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    Portugal & Algarve

 

   

Am östlichen Ende der Strandpromenade, in der Festung Santa Catarina de Ribamar, findet der Besucher sogar ein wenig Entspannung. Der Innenhof der Feste dient als Cafe und bietet einen herrlichen Blick auf Meer und Strand.Portimäo

Portimäo (40 000 Fw.) ist kein Touristenzentrum ersten Ranges, aber in vielerlei Hinsicht besuchenswert. Sei es für einen Einkaufsbummel, für den es kaum einen geeigneteren Ort an der Algarve gibt, sei es, um das pittoreske Treiben am größten Fischereihafen des Südens zu betrachten, sei es, um in einem der (wirklich) algarvischen Restaurants in Hafennähe gut und preiswert zu essen oder einfach nur, um einen Ort zu besichtigen, in dem augenscheinlich mehr Einheimische als Zugereiste wohnen. Griechen und vor allem der Karthager. Hamilkar Barkas, seines Zeichens karthagischer Feldherr und Vater Hannibals (247-183 v. Chr.), soll den Hafen nach seinem Sprößling benannt haben. Ob ihn die Römer Portos Hannibali oder Portos Magnus nannten, ist unter Historikern strittig. Unter der Maurenherrschaft war Portimäo dann das, was es heute wieder ist: ein Fischereizentrum, wenn auch damals in wesentlich kleinerem Maßstab. 1250 erreichte die Reconquista den Ort. Heftige Angriffe maurischer Seeräuber, englischer, spanischer und holländischer Flotten im 16. und 17. Jh. veranlaßten die Stadtväter, den Bau zweier Forts in Auftrag zu geben: Säo Joäo bei Ferragudo und Santa Catarina in Praia da Rocha, die fortan hoch über der Hafeneinfahrt wachten. Das Erdbeben von 1755 setzte Portimäo derart zu, daß kaum ein Stein auf dem anderen blieb. Im 19. Jh. begann die Herstellung von Fischkonserven aufzublühen und machte den Ort zu einem bedeutenden Fischereihafen.

Besichtigung

Die von Hochhäusern entstellte Silhouette Portimäos läßt kaum vermuten, daß sich hinter dem Beton eine Stadt verbirgt, die viel Lokalkolorit und städtisch-algarvisches Leben vorzuzeigen hat. Von der engen Rio Arade-Brücke, über die sich seit 1993 der Autoverkehr kaum noch in die Stadt quält und staut (eine neue — architektonisch attraktive — Brücke ist 1993 als Bestandteil der Ortsumgehung fertiggestellt), hat man den besten Blick auf den geschäftigen Fischereihafen. Rund um die Uhr sind hier die Fischer damit beschäftigt, an ihren teilweise altertümlichen Schiffen und Booten herumzureparieren. Schwer hängt der Geruch von Teer, Hanf, Diesel und natürlich Fisch in der Luft. Auf der anderen Seite der Brücke liegt ein anderer, angenehmerer Duft. Unterhalb der Brücke brutzeln dort Sardinen auf Holzkohlegrills. Typische Restaurants bieten fangfrischen Fisch, Wein und Salate an. Die Mahlzeiten in diesen Freiluftgaststätten sind einfach, gut und preiswert. Unbezahlbar ist die ehrlich-heitere Atmosphäre, die in den Touristenzentren der Algarve vornehmlich in kommerzialisierter Form besteht.

Von den Fischrestaurants am Hafen führen kleine Sträßchen, deren Häuser Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen — und vor denen zur Mittagszeit der unvermeidliche Sardinengrill raucht — zur Fußgängerzone Portimäos. Neben dem üblichen Warenangebot, das man in einer Stadt von 40 000 Einwohnern erwartet, gibt es eine ganze Reihe von Fachgeschäften für Kunsthandwerk, Leder, Antiquitäten und natürlich auch Trödel. Wer

in den nahen Strandbädern logiert, tut gut daran, sich in Portimäo mit Lebensmitteln und Getränken einzudecken, die hier nicht nur erheblich billiger, sondern auch in größerer Auswahl zu haben sind.

Zur Rast und zur Erholung nach dem Einkaufsbummel bieten sich die kleinen Parks an der Hafenpromenade mit ihren Cafes an. Oder aber der begrünte Largo 1.° de Dezembro, dessen Bänke mit blaugelben Azulejos geschmückt sind, die bedeutende Abschnitte der portugiesischen Geschichte darstellen.

Sehenswürdigkeiten besitzt die Stadt bedingt durch die Zerstörungen des Erdbebens von 1755 keine. Erwähnenswert ist allenfalls die Pfarrkirche, Igreja Matriz, an der Rua do Bispo D. F. Coutinho. Die Kirche hat nach ihrem Wiederaufbau das ursprüngliche Portal aus dem 14. Jh. erhalten. Das dreischiffige Innere ist teilweise mit Azulejos aus dem 17. und 18. Jh. ausgekleidet. Sehenswert auch der große Friedhof nahe der N 125 im Norden mit viel Marmor und Skulpturen.Fischerdörfchen (4000 Ew.) 5 km südlich von Lagoa.

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