Apr 29

Indonesien , nördlich und nordöstlich Australiens und südlich und südöstlich der Hinterlndlschen Halbinsel und der Philippinen. Das Staatsgebiet umfaßt über 13.000 inseln (offiziell 17.508, Stand 1994). rund 6000 davon bewohnt, und zieht sich über 5150 km entlang des Aquators.
Der größte inselstaat der Erde zieht sich vom westlich gelegenen Sumatra über die Happtinsel Java, die Kleinen Sundainseln, ist zum Westteil Neuguineas, irian Jaya. Uber die Molukken, Suiawesl und Kalimantan (auf Borneo) führen die, nördlich gelegenen, insetn in westlicher Richtung nach Sumatra zurück. 5 große Inseln und etwa 30 kleinere Archipei bilden das Inseireich, das sich in 27 Provinzen und spezielle Territorien und 4 900graflsche Gruppen teilt: Die Großen Sunda-insein (Sumatra, Java, Kahmantan, Suiawesi), die Kleinen Sunda-Inseln (Bali bis Timor), die Moiukken (zwischen Sulawesi, irlan Jaya und Timor) und irian Jaya. -
Bis heute ist die 1975 erfolgte Annektion OstTimors international nicht anerkannt, es kommt
dort immer wieder zu Auseinandersetzungen. Mit Kalimantan, Celebes und Irian Jaya umfaßt Indonesien immer noch das drittgrößte Regen- waldgebiet der Erde.
Im niederschiagsärmeren Osten herrschen Savannen und Monsunwälder vor. Sumatra, Java und die Kiemen Sundainseln liegen auf einem ausgesprochen aktiven Vulweitertührt.
im 16. Jh wurde der indonesische Archipel zuerst von den Portugiesen, gefolgt von den Briten, wegen der dort vorkommenden Gewürze (Nelken, Pfeffer ua.) für den Handel entdeckt. Ab 1602 regierte die Niederländische OstindienCompany bis Ende des 18. Jh. das Gebiet, von 1816 bis 1941 war Indonesien niederländischer Besitz und wurde schließlich 1949 endgültIg unabhängig.
Das Klima ist generell tropisch feuchtwarm, mit Temperaturen um die 26°. mit viel Regen über das Jahr verteilt, wobei der Ostteil der jeweiligen Insel regenärmer ist. Da es weder Herbst noch Winter gibt, teilt sich das Klima in “trockene“ und “feuchte“ Jahreszeiten, Von den rund 170 Millionen lndonesiern, vorwiegend Maiayen, im östlichen Teil Melanesier und Polynesier, leben fast 100 Miflhoneri auf der Insel Java, die auch verkehrstechnisch am besten entwickelt ist. Die Aussiedelungspohtik der Regierung, hauptsächlich nach Kahmantan, irian Jaya, bringt große Umwelt- und Anpassungsprobleme mit sich. Weite Teile der Regenwälder Sumatras, Borneos. Celebes und Irlan Jayas fallen mehr und mehr der Abholzung und der Besiedelung zum Opfer.Die artenreiche asiatische Tierwett umfaßt Elefanten. Panzernashörner, Tiger und OrangUtans, neben zahlreichen Papageien- und Affenarten. Vulkangürtel, der über Suiawesi zu den Philippinen Der östliche, australische Teil, der einen Teil der Molukken und Neuguineas umfaßt, beheimatet Lemuren, Beuteltiere, Schnabeltiere und Paradiesvögel.
Indonesiens kulturelle und landschaftliche Vielfalt (zahlreiche, noch tätige Vulkane) machen es zu einem faszinierenden Reiseziel.
Touristisches Haupiziel des Archipels ist nach wie vor die hinduistische Insel Bali (drei Viertel der Bevölkerung Indonesiens sind Moslems), danach Java mit seinen Kulturdenkmälern, sowie Sumatra, Borneos indonesischer Teil, Kalimantan, Sulawesi, die Molukken und Irian Jaya, Inseln mit Regenwäldern, reißenden Flüssen und Eingeborenendörtern. Letztere Inseln entsprechen, abseits der Küstenorte, noch in vielem unseren westlichen Vorstellungen von ursprünglichen, eingeborenen Formen sozialen Zusammenlebens.
