Reisen Lastminute Urlaub Pauschalreisen Fernreisen Flugbuchung Ferienwohnungen Kurzurlaub Luxusreisen Kanaren

Lastminute Reisen & Urlaub
Unsere Hotline
0991/374119-9834
Lastminute-Newsletter bestellen






   
   3.Mio Lastminute Reisen & Urlaub sowie Billigflug
   
 
    Ägypten

 

   

Falls die Kapelle betreten werden darf, dann nur ohne Schuhe, wie der Herr in Exodus 3,5 Moses befiehlt: »Und er sprach: Tritt nicht näher heran! Zieh deine Sandalen von deinen Füßen, denn die Stätte, auf der du stehst, ist heiliger Boden!«

Von hier geht man den Weg durch die Basilika zurück, an der Mosesquelle und am Klostereingang vorbei und stößt am Ende der Gasse auf den von einer Mauer geschützten brennenden Dornbusch, eine Art, die auf dem Sinai insgesamt nur zwölfmal von Botanikern geortet wurde (nach Auskunft der Mönche scheiterten auch alle Versuche, selbst von Botanikern, Able

ger dieses syrischen Blasenstrauches anderswo als hier zum Gedeihen zu bringen).

Der Glockenturm, ein Zarengeschenk aus dem 19. Jh., besitzt zehn Metallglocken sowie eine aus Holz, die allmorgendlich geschlagen wird, während die Metallglocken nur an Fest- und Sonntagen zu hören sind. Neben dem Turm liegt die Moschee, die, so schließen Archäologen aus der Grundstruktur, ein umgebautes Gästehaus ist und im 11. Jh. zur Besänftigung des vandalierenden Kalifen und Christenfeindes Al Hakim erbaut worden war. Das 10 m hohe Minarett ist niedriger als der Glockenturm; den Schlüssel für die Moschee haben die Mönche den Beduinen des Mosesbergs anvertraut.

Nur auserwählten Fachbesuchern ist die Bibliothek südlich der Basilika zugänglich. Sie beinhaltet rund 2000 in zwölf Sprachen (u. a. Griechisch, Syrisch, Armenisch, Arabisch, Polnisch) verfaßte Bücher und Manuskripte vom 3. bis zum 19. Jh. Zu dieser größten Handschriftensammlung (3500 Bände) nach der des Vatikans zählen einer der ältesten Bibeltexte, der Codex Syriaticus (2. Jh.) und der nicht minder bedeutende Codex Sinaiticus (4. Jh.), und letzterer ist wiederum eng verbunden mit der Geschichte des Leipziger Theologen Friedrich Konstantin von Tischendorf .

Die Bibliothek des Klosters darf man sich nicht vorstellen wie jenes Labyrinth des versteckten Wissens aus »Der Name der Rose«. Das Anfang der 50er Jahre erbaute Gebäude an der Südwestmauer, das zudem noch eine lkonengalerie und das Refektorium der Mönche beherbergt, ist ein feuersicheres, nicht gerade geräumiges, aber funktionales Haus, kaum geeignet für große Besucherströme.

Die Sammlung umfaßt Schriftrollen, manche mehrere Meter lang, Pergamente und Bücher aus der Zeit nach der Entstehung der Buch druckerkunst im 15. Jh., die sich mit religiösen, liturgischen, natur- und geisteswissenschaftlichen sowie mit historischen Themen befassen. Berühmt wurde schon vor dem Codex Sinaiticus der Codex Syriacus, die allererste Bibelübersetzung überhaupt aus dem 5. Jh., die aus dem ursprünglichen Pergament entfernt wurde, um es neuerlich zu benutzen. Der Text ist deshalb teilweise mit dem bloßen Auge nicht mehr zu erkennen.

Ein anderer Schatz der Bibliothek ist das Traktat des Abtes Klimakos aus dem 12. Jh., das sich mit der Himmelsleiter beschäftigt (s. S. 86). Das in 30 Kapitel unterteilte Buch gibt einen aufschlußreichen Ein

blick in das Klosterleben, da sich der Autor nicht nur allgemein mit den 30 Tugenden, die in den Himmel führen, und den Versuchungen, die das verhindern können, beschäftigt, sondern sich sehr explizit zur mönchischen Lebensweise äußert: wie man beispielsweise andächtig beten und Ikonen verehren sollte, wie ein Mönch sich in der Öffentlichkeit zu benehmen habe (leider keine Pflichtlektüre für die heutigen Mönche).

Den größten Schatz des Katharinenklosters repräsentiert aber die lkonengalerie, die ebenfalls nicht zugänglich ist und deren unermeßlichen Reichtum an wertvollen Unikaten man nicht einmal erahnen kann, wenn man die kleine lkonenauswahl in der Basilika gesehen hat.

Außerhalb des Klosters liegt der Garten, der von einer Bergquelle mit ausreichend Wasser versorgt wird. Die Erde, auf der hier Oliven, Aprikosen, Orangen und Gemüse für die Mönche gedeihen, holten schon vor Generationen die Glaubensbrüder selbst aus fruchtbaren Gegenden des Sinai. Ein unterirdischer Tunnel, der blockiert ist, verbindet den Garten mit dem Klosterinneren.

Als zentrales Gebäude lohnt die Kapelle des Tryphon, die als Gebeinhaus dient, den Besuch. Da rund um das Kloster felsiger Steinboden das Anlegen von Gräbern unmöglich macht, werden in der Kapelle die Skelette der verstorbenen Mönche aufbewahrt.

Profitieren Sie von einer Vielzahl von Vorteilen und buchen Sie mit dem Online Reisebüro - reiseknaller.com                                                                                                  

Wir wünschen einen schönen Urlaub und einen angenehmen Flug !

Mehr Infos und Buchung

 

   

 


   Terracus GmbH ist Partner von folgenden Verbänden   | Impressum reiseknaller.com | Über reiseknaller.com |