Okt 9

Rund um den Bahnhof (Estaciön Central de Ferrocarriles) eröffnen sich weitere kleine Besuchsziele. Dazu rechnen Reste der alten Stadtmauer am Parque de los Agrimensores (zwischen Avenida de Belgica und Agramonte), die Gebäude der geschichtsträchtigen Tabakfabriken „Calitxo Löpez” und „Pedro Murias” (beide an der Calle Agramonte) und der Palacio de Balboa (Avenida de Belgica Nummer 606). Nicht vergessen darf man das Geburtshaus des Nationalhelden Jos e Marti (vgl. dazu unter „Museen”). Rund um die Plaza Vieja am Südrand Alt-Havannas liegt die von den Straßen Brasil, Mercaderes, Muralla und San lgnacio begrenzte Plaza Vieja, die bereits im 16. Jahrhundert angelegt wurde und in den beiden darauffolgenden Jahrhunderten ein urbanes Zentrum ersten Ranges war. Zu jener Zeit entstanden mächtige Herrenhäuser im Einzugsbereich des Platzes, zu denen die Casa de las Hermanas Cärdenas, die Casa de Juan Rico de Mata, die Casa de los Condes de Jaruco, die Casa de los Franchi Alfaro, die Casa de Martin Felix de Arrate, die Casa del Conde de Lombillo sowie die Casa del Conde de San Esteban de Cahongo zählten. Die meisten solcher Paläste und Herrenhäuser werden heutzutage anderweitig genutzt und sind nicht zur Besichtigung von innen freigegeben. Seine einstige Bedeutung besitzt der „Alte Platz” längst nicht mehr. Eine Vielzahl an mehr oder weniger erhaltenen Palästen und Herrenhäusern findet sich verstreut im Stadtgebiet. Zu diesen Bauwerken zählen: Palacio de Aldama (Mitte 19. Jahrhundert; Avenida de Bolivar Nummer 1 nahe dem Parque de la Fraternidad), die restaurierte Casa del Conde Barreto (1732; Oficios Nummer 362), Casa de Aröstegui (1754-59; Tacön Nummer 4), Palacio del Arzobispado (erste Hälfte 19. Jahrhundert; Habana Nummer 152), Casa de Tacön (17. und 1 8. Jahrhundert; Tacön Nummer 12), Palacio de Villalba (1874-79; Avenida de Belgica Nummer 504), Palacio Zuazo (18. Jahrhundert; Compostela Nummer 651) sowie der Palacio Velasco (Jahrhundertwende; Cärcel Nummer 1), in dem heute Spaniens Botschaft untergebracht ist. Weitere historisch bedeutsame militärische Festungsbauten sind der Castillo de Santo Domingo de Atares (Calle Fäbrica, zwischen Arroyo und Gancedo), der Castillo de Santa Dorotea de Luna de la Chorrera (Calzada y 20, Vedado), der Castillo de Principe (Calle F, Vedado) und die kleine Festung von Cojimar.

Okt 9

Eine der landschaftlich schönsten Gegenden der Insel eröffnet sich rund 180 Kilometer südwestlich von Havanna um die Provinzhauptstadt Pinar del Rio und das von Tabakanbau geprägte Tal von Virales. Ab Havanna hat man Gelegenheit, an einer organisierten Tagestour (Preis 39 US$ pro Person) teilzunehmen; samstags und sonntags sollte man auf die preiswerten Exkursionen (US$ 30) verzichten, da dann der Besuch einer Tabakfabrik entfällt. Tabaksaison ist generell zwischen Mai und Oktober. Manche Touren in den Westen Kubas schließen Abstecher nach Soroa (Kaffeeanbaugebiet, Heilbäder, Wasserfall, beeindruckender Orchideengarten), in den La-Güira-Nationalpark (reiche Waldareale) und in den Schwefelquellenort San Diego mit ein. An den Ausläufern der Sierra de los Organos ist die rund 130.000 Einwohner zählende Provinzhauptstadt Pinar del Rio gelegen, die touristisch von geringem Interesse ist. Bekannteste Bauwerke sind der Palacio Guasch (hier Naturwissenschaftliches Museum) und das Teatro Jos e Jacinto Milanes in der Calle Marti. Durchaus interessant ist ein Besuch des Tabakmuseums; vom 18. Jahrhundert an hatte die Gegend um Pinar del Rio große Bedeutung beim Tabakanbau. Ab Pinar del Rio führt die Route Richtung Norden und tief hinein in die Sierra de los Organos, deren landschaftliche Wahrzeichen die „mogotes” genannten Kalksteinkegel sind. Experten meinen, im Viriales-Tal werde der beste Tabak der Welt angebaut — Grundstock für die Produktion der bekannten „Havannas”. Sehenswürdigkeiten im Viriales-Tal sind — neben den Tabakfabriken — das Heilquellenörtchen San Vincente, die Cueva del Indio („Indio-Höhle”) mit ihrem unterirdischen Fluß (Bootsfahrt), die Cueva de San Miguel („San-Mi- guel-Höhle”) und der Mural prehistörico („Mauer der Vorgeschichte”) mit seinen im Auftrag der Akademie der Wissenschaften bemalten Motiven. Wer ab Havanna nur den Besuch einer Tabakfabrik bevorzugt, braucht nicht so weit zu fahren. Man kann an einer dreistündigen Tour zur Tabakfabrik „Partagas” westlich von Alt-Havanna (Industria, zwischen Barcelona und Dragones) teilnehmen; der Richtpreis liegt bei US$ 15 pro Person.