| |
|
Sehr viel
später entdeckten dies auch die Portugiesen. In den 60er
Jahren entstand zunächst auf dem Reißbrett, zehn Jahre später
am Atlantik, einer der größten und modernsten Jachthäfen
Europas. Doch damit nicht genug. Den Planern stand der Sinn
nach weiteren Superlativen, und so schufen sie um die Marina
herum ein gigantisches Ferienzentrum, das nach seiner
endgültigen Fertigstellung über 62 000 Betten verfügen soll.
Damit es den Urlaubern nicht zu eng werde, kauften sie ein
Areal von etwa 1500 ha und streuten darauf mit lockerer Hand
Villen und Appartementhäuser, hierhin einen Golf-, dorthin
einen Tennisplatz. Und sie vergaßen auch nicht den Flugplatz,
das Kasino, Schießstände, Kinos, Banken und ein paar Fischer
fürs Lokalkolorit.
Die Sport-
und Freizeitmöglichkeiten, die Vilamoura bietet, sind an der
Algarve absolut konkurrenzlos. Alles vorhanden, alles
vortrefflich, und nichts ist billig.Den Portugiesen ist es
seit Jahrhunderten bekannt: Quem näo visto Lisboa, näo tem
visto coisa boa — will sagen: Wer Lissabon nicht gesehen hat,
der hat nichts Schönes gesehen. Und wer über den Seeweg nach
Lissabon reist, wird ihrem Urteil zustimmen müssen: In der
Sonne leuchtend, erhebt sich die Stadt majestätisch auf
mehreren Hügeln. Vor dem Schiffsbug breitet sich direkt am
Ufer des Tejo die prachtvolle Pr.na do Comercio aus, rechter
Hand das malerische Häuserwirrwarr der Alfama, und über allem
thront gelassen die Feste Säo Jorge. Gäbe es einen Pokal für
die schönste Lage einer europäischen Hauptstadt, so müßte man
wohl den Namen Lissabon eingravieren lassen. Der erste
Eindruck täuscht nicht. Kein Hochhaus entstellt die Silhouette
des Zentrums, kein Bankenpalast und keine Kaufhauszeile stören
die Harmonie der Straßenzüge.
Bei der
Anreise mit dem Auto ()der mit dem Flugzeug zeigt sich die
Metropole von einer ganz anderen Seite. Dann trägt sie die
Uniform aller Industrie- und Großstädte. Trostlose Wöhnsilos
umklammern die Stadt, Industriekomplexe verpesten die Luft,
Umgehungsstraßen verschandeln die Landschaft. Wer dennoch
keinen Bogen um Lissabon macht, tut gut daran. Denn Lissabon,
politisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des
Landes, wartet mit einem ganz eigenen Charme auf. Lissabon ist
so gar nicht weltstädtisch-hektisch, eher
kleinstädtisch-gemütlich, auch gar nicht
südländisch-turbulent, eher englisch-distinguiert; und es gibt
so viel zu sehen und zu erleben, daß sich der Kurzurlauber
mächtig sputen muß, will er auch nur die wichtigsten
Attraktionen bewundern.
Geschichte
Odysseus
(Ulysses) habe es dereinst hierhin verschlagen, ist die
beliebteste Version der Stadtgründung.
Historiker
verweisen die Geschichte in das Reich der Legende. Sicher ist,
daß um 1200 v. Chr. die Phönizier einen ähnlichen Weg nahmen
wie der sagenhafte Odysseus und auf dem Hügel des Castelo de
Säo Jorge siedelten. Das Ufer zu ihren Füßen nannten sie Alis
Ubbo (übersetzt als >schöne( oder >glückliche Bucht(). Der
Hafen, den sie am Ufer des Tejo anlegten, diente als
Zwischenstation auf der Route Mittelmeer-Nordeuropa. Die
Griechen lösten die Phönizier ab, die Karthager die Griechen,
und schließlich besetzten im Jahre 205 v. Chr., während des 2.
Punischen Krieges, die Römer das karthagische Olissipo und
nannten es später, Julius Caesar zu Ehren, Felicitas Julia.
Rom befestigte die Stadt und machte sie zur zweitmächtigsten
(nach Merida) der Provinz Lusitanien. Sechs Jahrhunderte
blieben die Römer, bis sich dann innerhalb von nur 60 Jahren
nacheinander Alanen, Sueben und Westgoten die Klinke des
Stadttores in die Hand gaben. Reste der westgotischen Mauern
sind noch im Castelo de Säo Jorge erhalten. Unter der
>Barbarenherrschaft< versank Lissabon für einige Zeit in
Bedeutungslosigkeit.
Profitieren Sie
von einer Vielzahl von Vorteilen und buchen Sie mit dem Online
Reisebüro - reiseknaller.com
Wir wünschen einen schönen Urlaub und einen angenehmen
Flug !
Mehr Infos und Buchung |
|