Java, Ball und Hauptsiedlungsgebiete Sumatras sind verkehrstechnisch gut erschlossen. Haupt- verkehrsmittel sind neben Taxis und Bussen die Bemos, Kleinbusse für mittlere und Uberlandstrecken. In Jeder Stadt gibt es einen oder mehrere Bemo-Bahnhöfe.
Auf den übrigen Inseln sind, aufgrund geograf 1- scher Gegebenheiten, Flugzeug und Schiff Hauptverkehrsmittel. auf Java auch die Bahn.
Irlan Java (421.981 km‘, 2,3 Mio E)
Irian Jaya, die westliche, feuchthelße Hätfte der Insel Neuguinea, bildet den östlichen Abschluß Indoneslens. Der Inseltell stellt mehr als ein Fünftel der Landfläche der lnselrepubllk, aber nur knapp 1,5 Millionen E.
Der Großteil Westneuguineas besteht aus tropischem Regenwald Mangrovesümpfen, hohen, schneebedeckten Bergen mit Gletscherseen (!). Die noch weitgehend unzugängliche Insel ist reich an Bodenschätzen (di, Gold, Kupfer, Nickel) hat aber, bis auf einige Küstengebiete, wenige fruchtbare Böden.
Neusledlungen gibt es an den Küsten, hier leben auch die melanesischen Urbewohner, während im Hochland Papuastämme leben.
Die Insel wurde 1527 von Portugiesen entdeckt, danach von den Spaniern und schließlich den Niederländern übernommen. 1962 annektierte Indonesien Westneuguinea.
Irian Jaya hat heißes und feuchtes Klima an den Küsten, im Hochland ist es gemäßigt.
Agrarprodukte sind Tee, Kaffee) Palmenprodukte und Kautschuk.
Urbevölkerung sind die Papuas. Wie im Nachbarstaat Papua-Neuguinea gibt es hier noch vereinzelt rituelle Maskentänze, wichtigster Schmuck sind neben Tonmasken Federn der zahlreichen Paradiesvogelarten, die typisch für die Insel sind.
Die Tierwelt ist australisch) mit Beuteltieren, Lemuren, Papageien, Paradiesvögeln, Schnabeltieren.
Touristen benötigen eine Polizeierlaubnis aus DJakarta oder der Hauptstadt Jayapura. Am besten eignen sich Ausflüge mit dem Schneliboot oder Kieinfiugzeugen zu den zahlreichen Sehenswert sind historische Stätten aus dem II. Weltkrieg und Besuche von Eingeborenendörfern (an die 300 Papuastmme leben an den Flüssen und im Hochland). Weitere Sehenswürdigkeiten sind Jayapura (die nordöstliche Hauptstadt liegt auf Hügeln um die Bucht gruppiert), Lake Sentani (westlich von Jayapura liegt der Ausflugssee, hier kann man das traditionelle Leben der Menschen der Region beobachten), Biak (Marinebasis), Manokwarl, Sorong, Merauke.
