt man auf den riesigen und im Grünen gelegenen Speiseeispalast „Coppelia”. Wann immer in Kuba etwas zum freien Verkauf ansteht, wie bei solchen Eisgeschäften, bilden sich auch dort riesige Schlangen. Auf ein Eis wartet man dann schon ‘mal zwei Stunden. Damit sich das Warten lohnt, kaufen viele Kubaner direkt zwei oder drei Eistüten auf einmal, und bald sieht man solch Gierige im Kampf und Balanceakt mit ihrem Eis — verständlich bei knapp 30 Grad im Schatten zur Mittagszeit… Über die Straße L gelangt man von der 23 aus an den Gedenkstätten zu Ehren von Jos ö A. Echeverria und von Julio Antonio Mella vorbei und befindet sich am Rande des Geländes der Universität von Havanna. Eine breite Treppe führt zum palastgleichen Hauptgebäude der Universität hinauf; leider werden an den Wochenendtagen Touristen von Wachtposten dort weggetrieben. Die historischen Wur zeln der Universität gehen auf das Jahr 1728 zurück.
In unmittelbarer Nähe des Haupteingangs zur Universität gelangt man zum Napoleonischen Museum (vgl. unter „Museen”) und zum Montane-Völkerkundemuseum (Museo Antropolögico Montane im Edificio Felipe Poey an der Calle Ronda). Ein weiteres Museum in Vedado ist das Museum der Dekorativen Künste (Museo de Artes Decorativas; vgl. unter „Museen”).

Okt 7

Festung El Morro — Leuchtturm — Ausstellungssäle — „Bateria de los Doce Ap6stoles — “Bateria de la Divina Pastora” — Festung San Carlos de la Cabaria — Ausstellungssäle — Kanonen- schußzeremonie täglich um 21 Uhr Riesige Mauern und vorgebaute Wachttürmchen, lange Gänge und tiefe Gräben, Kanonen und herrliche Blicke auf Altstadt, Zentrum und die Skyline von Vedado: Die El-Morro-Festung ist einer der faszinierendsten Besuchspunkte in Havanna. Der Fahrzeugverkehr in Richtung der Forts und auch in Richtung Habana del Este, Colimar und Playas del Este rollt ab dem Altstadtrand durch den unter der Hafenzufahrt angelegten Tunnel. In den Jahren zwischen 1589 und 1630 wurde die Festung El Morro — die spanische Langversion heißt Castillo de los Tres Santos Reyes Magos del Morro — an der Buchteinfahrt unter Leitung von Juan Bautista Antonelli und später unter dessen Neffen Cristöbal de Roda errichtet. Diese Festung war Zentrum des Widerstandes während des Angriffs und der Belagerung von Havanna durch die englische Kriegsflotte 1762. Der Leuchtturm, eines der Wahrzeichen der Hauptstadt, stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Wichtig zu wissen für Teilnehmer an organisierten Touren: Die recht hohen Eintrittspreise wie bei der El-Morro-Festung sind in der Regel nicht im Gesamtpreis enthalten. Innerhalb der Festungsanlage stößt man auf einige Ausstellungssäle (Museo de la Navegaciön, Museo del Faro, Museo del Morro). Man sollte es nicht versäumen, im Anschluß an den „Morro”-Besuch hinabzugehen zu der Reihe von historischen Geschützen, die unter den Namen „Bateria del Sol” und „Bateria de Ios Doce Apöstoles” bekannt ist. Wenige Hundert Meter vom „Morro” entfernt erstreckt sich die Festung San Carlos de la Cabaria über einen Hügel oberhalb der Wasserstraße Richtung Bucht und Hafen. Auf dieser anderen Seite er — aufgrund des spärlichen Verkehrs — keineswegs hektischen Hauptstadt fühlt man sich trotzdem in wohligem Abseits. Angenehm st auch ein Spaziergang sowohl unterhalb der Fortmauern (hier roßer Parkplatz, Restaurant „La Pastora”, die Geschützreihe „Bote- ria de la Divina Pastora”und lohnenswerter Aussichtspunkt) als auch Richtung des Hauptzugangs, den man durch Torbögen und über ‘eine alte Zugbrücke erreicht. Stilvoll: Im einstigen Burggraben gedeihen zahlreiche Anbaukulturen. Einige Monate nach dem Abzug der englischen Invasoren im ahre 1763 wurde mit dem Bau der Fortaleza San Carlos de la Cabaiia begonnen. 1 774 beendete man eine der größten spanischen Festungsbauten in der „Neuen Welt” mit einer imposanten Länge von rund 700 Metern. Das Fort wirkt wie eine kleine Stadt, und im Innern bieten sich kleine Besuchsziele an: Plaza de Armas, Museo de la Cabaria sowie Mose° de Fortificaciones y Armas (Ausstellungssäle). Eine alte Tradition hat sich bis heute erhalten: Täglich um 21 Uhr sor- gen Männer in historischen Trachten hoch droben auf der Festung und in Anwesenheit von Besuchern — es werden organisierte Touren über Cubatur angeboten — für den Kanonenschuß (Ceremonia tradicional del carionazo). Einst war der Donnerschlag das Signal, die Stadttore zu schließen. Heute nimmt man den Böller automatisch als Anlaß zur Kontrolle der Armbanduhr.