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Lage: Brasilien
liegt am Atlantischen Ozean und grenzt nach dem Innern des
südamerikanischen Subkontinents hin an alle Länder
Südamerikas, ausgenommen Ecuador und Chile. Brasilien ist der
fünftgrößte Staat der Erde und so groß wie alle übrigen
südamerikanischen Staaten zusammen.
Das Reiseziel Brasilien verbinden die meisten Touristen primär
mit der Stadt Rio de Janeiro und der „grünen Hölle am
Amazonas.
Mit dem Bild von Rio de Janeiro sind der Zuckerhut, der „Carneval"
und der Strand von Copacabana und Ipanema verknüpft, Silo
Paulo ist als die am schnellsten wachsende Stadt der Erde
bekannt. Ferner setzen Akzente die modernen Bauten der neuen
Hauptstadt Brasilia und die IguacuWasserfälle.
Der sehr unterschiedliche Charakter dieser touristischen
Attraktionen spiegelt die Vielseitigkeit des Landes, das bis
auf die Randgebiete für den Tourismus noch eine weiße Fläche
ist. Brasilien bietet eine ungemein reichhaltige Palette an
Naturlandschaften: die weiten immerfeuchten Regenwälder
Amazoniens, Dornbuschsavannen und Araukarienwälder im
Südwesten des Landes, die an Bodenschätzen reichen
Waldregionen im Brasilianischen Bergland
und das gigantische Feuchtgebiet des Pantanal, das durch die
Ausdehnung der Weideflächen als einzigartiges Rückzugsgebiet
vieler vom Aussterben bedrohten Tiere gefährdet ist. Aber auch
das ist brasilianische Gegenwart — die Elendsviertel, die
ringförmig um die Metropolen wachsen, die Not der Landarbeiter
im Nordosten, die teilweise noch in feudaler Abhängigkeit
leben, die Rodung des Regenwaldes und die vor der Ausrottung
stehenden Indianer ins Amazonasgebiet.
Reisewege: Rio de Janeiro (Aeroporto Internacional) und Säo
Paulo (Aeroporto de Viracopos) sind von Frankfurt/Main, Genf
und Zürich aus im Direktflug zu erreichen (12.14 Stunden). Die
Häfen von Rio de Janeiro und Santos werden u. a. von den
Frachtschiffen der Polish Oceanlines und Blue Starline
angelaufen.
Staatsform: Brasilien ist eine präsidiale Bundesrepublik, die
sich in 24 Bundesstaaten, 3 Territorien und einen
Bundesdistrikt (Brasilia) gliedert. Die Regierungsform ist ein
Parlament mit 2 Kammern, wobei dem Präsidenten besondere
Vollmachten zukommen. Nach der Militärherrschaft von 1964-1985
hat Brasilien heute nunmehr wieder einen demokratisch
gewählten Präsidenten.
Bevölkerung: Sie setzt sich aus Weißen (55%; hauptsächlich
portugiesischer, spanischer, italienischer und deutscher
Abstammung), Mulatten (38%), Schwarzen (6%), Indianern und
Asiaten (insgesamt I %) zusammen. Landessprache ist
Portugiesisch, das gegenüber dem in Portugal gesprochenen
Portugiesisch vor allem in der Aussprache Besonderheiten
aufweist. Die Bevölkerung ist zu etwa 90% katholisch.
Verkehrseinrichtungen: Angesichts der immensen Ausdehnung des
Landes empfiehlt sich bei Reisen über größere Entfernungen das
Flugzeug. Auf den Strecken Rio-Säo Paulo und Rio- Belo
Horizonte -Brasilia besteht eine Art Pendelverkehr. Das
Eisenbahnnetz ist relativ unbedeutend. Effektiver ist das
dichte Omnibusnetz.
Speisen und Getränke: Die Feijoada Completa ist eine
brasilianische Spezialität; sie besteht aus gedämpften
Schwarzbohnen und reichlich Fleisch - und ist nicht gerade
leicht verdaulich. Ausgezeichnet sind auch die Empadinhas de
Camaräo (Krabben, Oliven und Palmenmark). Der mit Fruchtsäften
gemischte Zuckerrohrschnaps wird cachafa genannt und als
batida (mit Fruchtsaft) oder caipirinha (mit Zitronensaft)
gereicht. Nach dem Essen ist ein cafizinho obligat.
Umgangsformen: Im Vergleich zu Mitteleuropa sind die
brasilianischen Umgangsformen weniger förmlich und
konventionalisiert, werden eher von Spontaneität und
„Körperlichkeit" geprägt. Legt der Brasilianer einem z. B. im
Gespräch die Hand auf oder um die Schulter, so ist das nicht
als Zudringlichkeit mißzuverstehen.
Das Du wird inflationär gehandhabt; aussagekräftiger ist eine
Einladung zum „cafe.- zinho", die auszuschlagen unhöflich
wäre. Stärker als bei uns ist Verhalten zur Betonung sozialer
Distanz ausgeprägt; entsprechend sind die Verhaltensnormen und
Kleiderordnung bei Vergnügungen.
Feiertage: Neujahr, 20. Januar (in Rio), 25. Januar (in Säo
Paulo), die drei Tage vor Aschermittwoch (Karneval),
Karfreitag, 21. April, 1. Mai, 7. September, 12. Oktober, 2.
und 15. November, 25. Dezember.
Kleidung: Leichte Sommerkleidung genügt, jedoch sollte man
auch ein wärmeres Kleidungsstück nie vergessen. Im
Amazonasgebiet benötigt man Tropenkleidung.
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