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An der Grenze zwischen den Regionen Atacama und Coquimbo
liegen die großen Observatorien Chiles, Observatorio Las
Campanas und Observatorio La Silla, sie sind mit dem
Observatorio El Tololo die wichtigsten und größten der
südlichen Hemisphäre (Besuche sind möglich über eine
Sernatur-Agentur in La Serena). Die Hauptstadt der Region ist
La Serena, 198 km südlich von Vallenar. Sie wurde 1544
gegründet und konnte bis heute ihr kolonial geprägtes
Stadtbild erhalten. Sehenswert sind
die Iglesia San Francisco (1627), der Markt der Stadt mit
Arkadengängen, Geschäften und Restaurants (La Recova) und das
Archäologische Museum mit Exponaten aus vorkolumbianischer
Zeit, besonders aus der im 9. Jh. existierenden Epoche der
Copiapö.
Interessant ist das Tal des Rio Elqui, das sich tief in das
Bergplateau einschneidet. Man findet hier kleine
Weinbauernorte, hier wird der Pisco, der berühmte chilenische
Schnaps hergestellt, der aus Trester gebrannt wird. Auf den
Bergen am Flußtal steht die mächtige Anlage des Observatoriums
El Torro, das man besuchen kann, der Rio Elqui ist auch die
Heimat der chilenischen Literaturnobelpreisträgerin Gabriela
Mistral. Der große Hafen von La Serena liegt in Coquimbo, das
südlich gelegene ehemalige Fischerdorf La Herradura hat sich
zum großen internationalen Badeort entwickelt (hier findet man
alle Vergnügungsmöglichkeiten). Die Region mit den
zahlreichen, teilweise einsam liegen-
Strand von Vina del Mar
den Buchten hat sich zu einem Wassersportzentrum Chiles
entwickelt, größte Marina ist die von La Herradura. Man kann
Segel- und Motorboote mit und ohne Skipper chartern. Weitere
Badeorte im Süden sind Morillos, Guanaqueros und Tongoy.
Aconcagua
Von Santiago führt die Straße über 100 km durch grüne Täler,
vorbei an kolonialen Städtchen mit netten Landgasthöfen zu
Santiagos Badezielen Valparaiso und Vina del Mar.
Valparaiso ist die Regionshauptstadt und Santiagos Hafenstadt,
attraktiv sind das alte Hafenviertel und die Ascensores
(schräge Aufzüge) zu den an den Hängen der Hafenbucht
gelegenen Stadtteilen. Von den dutzenden Stadtbergen, die die
Stadt einrahmen, hat man einen schönen Überblick über die
ganze Bucht. Valparaiso bietet Nightlife ä la St. Pauli, hier
amüsieren sich Seeleute aller Nationalitäten in Bars und
Nachtclubs der wichtigsten Hafenstadt des Landes. Südöstlich
der Stadt liegt der Nationalpark Lago Pehuelas um den
gleichnamigen Binnensee in hübscher Landschaft.
25 Beach-Resorts verteilen sich auf 100 km Küste, vom
exklusiven Zapallar mit seinen Jahrhundertwende-Häusern über
die Nightlife-Orte Renaca und Concön bis zum zentralen Vina
del Mar, mit seinen gepflegten Gärten, dem größten Casino
Chiles, gepflegten Restaurants, Promenaden und den "Victorias"
(Pferdekutschen). Badesaison ist von September bis März, im
Februar kommen Künstler aus aller Welt zum "Festival de la
Canciön" (Song-Festival).
Südlich von Valparaiso liegen die großen Badeorte El Quisco,
El Tabo, San Antonio und Santo Domingo, sie bieten alle
Wassersportmöglichkeiten und Bootsverleih. Berühmt geworden
ist die Isla Negra (Schwarze Insel) durch den Schriftsteller
Pablo Neruda, der sich hier sein Arbeitsdomizil schuf.
Metropolitan
Santiago de Chile, 1541 vom Spanier Valdivia gegründet und in
der klassischen spanischen Schachbrettform angelegt, ab 1602
Hauptstadt des Generalkapitanats Chile, ist Wirtschaftszentrum
des Landes. Die Stadt verteilt sich über sechs Hügel,
mittendurch fließt der Rio Mapocho, den östlichen Hintergrund
bilden die schnee- und gletscherbedeckten Sechstausender der
Anden, von Nord nach Süd sind es der 6050 m hohe El Ploma, der
6570 m hohe Cerro Tupungato und der 6108 m hohe Cerro
Marmolejo.
