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Bombay, mit 12,5
Mill. Einwohnern die größte Stadt Indiens, gilt als die
„europäischste" Großstadt des Landes, weil sich hier die
Einflüsse des Westens seit dem 16. Jahrhundert, als die Stadt
von den Portugiesen erworben wurde, am stärksten auswirken.
Die Lage rechtfertigt den Namen bum bakt, „Schöne Bucht".
Sehenswürdigkeiten: Der Marine Drive
ist die Prachtstraße Bombays (3 km lang, 40 m breit).
Von den Hängenden Gärten auf dem Malabarhügel genießt man den
schönsten Stadtrundblick. Gegen Norden sieht man das Gelände
der Türme des Schweigens, wo
die Parsen ihre Toten auf Lattenrosten den Raubvögeln
preisgeben, da sie Feuer, Erde und Wasser nicht mit Totem
„beschmutzen" dürfen.
Im Stadtzentrum fallen die Universitätsund Verwaltungsgebäude
(19. Jh.) im neugotischen oder indosarazenischen Stil auf. Der
Rajabai-Turm, 78 m hoch, östlich der Oval genannten
Grünfläche, wurde über der Universitätsbibliothek errichtet.
Der Walkeshwar-Tempel ist Wallfahrtsort einer Hindu-Sekte.
Eine Anzahl von Kirchen, darunter auch viele katholische,
erinnern an die lange Präsenz der Portugiesen an der Westküste
Indiens (bis 1961). Das Victoria-Museum berichtet über die
Geschichte der Stadt; ein Steinelefant aus Elephanta wurde vor
dem Eingang aufge-
stellt. Das Prince of Wales Museum, ein indosarazenischer
Kuppelbau, bietet se- henswerte Hindu- und buddhistische Aus-
stellungsstücke.
Eine kurze Motorbootfahrt führt vom Ga- teway to India zur
Insel Elephanta im Osten von Bombay, wo in einem Höhlentempel
(7. Jh.) eine Skulptur von höchster künst- lerischer
Vollendung, der dreiköpfige Shiva ( Trimurti) besichtigt wird.
AURANGABAD • ELLORA AJANTA
Aurangabad (500000 Einw.) liegt 375 km östl. von Bombay; man
kann es in 80 Flugminuten oder mit der Bahn (Nacht- fahrt)
erreichen. Die Stadt selbst beher
bergt das Grabmal Bibi-ka-Maqbara (1680), das Aurangzeb für
seine Lieblingsfrau nach dem Vorbild des Taj Mahals errichten
ließ. Ein Ausflug nach Ellora (30 km) führt zum bedeutendsten
Höhlentempel Indiens, dem Kailash, und weiteren 33
Felsen-Kultstätten (4.-13. Jh.).
Eine weitere Fahrt unternimmt man nach Ajanta (105 km) zu den
29 Felsenklöstern der Buddhisten (2. Jh. v. Chr. — 7. Jh. n.
Chr.), die einen Querschnitt durch 1000 Jahre buddhistischen
Kultlebens bieten; die vielgestaltigen Fresken von Ajanta sind
weltberühmt.
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