Wichtigste Verkehrsmittel sind Boote und das Flugzeug. Uberlandstraßen fehlen weitgehend, obwohl sich das Bild an den Küsten in den letzten Jahren dramatisch geändert hat. Aufgrund des Tropenhoizabbaus und der reichen Bodenschätze entstanden zahlreiche Siedlungen mit Häfen und Flugplätzen, Dlemels TIp: Biak, Insel und Stadt in der
großen nördlichen Bucht Westneuguineas, mit seinem Strand, dem Basar und dem Fischmarkt. Jayapuras “Panzerstrand“ zeigt mangroveüberwucherte Landefahrzeuge aus dem Ii. Weltkrieg, die meisten dienen praktischerwelse als Ställe. Die große Moschee und das Museum mit Eingeborenenkunst in Arapura. Sentanisse, südwestlich der Hauptstadt, Java (132.187 km2, 112 Mb E) Java, amtlich Jawa, in der Mitte des indonesischen Archipels gelegen, ist die kleinste der Großen Sundainseln und die Hauptinsel lndonesiens. Hier leben in den größten Städten mehr als 100 der rund 170 Millionen E des Landes , Die Insel ist überwiegend gebirgig (bis 3676 m), mit zahlreichen tätigen und erloschenen Vulkanen. Die Insel ist sehr fruchtbar, was ihr den Beinamen “Garten des Ostens“ einbrachte, allerdings auch zum Problem Uberbevölkerung beitrug. Nach der Kolonisation durch die Niederländer Ende des 18. Jh. sorgte deren Plantagenanbau für ein rasantes Wachstum der Bevölkerung von 3,5 Mio auf rund 3D Mio innerhalb von 1 DO Jahren. Das Klima ist tropisch feuchtwarm. Im Osten gibt es noch lichte Teak- und Monsunwaldbestände sowie Mangroven. Haupterzeugnisse sind Tabak, Kaftee, Tee, Reis und Kautschuk. Traditionelles Handwerk (Silberschmiede-, Batik-, Hoizschnitzkunst) ist weitverbreitet, Begonnen wird ein Java-Aufenthalt In der Regel In der Hauptstadt Ojaliarta, dem ehemaligen Batavla, heute eine Stadt krasser sozialer Gegensätze. Neben zahlreichen Museen lohnt ein Ausflug zu den “Tausend Inseln“ (Pulau Seribu) in der Bucht von DJakarta, dem Urlaubsparadles der Metropole. Zur Hauptstadt Westjavas, Bandung, führt die Straße (Auto, Bus) an Bergen, Reisfeidern und kleinen Ferien- orten vorbei. (Präsldentenpaiast von Bogor, anno 1745, Zoologisches Museum von Bogor). Die große Moschee Bandungs ist ganz aus Holz Wichtigste Eindrücke für Besucher Javas sind darüber hinaus die satten Reisterrassen, Kokos-, Kautschuk- und Teepianta
gen, oft überragt von Tradit. iavanlscfle Schauenrigur qualmenden Vulkankegeln.
Der Kulturtourist erfreut sich an Gamelan- und Kecapimusik sowie Theater-, Scherenschnitt- und Holzpuppenauftührungen.
Ostjava besitzt ebenfalls eine Reihe von Tempeln, Seen, Vulkanen sowie malerische Strände. Berühmt ist der Zoo von Surabaya, die Stierrennen auf der vorgelagerten Insel Madura (Aug.Dkt.), die mitternächtliche Opferzeremonie auf dem Krater des Bromo (3 Std. von Surabaya, Eselsritt zum Kraterrand).
Weitere Sehenswürdigkeiten sind Sangiran, bei Surakarta (Fossillenfunde des prähistorischen Java-Menschen und 4 m hoher Elefanten), Tempel am Mt. Ungaran (8. Jh., Gedong Songo Tempel, mit herrlicher Aussicht), die Tropfsteinhöhlen von JatiJajar (20 km von Gombong), das Dieng Plateau (4 Std. von Semarang, älteste Hindutempel Javas) und der Karimunjava Archipel (vor Semarang an der Nordküste), ein Korallenparadies mit herrlichen Stränden.
Yogyjakarta an der zentralen Südküste ist Ausgangspunkt nach Borobudur. In der Stadt selbst gibt es zahlreiche Tempel und Paläste (Hadiningrat Palace, Water Castle, Prambanan (Javas schönster Hindutempei, 17 km außerhalb), Kalasan und San (buddhistische Tempel, 16 km außerhalb), Kasongann ist ein Künstler- dorf (Töpferei), Im Osten der Stadt liegt das Batik Research Centre. Am Parang Tritis Beach feiern die Sultane der Stadt Jährlich das Labuhan-Fest. Die Tempeifestung Borobudur wurde in den 80er Jahren mit deutscher Hilfe restauriert, sie ist die drittgrößte Buddha-Tempelaniage nach Angkor Wat (Kambodscha) und Schwedagon (Myanmar).
Von Djakarta aus bestehen Zug- und Busverbindungen über Vogyjakarta bis zur Ostküste (Fähre nach Bali). Die Hauptstadt und Surabaya im Osten sind Indonesiens wichtigste Häfen mit Fährverbindungen zu allen anderen Inseln.
Kalimantan (539.460 km², 9,7 Mio E)