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Die
Ursprünge Albufeiras gehen wohl auf die Römer zurück, die hier
ein Fort bauten und die Ansiedlung Baltum nannten. Seit dem 8.
Jh. machten die Mauren den Ort — nun mit dem Namen AI-Buhera
versehen — zu einer wohlhabenden Stätte des Handels mit
Nordafrika. 1189 besetzten christliche Truppen die Stadt,
mußten aber schon zwei Jahre später den Mauren erneut das
Terrain überlassen. Unter König Afonso III. obsiegten die
Christen in der Mitte des 13. Jh. endgültig, aber Albufeira
unterlag.
Denn
fortan war es vorbei mit der Handelsherrlichkeit und dem
Reichtum. Der Fortfall des Handels mit Nordafrika ließ den
Bewohnern nur eine Option: die Fischerei. 1504 erhielt
Albufeira die Stadtrechte und schließlich eine mächtige
Festung, die Ort und Küste vor den Angriffen maurischer,
englischer, französischer und anderer Seeräuber und Flottillen
schützen sollte. Das Erdbeben von 1755 schleifte Stadt und
Festung. Während der bürgerkriegsähnlichen Kämpfe zwischen
Miguelisten und Liberalen fiel Albufeira 1833 einem
verheerenden Brand zum Opfer. Bis zur Mitte unseres
Jahrhunderts blieb es still um den Ort. Dann hielt der
Massentourismus Einzug. Besichtigung
Eine
Besichtigung Albufeiras im traditionellen Sinne ist schnell
abgeschlossen. Beinahe nichts hat die Jahrhundertwende als
Zeugnis der Geschichte überdauert. So hat keine der Kirchen
dem Erdbeben standgehalten. Sehenswert ist allenfalls das
manuelinische Portal (16. Jh.) der Kirche Säo Sebastiäo. Und
auch diese kulturhistorische Überlieferung findet nur mäßiges
Interesse.
Denn wer
nach Albufeira kommt, will Sonne, Remmidemmi und vielleicht
noch etwas südländische Atmosphäre. Und dafür ist bestens
gesorgt: Unten vom Fischerhafen oder von einem der Hügel oben
bietet sich ein eindrucksvoller Blick auf das immer noch
maurisch anmutende schneeweiße Häusergewirr. Steile Treppen
und Gassen winden sich hindurch. Das alles sieht recht
südländisch aus.
Remmidemmi
gibt es rund um die Uhr. Anders als in den Hotels sind daher
die Frühstückszeiten in den zahllosen Bars und Pubs nicht
festgelegt. Niemand muß sich wundern, daß er, wenn er
nachmittags um vier ein englisches Frühstück bestellt, nicht
erstaunte, sondern anerkennende Blicke erntet.
Wer nicht
nur Säufersonne und vornehme Thekenbräune schätzt, kann auch
nicht klagen. Albufeira hat zwei Strände, geteilt durch einen
mächtigen Felsen. Zum eigentlichen — und sehr schönen —
Badestrand führt ein gewaltiger Felstunnel. In der Saison kann
es hier schon mal eng werden. Der andere Strand, der
Fischerstrand, erfordert manchmal eine verschnupfte Nase.
Nicht der Boote wegen, die dort gelegentlich geteert werden,
sondern wegen der zahlreichen Sardinenköpfe und -schwänze, die
nach den Mahlzeiten nicht den vorgeschriebenen Weg in den
Abfallkorb fanden. Und wer hier achtlos ohne Strandmatte
bräunt, den zwackt zuweilen eine Gräte.
Von Areias de Säo Joäo nach
Quinta do Lago
Areias de Säo Joäo mit Montechoro
Östlicher
Vorort von Albufeira mit den Stränden Oura (1 km) und Balaia
(2,5 km). Ferienzentrum mit kompletter touristischer
Infrastruktur an Restaurants, Bars, Diskotheken und
Supermärkten. Olhos de Ägua
Kleiner
Fischerort mit nur wenigen Unterkünften und schönem teils
felsigem Strand, den Fischer und Badegäste (darunter viele
Portugiesen) gemeinsam nutzen. Bei Ebbe sprudeln
Süßwasserquellen am Strand. Sonnensegel- und Tretboot-
verleih. Einige Restaurants und Bars. Häufige Busverbindung
nach Albufeira und Faro. Praia da Falesia
Reine
Urlaubsanlage aus Ferienhäusern, dem Appartementkomplex und
der Bungalowsiedlung Alfamar (1. Kat.) und dem Hotel ****Alfamar,
0 89/50 13 51. Das Areal bietet viel Grün, Rasen und Pinien
und eine angenehme Abgeschiedenheit. Unterhalb des Hotels, das
auf mächtigen Klippen thront, liegt ein weiter, nie
überlaufener Strand. Dort gibt es ein Strandcafe und
Liegestühle gegen Gebühr. Tennis, Squash und Minigolf am
Hotel. An der Zufahrtsstraße nordwestlich von Falesia befindet
sich der Pine Cliffs Golf and Country Club mit Golfplatz und
Reitmöglichkeiten. Vilamoura
Schon die Römer fanden, daß Vilamoura ein
hervorragender Standort für einen Hafen sei.
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