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In
der palmenreichen Oase gibt es noch heute eine
Reihe von teils warmen Quellen; doch meist ist
das Wasser brackig. Sie stehen im Erdinneren
in Verbindung mit anderen Quellen, die
jenseits des Golfes bei Ain Sukhna und bei
Heluan südlich von Kairo entspringen.
Die
Weiterfahrt ist landschaftlich monoton. Viele
Strände sind hier noch immer wegen
versteckter Minen gesperrt oder wegen der
riesi
gen
Lagertanks für Öl im Besitz von
Petroleumfirmen.
Ras
Sudr
34
km weiter südlich liegt Ras Sudr, ein bei
Surfern beliebter Flecken, an dem 1996 das
Luxushotel Helnan Royal Beach eröffnete und
seither fast immer ausgebucht ist. In dem
kleinen Beduinenort gibt es
Telefon,
eine Tankstelle mit Werkstatt, kleine Supermärkte.
Auf
den folgenden 50 km bis Hamamet Fara'un liegen
einige für Schwimmer und Surfer interessante
Plätze: Dagash Land bietet mit Ras Materna
eine für Surfer phantastische Bucht, in der
es fast nie windstill ist.
Hamamet
Fara'un
Hinter
EI Gharandal biegt die Hauptstraße zunächst
nach links ab. Eine Stichstraße führt rechts
zum an der Küste gelegenen Hamamet Fara'un,
übersetzt das Bad des Pharaos. Hier treten
heiße Quellen aus dem Boden; wie man schon
aus der Ferne an dem fauligen Geruch merkt,
handelt es sich um Schwefelquellen, über 70
°C heiß. Beduinen und Reisende kurieren hier
seit Menschengedenken ihr Rheuma; in einer
Grotte im Fels findet man eine natürliche
Sauna. Die Legende erzählt, der Pharao, der
die Israeliten durch das Rote Meer verfolgt
hatte und dabei mit seinem ganzen Heer
ertrunken war, soll hier als Gottes Fluch bis
in alle Ewigkeit spuken müssen. Fast jeder
Beduine weiß von einer solchen Begegnung zu
erzählen.
Abu
Zenima
Südlich
des alten Dorfes von Abu Zenima, benannt nach
einem islamischen Heiligen, liegt heute eine
neue Siedlung, die zum größeren Teil aus Ölindustrie
mit ihren Anlagen und Rampen besteht. Moses
und die Israeliten sollen hier ebenfalls nach
dem Zug durchs Rote Meer ihr Lager
aufgeschlagen haben.
Abstecher
nach Serabit el Khadem und zum Forest of
Pillars
Als
höchst sehenswerter Abstecher (mit einer Übernachtung)
führt 2 km südlich der Tankstelle von Abu
Zenima eine 40 km lange, anfangs leicht
befahrbare, später für normale Pkws
schwierige Straße durch das Wadi Matalla bis
auf 3 km zu den antiken Türkisminen und zum
berühmtesten nicht am Nil gelegenen
pharaonischen Heiligtum heran.
Vorbei
am Gebel Matalla führt die Route ohne
Abzweigungen auf einen Paß, von dem aus es in
einer scharf nach Süden verlaufenden
Kurve in das Wadi Nasib geht. Von hier an werden die
Straßenverhältnisse schlechter. Nach einigen
Kilometern Pistenfahrt sieht man auf einem Hügel
ein weißes Gebäude und erreicht danach
Siedlung und Haus von Sheikh Barakat und
seiner Familie, wo man über Nacht bleiben
kann (als Geschenk für die Familie Proviant
mitbringen!). Hier sollte man unbedingt einen
Führer für die weitere, sehr unwegsame
Strecke anheuern.
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