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Georgien
und Griechenland ausgestellt. Sehr schöne
Arbeiten sind auch die nach außen führenden
Holzportale der Vorhalle, vor allem das aus
Zypresse gearbeitete, 4 m hohe Haupttor aus
dem 6. Jh. Die Darstellungen von Christus und
verschiedenen Tieren sind original erhalten.
Das
breite Mittelschiff der Basilika, getragen von
zwei Reihen mit je sechs Säulen und gesäumt
von zwei schmalen Seitenschiffen, liegt
niedriger als das übrige Kloster, und zwar
auf dem Niveau des brennenden Dornbusches. Das
Innere der Basilika wirkt mit seinen Ikonen,
mit den Kerzenleuchtern und Lüstern reich und
sehr überladen und nimmt viel von der Wirkung
des Kernstücks des Gottesraumes.
Die
Apsis über dem Altar, ein original erhaltenes
frühchristliches Mosaik, zeigt die Verklärung
Christi auf dem Berg Tabor: »Und er wurde
verklärt vor ihnen, und sein Angesicht
leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider
wurden weiß wie das Licht. Und siehe, da
erschienen ihnen Moses und Elija; die redeten
mit ihm HL Als er noch so redete, siehe, da überschattete
sie eine lichte Wolke: Und siehe, eine Stimme
aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber
Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt
ihr hören« (Matthäus 17, 2-5).
Um
Jesus im Zentrum gruppieren sich Moses und El
ias, zu seinen Füßen liegend Petrus, sowie
Jakob und Johannes, die beide seitlich
knien.
32 Medaillons rahmen wiederum die zentrale
Szene ein und zeigen Bilder der zwölf
Apostel, 16 Propheten, der beiden Stifter des
Mosaiks (links und rechts in den Eckenbildern)
sowie König David (im Medaillon unterhalb
Jesu) und eine Kreuzdarstellung (im Medaillon
über Christi Haupt).
Über
dem Doppelfenster, das als durchdachter
Bestandteil des Mosaiks den Blick auf den
Mosesberg freigibt, ist Moses am brennenden
Dornbusch sowie bei der Entgegennahme der Zehn
Gebote dargestellt. Interessant ist an diesem
Motiv, daß die Zehn Gebote in dieser frühen
Darstellung auf Rollen geschrieben stehen,
nicht auf Steintafeln, wie es die biblische Überlieferung
will.
Der
marmorverkleidete Altarraum, dominiert von dem
Altarbaldachin, beherbergt links und rechts
des Altars zwei Schreine der Katharina,
Schenkungen der russischen Zaren Peter der Große
(1680) und Alexander II. (1860); der eine
Sarkophag enthält den mit einer Goldkrone
geschmückten Kopf, der andere die mit
Goldringen dekorierte linke Hand der Märtyrerin
Katharina. Silberne Öllampen spenden ewiges
Licht.
In
den nicht zugänglichen Seitenschiffen reiht
sich Kapelle an Kapelle. Eine weitere
Besichtigung der Basilika ist normalerweise
nicht möglich. Einzelreisende können Glück
haben und sich unter Umständen unbemerkt
einer privilegierten Reisegruppe anschließen,
die durch die Jakobuskapelle bis zur kleinen Kapelle
des brennenden Dornbusches aus dem 4. Jh.
vorgelassen wird (Taschenlampe
empfehlenswert). Beachtung verdient dort die
Holzdecke mit dem grünen Sternenhimmel. Die
Kapelle befindet sich an der Stelle des ursprünglichen
Dornbusches, der aber wohl von frühen
christlichen Pilgern für Souvenirzwecke Zweig
um Zweig zerlegt wurde, bis ihn die Mönche an
den heutigen Standort verpflanzten. Stufen führen
hinab zu einer Kammer von nur 3 x 5 m, die
einen kleinen, von vier Marmorsäulen
getragenen Altar enthält und als heiligster
Platz des Klosters gilt. Durch das winzige
Fenster über dem Altar gelangt nur einmal pro
Jahr, am 23. März, ein Sonnenstrahl und fällt
dort auf den Boden, wo die Wurzeln des
Dornbusches angeblich bis heute liegen.
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