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    Portugal & Algarve

 

   

Fast alle portugiesischen Flüsse entspringen im spanischen Bergland und münden sämtlich in den Atlantik, wobei einige weite Lagunen bilden. Das starke Gefälle in den Oberläufen der Flüsse hat zur Errichtung zahlreicher Stauseen geführt, die vor allem der Elektrizitätsgewinnung, teilweise auch der Bewässerung dienen. Darüber hinaus gibt es im Land keine Binnenseen. Die wichtigsten Flüsse sind (von Nord nach Süd): Rio Minho, Rio Douro, Rio Cavado, Rio Mondego, Rio Tejo, Rio Sado und Rio Guadiana. Alle Flüsse fließen in südwestlicher Richtung mit Ausnahme des Rio Guadiana, der auf portugiesischem Gebiet eine südliche Richtung einschlägt. Portugals Flüsse sind nur im Mündungsbereich schiffbar. Im Norden verlaufen sie eng und wild in ihrem natürlichen Bett; Sado und Guadiana im Süden führen im Sommer nur wenig Wasser. Zudem versanden die meisten der Flüsse. Viele Städte, die noch vor wenigen Jahrhunderten bedeutende Flußhäfen unterhielten, sind daher heute vom Schiffsverkehr abgeschnitten.Das Klima Portugals unterliegt atlantischen, kontinentalen und mediterranen Einflüssen, die je nach Gebiet unterschiedlich ausgeprägt sind. Am deutlichsten vom Atlantik beeinflußt ist der Nordwesten. Hier sind Sommer und Winter die mildesten, die Temperaturschwankungen die geringsten und die (ganzjährigen) Niederschläge die höchsten (Porto: 1150 mm Jahresdurchschnitt). Zum Landesinneren hin nehmen kontinentale Einflüsse zu. Die Sommer werden kürzer und wärmer, im Winter fällt im Bergland Schnee. Eine Ausnahme bildet das Douro-Tal, das einen eher mediterranen Charakter hat. Je weiter man nach Süden kommt, desto subtropischer wird das Klima. In Lissabon ist der Sommer warm und lang, Niederschläge fallen vor allem im Winter und im Frühjahr (710 mm im Jahresdurchschnitt). Im Alentejo kommen kontinentale Faktoren hinzu, die die Sommer extrem heiß und trocken werden lassen, im Winter wird es empfindlich kalt. Eine Sonderstellung nimmt die Algarve ein. Nach Norden hin abgeschirmt durch einen Gebirgszug, herrscht hier durchweg mittelmeerisches Klima mit etwas Winterregen (Faro: 450 mm Niederschlag) und heißen, trockenen Sommern. Der Frühling beginnt bereits im Februar, und auch im November kann es noch angenehm warm sein.

Flora und Fauna

Aus dem unterschiedlichen Zusammenspiel der Klimafaktoren resultieren verschiedene Vegetationszonen. Die klimatische Vielfalt und die koloniale Vergangenheit Portugals haben zur Ansiedlung von Pflanzenarten geführt, die zwischen Südskandinavien und dem Äquator verbreitet sind. In den feuchten Küstenregionen des Nordens, die pirmär unter altantischem Einfluß stehen, gedeihen ausgedehnte Kiefernwälder; der Mensch hat hier Eukalyptusbäume, Mais, Roggen und Wein heimisch gemacht. Im trockeneren Landesinneren kommen Kastanien, Birken und Eichen hinzu. Im Alentejo, im südlichen Landesinneren, bestimmen Olivenhaine, Pinien, Kork- und Steineichen die Vegetation. Die mit mediterranem Klima gesegnete Algarve ist in erster Linie Kulturland. Hier finden sich weite Obstgärten mit Zitrusfrüchten, Feigen (die außerdem noch im TejoTal wachsen), Pfirsichen, Mandeln, Johannisbrotbäumen, Granatäpfeln, Maulbeerbäumen und Palmen. Oleander, Bougainvillea, Hibiskus und Jacaranda schmücken Häuser und Mauern. Selbst Agaven, Bananenstauden und Feigenkakteen sind hier heimisch.

Wie auch im übrigen Europa werden wildlebende Tiere in Portugal immer seltener. Viele Arten sind vom Aussterben bedroht. Allein in den Wäldern des Nordens, insbesondere im Peneda-Geres-Nationalpark, halten sich noch vereinzelt Rehe, Füchse, Wildschweine, Adler und einige Wildpferde.

Die Nutztierhaltung gliedert sich entsprechend den klimatischen Gegebenheiten. Im Norden herrscht die Rinder- und Pferdezucht vor, im trockeneren Süden werden Esel, Maultiere, Ziegen und Schafe gehalten. Schweinezucht ist in ganz Portugal anzutreffen, im Süden hält man sie in Herden. Die klaren, wasserreichen Flüsse des Nordens sind ein idealer Lebensraum für Forellen, Karpfen, Hechte und Neunaugen. Wirtschaft

Die Eckdaten der portugiesischen Wirtschaft weisen das Land eher als Schwellen- denn als Industrienation aus.

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