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Mangroven, die die Lagune in weiten Teilen umsäumen. Südlich von Säo Luis liegen der Bacanga National-Park und das MaracanäSchutzgebiet, Bacanga zum Schutz von Mangroven, Dünen und Wald, Maracanä zum Schutz der Urquellen in einem Palmenhain. Jedes Jahr im Oktober wird im Maracanä-Folklore-Zentrum die farbenprächtige "Festa da Jucara" gefeiert, Jucara ist eine typische regionale Frucht, die um diese Zeit geerntet wird. Die schönsten Sandstrände der Insel, die mit dem Festland über zwei Brücken verbunden ist, liegen an der Nordküste.
Westlich gegenüber von Säo Luis liegt an der Festlandküste Alcäntara (1 Std. mit der Fähre). Vom Hafen Jacarü geht man durch die Gassen zum Matriz-Platz und glaubt, die Zeit sei still gestanden, so gut ist die Architektur des 17. und 18. Jh. erhalten. Bis zum letzten Jh. war das Städtchen noch Wirtschaftszentrum der Region, hier wohnten die reichen Familien. Anschluß an die Zukunft soll die modernste Raketenabschußbasis Südamerikas bieten, die in der Nähe des verwunschenen Städtchens gebaut wird.
850 km südwestlich von Säo Luis liegt mitten in der Buschsteppe Carolina am Fluß Farinha. Es ist ein Gebiet mit bizarr geformten Felsgebilden und zahlreichen Wasserfällen, wie dem aus 50 m Höhe in die Tiefe stürzenden "Santuärio da Pedra Caida", dem "Prata" und dem "Säo Romäo". Attraktionen sind die Sandstrände am Fluß Tocantins, die sich bei niedrigem Wasserstand bilden, und die von Indianern stammenden Felsinschriften "Morro das Figuras".
Das Städtchen Barreirinhas, 370 km östlich von Säo Luis, ist der Ausgangspunkt zum faszinierenden Nationalpark "Len96is Maranhenses". 2-3 Stunden sind es mit dem Schiff auf dem Rio Preguicas zu den atemberaubenden Dünen und Seen, hier findet sich die einzige Wüste des Landes. Die Sanddünen erreichen die Höhe von dreistöckigen Häusern. Während der Regenzeit von Dezember bis Juli (es regnet dabei dreihundertmal mehr als in der Sahara) verwandelt sich die 155.000 ha große Dünenlandschaft in eine riesige Oase mit tausenden von Süßwasserseen. Barreirinhas hat gute Hotels und Restaurants.
Südwestlich der Säo Luis-Bucht liegt der 7000 qkm große Baixada Maranhense-Schutzpark, zu dem auch die Ilha dos Caranguejos (Krabbeninsel) und zahlreiche große Seen wie Aqu, Verde, Formoso und Jatobä gehören. Die sumpfige Landschaft mit Mangroven, Marschen und Morasten ist Brutstätte von Land- und Seevögeln und Heimat von Seekühen.

Nördlich an der Küste schließt sich das Schutzgebiet Reenträncias Maranhenses an. Die stark gegliederte Küste mit unzähligen Buchten und Höhlen, Mangroven und Palmenwäldern ist auch Vogelbrutgebiet. Im Süden des Bundesstaates liegt der Nationalpark Mirador, in einer von Urwald bedeckten hügeligen Landschaft. Hier leben Jaguare, Affen, Tapire, Tukane, Papageien und andere Vögel, außerdem hat man hier einige für die Medizin wichtige Bäume entdeckt, die schon seit Jahrhunderten von den Indianern genutzt wurden. Vor der Küste liegt der Parque Estadual Marinho do Parcel de Manuel Luis, ein Unterwasserpark mit einer überraschenden Fülle an Korallen und Riffen. Dieser Park gilt als Geheimtip für Taucher. Die Riffe liegen im Schnitt zwischen 2 und 25 m unter Wasser, teilweise bis 60 m. Bei Starkwind sieht man an der Wasseroberfläche die brechende See. Erst im letzten Jh. vom Fischer Manuel Luis entdeckt, sind bis dahin zahlreiche Galleonen und andere Schiffe hier untergegangen, die Attraktion für Taucher und Schatzsucher. Zum Schutz für die Schiffahrt wurde 1970 eine Leuchttonne ausgesetzt. Die Riffe liegen zwischen 0°46' und 0°58' südlicher Breite und 44°00'und 44°21 "westlicher Länge.
Piaui
Der Bundesstaat Piaui liegt östlich von Maranhäo und westlich von Cearä. Besiedelt in dem besonders im Süden von Urwald bedeckten Staat ist die nördliche Hälfte. Hier an der Kreuzung der Straßen von Fortaleza - Beiern und Parnaiba - Brasilia liegt auch die Hauptstadt Teresina. Sie ist wichtige Binnenhafenstadt am Rio Parnaiba, Grenzfluß zum benachbarten Maranhäo. Zentrum der Stadt ist der Parque de Marlechal, sehenswert das Museu do Piaui (Heimatgeschichte) in einem Gebäude aus der Mitte des letzten Jh. So nahe am Äquator gelegen, bietet die Stadt gleichmäßig warmes Klima das ganze Jahr über. Erholung suchen die Bewohner an den Stränden des Rio Parnaiba und Rio Poti, der in den Rio Parnaiba dicht nördlich der Stadt einmündet. Es bestehen Flug- und Busverbindungen zu den Großstädten des Landes.
Die Landwirtschaft mit dem Anbau von Reis, Mais, Baumwolle, Bohnen und Zuckerrohr gehört zu den größten Wirtschaftsfaktoren. Daneben haben sich Lebensmittel- und chemische Industrien angesiedelt.
Die Attraktion des Bundesstaates Piaui ist der Nationalpark Sete Cidades in der Nähe der Stadt Piripiri, 200 km nordöstlich von Teresina. Im Laufe von Millionen Jahren haben sich durch Wind und Regen Felsen in Figuren ver-

