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Der Norden (Liaoning, Jilin, Heilongjiang, Innere Mongolei):
Nördlich des Golfs von Chihli, der nordwestlichen Bucht des
Gelben Meeres, liegt Shenyang, Hauptstadt Liaonings und
Wirtschaftszentrum Nordchinas. Sehenswürdigkeiten sind der
Kaiserpalast und die Kaisergräber der Mandschuren aus dem 17.
Jh.
Die westliche Halbinsel, mit den Städten Dairen (Lüda) und
Lüshun (Port Arthur), gehörte vor dem II. Weltkrieg zu Japan,
anschließend zur Sowjetunion (Provinz Liaoning).
Changchun, mit der Hauptstadt Jilin, hat als einzige Provinz
Chinas Grenzen mit Rußland und Nordkorea.
Harbin, Hauptstadt der Provinz Heilongjiang und größte Stadt
Nordchinas, ist Industriezentrum.
Hohhot, Hauptstadt der Inneren Mongolei, hat
einige sehenswerte Pagoden, Klöster und Tempel. In der Weite
der mongolischen Gras- und Trockensteppe, deren Bewohner auch
heute noch als Nomaden und Halbnomaden leben, fühlt man sich
in die Welt des Dschingis Khan versetzt. Nomadenzelte (Jurten)
und Viehherden (Kamele, Pferde, Schafe) bestimmen das Bild der
dünnbesiedelten Landschaft. Der Norden ist von dichten
Nadelwäldern bestanden. Der zentrale Osten (Beijing, Tianjin,
Shanxi, Shandong, Hebei):
Beijing, Hauptstadt und zweitgrößte (nach Shanghai) des
Landes, hat zwei erstrangige Ziele, die "Verbotene Stadt", mit
ihren schmuckvollen Mauern und Toren und den "Platz des
himmlischen Friedens" (Tiananmen
Platz). Zahlreiche weiter bekannte Bauwerke sind der Rundturm
des Himmelstempels, die Halle der Jahresgebete (Wahrzeichen
der Stadt), Museen und das Mausoleum Maos.
Im Nordwesten der Hauptstadt liegt das meist- besuchte
Teilstück der "Großen Mauer". Der
über 6000 km lange Wall, bis 16 m hoch, 7 m breit, diente
wahrscheinlich als "Hochstraße" durch unwegsame Gebiete. Eine
Verteidigungsmauer konnte sie in ihrer heutigen Form (begonnen
im 3. Jh. v. Chr., vollendet im 17. Jh.) nicht gewesen sein,
da sie keinen Grenzverlauf markierte, sondern "im" Reich
stand. Nördlich Beijings liegen auch die Kaiser-Gräber der
Ming-Dynastie (14.-17. Jh.) mit der "Allee der Tiere".
Westlich Beijings liegen die Yungang-BuddhaGrotten (bis über
15 m hohe Figuren) und die in einer Felswand hängende
Klosteranlage Heng Shan Si (6. Jh.). Weitere Klöster und
historische Stätten in der Umgebung.
Ouingdao, das frühere Tsingtao (Provinz Shandong), war mit der
umliegenden Bucht von 1898 bis zum 1. Weltkrieg deutsches
Pachtgebiet. Die katholische Kathedrale, deutsche Häuser und
Chinas bestes Bier "Quingdao" sind heute noch Zeitzeugen.
Shanxis Hauptstadt Taiyuan hat einen der ältesten
Tempelkomplexe Chinas, den Jinci-Tempel
(5. Jh.). Die Doppelpagode ist das Wahrzeichen Taiyuans.
Datong, an der Grenze zur Inneren Mongolei, ist bekannt für
seine Klöster, Grottentempel und Stein-Buddhafiguren. In den
Höhlen findet man über 5000 Figuren (am Besten per Bahn von
Beijing aus zu besuchen). Der zentrale Westen (Ninxia, Gansu,
Quinghai):
Hier liegen die Provinzen Quinghai, mit der Provinzhauptstadt
Xining, Gansu, mit Lanzhou und die autonome Region Ningxia,
mit Yinchuan. Quinghai ist größtenteils dünnbesiedeltes
Hochland, dem Tibets vergleichbar. Im Süden entspringen
Jangtse, Chinas längster (5530 km) und der Hwangho (Hoangho),
Chinas zweitgrößter Fluß (4672 km). Im Westen liegt das
Marco-Polo-Gebirge, zahlreiche Pässe führen durch die
durchschnittlich 6000 m hohen Gebirgszüge. Der Tangla-Paß, mit
knapp 5000 m führt nach Lhasa (Tibet).
Die nördlich anschließende Provinz Gansu wird von der
Seidenstraße durchzogen, die von Xinjiang kommend, nach
Lanzhou führt.
Ningxia, zwischen der Inneren Mongolei und Ost-Gansu, ist eine
kleine Bergregion. Die Hauptstadt Yinchuan, am Hoangho, wird
praktisch im Westen und Osten von der Großen Mauer flankiert.
Das 2850 m hohe HolanschanGebirge trennt die Region von der
nördlichen Gobi-Wüste.
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