In Kubas Oriente, dem Ostteil des Landes, liegt die Provinz Holguin mit ihrer gleichnamigen Hauptstadt. Mittlerweile haben Charterflüge aus Deutschland c9ch Holguin zum Ziel; Tagestouren inklusive Flug kann man ab Ha anna und Varadero aus starten (ab US$ 86 pro Person). Der Attraktionswert von Holguin-Stadt ist gering (Stadtmuseum, Naturwissenschaftliches Museum). Als Besuchsziele in dieser traditionellen Region der Zuckerrohrfelder stehen die nördlichen Strände an erster Stelle. Dort hat Christoph Kolumbus im Jahre 1492 erstmals den Fuß auf heutiges kubanisches Terrain gesetzt. Freunde traumhafter- Karibikstrände kommen an den Stränden von Guardalavaca, Estero Ciego und Don Lino auf ihre Kosten. Besonders bekannt ist der feinsandige Strand von Guardalavaca. Dortige Hotels bieten vielfältige Sportmöglichkeiten (Tennis, Segeln, Schnorcheln, Tauchen, Reiten, Fahrradverleih etc.) an. Auf den Ausflugsplänen vor Ort findet man Delphin-Shows im nahen Aquarium, Bariay (Kolumbus-Landeplatz), Mayari (Kalksteinhöhlen), Banes (Völkerkundliches Museum) und das Trauminselchen Cayo Saetia vor der Bucht von Antilla. Viele sehen in Santiago de Cuba die schönste Stadt auf der Zuckerinsel. Die mit knapp 400.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt der Republik wird heute auch per Charter von Deutschland aus angeflogen; eine Tagesexkursion nach Santiago kann man in Havanna und Varadero buchen (ab US$ 139 pro Person inklusive Flug). Die Provinzhauptstadt Santiago liegt an einer geschützten Bucht an der Südostküste, wurde im Jahre 1514 von den Spaniern gegründet und war im 16. Jahrhundert vorübergehend Hauptstadt des gesamten Landes, bis sie von Havanna abgelöst wurde. Im Laufe der Zeit war Santiago Schauplatz von Überfällen französischer und englischer Piraten. Revolutionsbegeisterte haben ihr den Beinamen „Heldenstadt der Republik Kuba” gegeben, denn die Umsturzbewegungen durch Castro und Co. in den fünfziger Jahren fanden breite Unterstützung durch die Bevölkerung. Am 26. Juli 1953 bereits hatten Fidel Castro und einige Getreue versucht, die Moncada-Kaserne zu stürmen, doch die Aktion schlug fehl. Noch heute ist jener Tag Feiertag in Kuba und wird als „Tag der Rebellion” feierlich begangen. Lebhaft gefeiert wird aber auch beim Karneval im Juli. Die zwischen Santiago-Bucht und den Ausläufern der Sierra Maestra gelegene Universitätsstadt erstreckt sich über mehrere Hügel und hat ihren Mittelpunkt im Parque Cespedes. Am Rande des Parks steht die 1522 begonnene Kathedrale, die unter Piratenübergriffen, Feuern und Erdbeben leiden mußte und in den dreißiger Jahren umfassend restauriert wurde. In unmittelbarer Nähe des Sakralbaus gelangt man an das Haus des Stadtgründers Diego Veläzquez, in dem heute das Museum für Kolonialkunst untergebracht ist. Das Veläzquez-Grab befindet sich im übrigen in der Kathedrale. Zu den Sehenswürdigkeiten rund um den Cespedes-Park rechnet auch das Rathaus (Ayuntamiento). Beim Streifzug durch Santiagos zuweilen recht steile Straßen — oftmals sorgen Hitze und Schwüle für Schweißströme — mag man folgende Besuchsziele aufsuchen: Che-Guevara-Monument, das Haus des 1905 verstorbenen Dichters Josö Maria de Heredia (Casa Heredia), das Archäologische Museum „Bacardi”, das „Haus der Troubadoure” (Casa de la Trova) und natürlich die pittoreske PadrePico-Straße (Calle Padre Pico). Im erweiterten Bereich des Zentrums liegen die einstige MoncadaKaserne mit Revolutionsmuseum, der Friedhof Santa Ifigenia im Distrikt Jose Marti mit den Gräbern wichtiger Freiheitskämpfer (Jose Marti, Carlos Manuel de Cespedes, Frank Pais etc.), das Museum „Hermanos Pais” und einige Kilometer südlich der Stadt oberhalb des Buchtauslaufs Santiagos „Prunkstück” unter den Besuchszielen: das Fort El Morro. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde diese Festungsanlage errichtet, von der aus sich Panoramablicke auf Küstenabschnitte und Bergrücken bieten. Die Festunganlage beherbergt das Piratenmuseum (Museo de la Pirateria).
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