Plaza de la Revoluciön — Marti-Monument und Ge- denksäule — Nationalbibliothek — Nationaltheater — Postmu- seum/Philateliemuseum — Estadio Latinoamericano — „Kolumbus- Friedhof” (Cementerio de Colön) mit Grabpalästen und Marmormausoleen Einige Kilometer südlich von Vedado stoppt man bei Stadtrundfahrten immer an der Plaza de la Revoluciön im gleichnamigen Stadtviertel. Der Revolutionsplatz mit dem Jose-Marti-Monument und der über 100 Meter hohen Gedenksäule symbolisiert das moderne Havanna. Die Plaza de la Revoluciön ist Schauplatz von Massenveranstaltungen, und Reden des „mäximo lider” Fidel Castro haben immer wieder Zehntausende Menschen auf den ansonsten recht „toten Platz” gelockt. In den gewaltigen Baublocks rund um die Plaza sind unter anderem der Regierungspalast und verschiedene Ministerien untergebracht. Beachtung finden die Bauten der mit über einer halben Million Exemplaren bestückten Nationalbibliothek (Biblioteca Nacional) sowie des kubanischen Nationaltheaters (Teatro Nacional de Cuba). Ganz in der Nähe ist auch das Postmuseum/Philateliemuseum zu finden (siehe unter „Museen”). Einen Kilometer östlich der Plaza de la Revoluciön befindet sich mit dem Estaclio Latinoamericano ein bekanntes Sportstadion, das auch kubanische Leichtathletikgrößen wie den Läufer Alberto Juantorena und den Hochspringer Javier Sotomayor erlebt hat; die 1991 in Havanna ausgetragenen Panamerikanischen Spiele fanden allerdings in den neuerbauten Sportkomplexen östlich der Stadt (Richtung Cojimar) statt. Ein Besuch der Plaza de la Revoluciön läßt sich mit dem nahegelegenen „Kolumbus-Friedhof” (Cementerio de Colön) kombinieren. Der riesige Friedhof geht auf das 19. Jahrhundert zurück, und man besucht ihn heute in erster Linie wegen der gewaltigen Grabpaläste und der Marmormausoleen. Bekannte kubanische Persönlichkeiten wie der Schriftsteller Alejo Carpentier haben dort ihre letzte Ruhestätte gefunden.
Unter dem Namen Playas del Este versteht man jene Strände, die sich östlich von Havanna erstrecken und bis zum rund 60 Kilometer entfernten Jibacoa reichen. Die bekanntesten der lohnenswerten Strände bis dorthin heißen Bacuranao, El Megano, Santa Maria de) Mar, Boca Ciega, Guanabo, Jibacoa und Träpico. Organisierte Touren ab Havanna leiten vor allem zur Playa Santa Maria del Mar; ein Halbtagestrip kostet pro Person zehn US$. Nahe der Sandstrände und Orte, die man auch unter dem Begriff „Circuito Azul” (Azurblauer Umkreis) zusammenfaßt, stößt man auf vielfältige touristische Einrichtungen wie Hotels, Ferienkolonien, Restaurants, Cafeterias, Bars, Nachtklubs, Tauchschulen und Sportanlagen. Autoverleih („Havanautos”) ist an folgenden Stellen möglich: Hotel Marazul (Tel. 0-687-30 93), Hotel Itabo (Tel. 0-687-25 81), Villa Panamericana (Tel. 33 81 13), Villa Träpico (Tel. 5-692-83 612) sowie Villa Tararä (Tel. 81 42 67 und 33 50 28). Das Gebiet wird von den beiden Flußläufen des Itabo und des Guanabo durchschnitten; im Hinterland liegen die Lagunen La Coca, La Zarza, Cobre (auch Santa Maria del Mar) und Veneciana. In der Küstenvegetation kommen Kokospalmen und Mangroven vor. Die Jahresdurchschnittstemperatur an den Playas del Este liegt bei 25 Grad. Die Qualität der Strände kann mit der in Varadero konkurrieren. Besonders die nahe Havanna liegenden Strände (Bacuranao, El Megano und Santa Maria del Mar) werden auch stark von den Kubanern frequentiert. In den fünfziger Jahren wurden die Playas del Este von der Bourgeoisie als exklusive Ferienzonen entdeckt und „Privatstrände” angelegt, deren Betreten den Einheimischen verboten war. Nach der Revolution 1959 wurden solche Maßnahmen für elitäre Grüppchen rückgängig gemacht. Im März 1993 wurden auch die Playas del Este von den schweren Stürmen heimgesucht. Bacuranao, im Jahre 1762 Landeplatz englischer Invasoren, ist 15 Kilometer von Havanna entfernt an einer kleinen Bucht gelegen. Hier gibt es die Feriensiedlung „Villa Bacuranao” und den Freiluftclub „Los Caneyes”. Es werden Tauchausflüge zu Resten von gesunkenen Schiffen angeboten. Sieben Kilometer östlich von Bacuranao beginnt eine langgestreckte Strandzone mit den Orten und gleichnamigen Stränden El Megano und Santa Maria del Mar. In El Megano existieren die beiden Feriensiedlungen „Los Pinos” und „Megano”; nahe der Avenida Las Terrazas kann man sich Fahrräder und Mofas ausleihen; für eine Stunde Fahrradausleihe bezahlt man zwei US$, für eine Stunde mit dem Mofa fünf US$. Santa Maria del Mar ist der größte, bekannteste und am meisten besuchte Strand der Playas del Este. Santa Maria del Mar hat einige Hotels wie „Marazul” und „Atläntico” sowie die Feriensiedlung „Las Brisas” zu bieten, die rund einen halben Kilometer vom Strand entfernt liegt und von wo aus man Panoramablicke in Richtung Meer hat. Bekannt sind die Nachtklubs bzw. Bars „Mi Cayito”, „Pinomar” und „Havana Club”. Am östlichen Ortsrand (Übergang Richtung Boca Ciega) stößt man auf die romantische Laguna del Cobre, auch bekannt unter dem Namen Laguna Santa Maria del Mar (Ruderbootverleih). Hinter der Mündung des Itabo-Flusses ins Meer beginnt der Strand von Boca Ciega, der dann übergeht in den Strand von Guanabo. Der populäre Küstenort Guanabo kann mit Nachtklubs und einfachen, kleinen Hotels aufwarten, die traditionell von den Kubanern belegt werden. Verläßt man den ursprünglichen Fischerort Guanabo gen Osten, gelangt man etwa 60 Kilometer hinter Havanna an den Strand von Jibacoa, nachdem man an schroffer Küstenszenerie vorbeigefahren ist. Man stößt hier auf eine Ferienkolonie und einen Campingplatz sowie auf einen Fahrradverleih nahe der Flußbrücke. Östlich von Jibacoa gelangt man zum kleinen, aber feinen Strand von Tröpico (Arroyo Bermejo), der von einem grünen Hügel begrenzt wird. Die Feriensiedlung „Träpico” bietet Unterkunft. Es ist möglich, Wassersportgerät und Pferde auszuleihen. Ab Havanna werden auch „Seafaris” Richtung Playa del Este angeboten, Bootsausflüge mit Angel- und Schnorchelmöglichkeiten in Küstennähe. Für eine sechsstündige Tour (z.B. ab „Marina Venecia- na”) muß man mit rund 50 US$ pro Person rechnen.