wandelt, mit Phantasie erkennt man Indianerköpfe, Tiere, Straßen, Plätze, Denkmale, Brücken usw. Außerdem meint man in den Felsformationen Städte zu erkennen (Sete Cidades = sieben Städte). An der Küste des Staates liegt die Hafenstadt Parnaiba am gleichnamigen Fluß, mit schönen, teilweise ruhigen und einsamen Stränden am Atlantik. Die Badeorte sind Atalaia und Pedra do Sal auf der Ilha Grande do Santa Isabel, die in der Mündung des Rio Parnaiba liegt.
Ceara
Der Bundesstaat Cearä liegt östlich von Piaui und westlich von Rio Grande do Norte. Hier liegen einige der schönsten Strände des Nordostens: Tabuba, Cumbuco, Canoa Ouebrada und Morro Branco.
Fortaleza, die Hauptstadt, ist bekannt für ihre Fischer mit ihren Segelflößen (Jangadas). Sie liegt 800 km von Recife entfernt. Beeindruckend ist der Gegensatz von moderner Architektur mit Hochhäusern und den sanften, weißen Stränden, die von Palmen umgeben sind. Die Stadt und ihre Umgebung sind berühmt für die hier gefertigten Hängematten, Spitzen und Stickereien.
Westlich von Fortaleza liegt in der Nähe von Ubajara der Parque Nacional de Ubajara mit seinem 400 ha großen Wald. Der Wald ist in seiner ursprünglichen Form erhalten geblieben. Sehenswert im Nationalpark ist ein Höhlensystem, das über eine Seilbahn erreicht werden kann, die geheimnisvolle Ubajara-Grotte.
Rio Grande do Norte
Rio Grande do Norte ist der nordöstlichste Bundestaat, Nachbarn im Westen sind Cearä und im Süden Paraiba. Im Gegensatz zur lieblichen Ostküste ist die Nordküste Brasiliens einsamer, vereinzelt stehen Fischerdörfer, die Küste ist wilder mit großen Sanddünen. Im Süden des Staates, der den nördlichen Ausläufer des "Zuckergürtels" Brasiliens bildet, findet man einige alte Zuckerrohrstädte, wie Lucräcia und Caico.
Die Hauptstadt Natal liegt an den Ufern des Rio Potengi, an seiner Mündung in den Atlantik. Von 1538 bis 1598 konnten die hier ansässigen Potiguar-lndios die Besatzung durch die Portugiesen abwehren, 1599 bauten die Portugiesen das sternförmige Fort Reis Magos auf die vorderste Landzunge, dies war das Gründungsjahr der Stadt. Das weiße Fort ist über einen Straßendamm mit dem Auto zu erreichen.
Die gesamte brasilianische Küste wurde direkt vom Meer aus erobert. Aus diesem Grund liegen die Stadtgründungen aller Hauptstädte der am Meer liegenden Bundesstaaten auch am

Meer. Natal bietet zahlreiche schöne Sandstrände, die verstreut zwischen Fischerdörfern liegen. Die beliebtesten sind Praia de Genipabü und Praia de Cotovelo. Außerdem gibt es am Rio Potengi zusätzlich Süßwasserstrände mit idyllischen Wasserfällen.
Südlich der Hauptstadt liegt das Raketenzentrum mit dem lautmalerischen Namen "Barreira do Inferno" (Rand der Hölle), in der Nähe der Stadt Parnamirim.
Paraiba
Der Bundesstaat Paraiba liegt nördlich von Pernambuco und südlich von Rio Grande do Norte. Hauptstadt ist Joäo Pessoa, 124 km nördlich von Recife, an der Mündung des Rio Paraiba in den Atlantik. Mit dem Cabo Branco, südlich der Hauptstadt, hat Paraiba den östlichsten Punkt Brasiliens. Die historische Stadt ist 1585 gegründet worden und bietet zahlreiche alte Gebäude, wie das Kloster und die Kirche Säo Francisco aus dem 18. Jh. In der Umgebung findet man schöne Sandstrände mit guten Hotels und Restaurants (alle Wassersportmöglichkeiten), wie Praia de Tambaü, Praia de Coqueirinho und Praia de Tambaba.
In Cabedelo liegt die sehenswerte Festung Santa Catarina, 60 km weiter nördlich die Baia da Traicao, die "Verräterbucht" mit der Indiosiedlung. Von hier gewannen 1625 die Holländer die Herrschaft über die Region.
97 km landeinwärts liegt die kleine Stadt Campina Grande. Hier findet man die Felsen "Pedra do Ingä" mit mysteriösen, primitiven Schriftzeichen, die von Phöniziern stammen sollen.
Die Städte Santo Antönio und Säo Francisco gehen bis ins 17. Jh. zurück. Das Kloster von Carmo ist das beste Beispiel für den Baro ckstil Paraibas.


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