Die 4,5 Millionen-Metropole hat gut erhaltene Bauwerke aus der
Kolonialzeit, der älteste Platz Chiles ist die Plaza de Armas
mit den Fußgängerzonen, Arkadengängen und Einkaufszentren.
Hauptgebäude sind die Kathedrale im neoklassischen Stil (mit
Museum) und das Rathaus, sehenswert sind auch die große
Klosteranlage Santo Domingo und der in alter, englischer Glas-
und Stahlbauweise errichtete Zentralmarkt, der aus England
importiert wurde (Fisch, Obst, Gemüse und lokale
Köstlichkeiten für den schnellen Imbiß).
Bellavista ist Santiagos Künstlerviertel mit renovierten alten
Bauten, Restaurants, Theater, Kunsthandwerk, Cafes, Galerien
und Konzerten, im Januar findet hier das lokale
Straßenfestival statt. Vom San-Cristobal-Hügel (Seilbahn von
1925) hat man einen herrlichen Rundum-Blick über die Stadt.
Neben zahlreichen weiteren Parks liegt im Süden der Parque
O'Higgins mit Botanischem Garten, einer Lagune, Tennisanlagen,
Aquarium und EI Pueblito (Restaurants). "Fantasilandia"
nebenan ist Santiagos populärster Amüsierpark für Kinder.
Im Umkreis von einer Autostunde liegen die Strände am Pazifik,
internationale Skiorte in den Kordilleren sowie Chiles
Weingegend um Pir-
que. Die größten Skizentren in der Umgebung der Hauptstadt
sind Farellones, El Colorado und Valle Nevado. Auf über 2000 m
Meereshöhe gelegen bieten sie sichere Schneeverhältnisse, gute
Hotel- und Apartmentanlagen. Zahlreiche Liftanlagen verbinden
kilometerlange Abfahrten, Tiefschneefans können mit dem
Helikopter unberührte Andenhänge aufsuchen.
Das Weinbaugebiet Isla de Pirque liegt wenige Kilometer
südöstlich von Santiago, man kann in den Bodegas den frischen
Wein genießen und auch die Weingüter besuchen. Hier liegt auch
der kleine Nationalpark Rio Clarillo, wo man die chilenische
Palme bewundern kann, die südlichste Palmenart der Erde, sie
wächst bis auf 1300 m Meereshöhe. Man trifft sie außerdem in
der gesamten Region um Santiago an. Liberador
Die Hauptstadt der Region ist Rancagua (Flughafen), sie liegt
am Ufer des Rio Pangal an einem Stausee, der auch
Erholungszentrum der Stadt ist. Die Badestrände und Küstenorte
der Region sind Pichlemu (Hafenstadt, Flughafen), Puertecillo
und Bucalemu.
Im Osten des Hochlandes liegt der beeindruckende Zypressenwald
des Nationalparks Rio los Cipreses. Ansonsten ist die Bergwelt
dieser Gegend nicht besonders beeindruckend, die Berge
erreichen "nur" Höhen bis 4000 m. Maule
Die Hauptstadt der Region Maule ist Talca (Flughafen), sie
liegt im Landesinneren am Ufer des Rio Maule. Die Hafenstadt
der Region liegt an der Mündung des Rio Maule, Constituciön.
In der großen Bucht von Concepciön liegt die Ausflugsinsel
Isla Quiriquina. Die felsige Küste ist nicht besonders zum
Baden geeignet, einzig im Süden um Chanco gibt es schöne
Badestrände.
Biobio
Die Hauptstadt Concepciön liegt an der Mündung des Rio Biobio,
dem größten Fluß des Südens, der zu spanischen Zeiten als
Wasserstraße sehr bedeutend war. Heute ist Concepciön eine
moderne Universitätsgroßstadt.
112 km nordöstlich liegt Chillän, weitere 82 km östlich das
Skigebiet Termas de Chillän.
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