|
Was eben
noch glitschig und glänzend in Körben und auf Tischen
schimmerte, kommt schon wenige Stunden später in einem der
winzigen Lokale der Umgebung frisch und lecker auf den Teller.
Wenn Sie
den Markt verlassen möchten, erklimmen Sie rechts die Stufen
zum Largo de Säo Miguel, wo sich die Männer zum Austausch der
Neuigkeiten treffen. Die gleichnamige Kirche dankt einen
Besuch mit üppigen Holzschnitzereien. Hinter der Kirche führen
Treppen zur Rua Noberto de Araüjo und die wiederum — vorbei an
der Santa Luzia-Kapelle — zum Largo das Portas do Sol. Hier
haben Sie eine herrliche Aussicht über die Alfama und auf die
weißen Türme der Kirche Säo Vicente.
An der dem
Tejo zugewandten Seite der Santa Luzia-Kapelle künden
großflächige Azulejos von der christlichen Eroberung Lissabons
im Jahr 1147 und bieten eine historische Ansicht der Praa do
Comercio. Gleich unterhalb der Kapelle liegt der Miradouro
(Aussichtspunkt) Santa Luzia. Der Blick geht weiter über das
Häuser- und Antennengewirr der Alfama und den Tejo. Für
Erholung nach einem anstrengenden Rundgang ist durch
eine
Weinpergola und azulejoverkleidete Sitznischen bestens
gesorgt. (Möchten Sie den Rundgang in umgekehrter Richtung
absolvieren,• können Sie in der Rua da Concei0o in der Baixa
mit der Electrico 28 an der Kathedrale vorbei direkt zum
Miradouro Santa Luzia schuckeln).
Zum
Castelo de Säo Jorge sind es nur wenige Minuten den Hügel
hinauf. (Wer seine Besichtigung an der Burg beginnen möchte
und nicht zu Fuß gehen will, nimmt den Bus 37 vom zentralen
Rossio). Seit den Römern haben alle Nationen, die durch
Lissabon gezogen sind, hier, auf dem höchsten Punkt der Stadt,
ihre Spuren hinterlassen. Am deutlichsten wohl die Mauren, die
die typischen, zinnengekrönten Mauern und Wehrtürme angelegt
haben. Vom 14. bis zum 16. Jh. wählten die portugiesischen
Könige ihr Domizil in der Festung. Heute sind die Mauern und
die Reste des Palastes, der während des großen Erdbebens arg
in Mitleidenschaft gezogen wurde, sorgfältig restauriert.
Innerhalb der Mauern wurden parkähnliche Anlagen mit Teichen
und Picknickstellen geschaffen; der Palast wurde zu einem
Restaurant mit stilvollen Gewölben umfunktioniert. Die größten
Attraktionen des Kastells aber sind eindeutig seine
Aussichtsterrassen, die Miradouros. Von den Mauern hat man
eine wahrhaft atemberaubende Aussicht auf den Westteil der
Stadt, den Tejo und die ihn überspannende Brücke des 25.
April. Deutlich sieht man die 1988 abgebrannten Straßenzüge
unterhalb der Igreja do Carmo. Auch das einzigartige Werk des
Marques de Pombal ist von der Festung her besonders gut zu
erkennen: schnurgerade und im rechten Winkel dazu ziehen sich
die Straßen der Baixa von der Pra.a do Comercio zum Rossio.
Eindrucksvoll mit ihrer schlichlen, wehrhaften Fassade ist die
mächtige Kathedrale (se), gelegen zwischen Burg und Tejo. Die
wohl älteste Kirche Lissabons soll gleich nach Vertreibung der
Mauren über einer Moschee errichtet worden sein. Geradezu
festungsartig erscheint die romanische Westfassade mit ihren
beiden Wehrtürmen. Mehrere Erdbeben erforderten einige
Restaurierungsarbeiten, so daß man besonders im Inneren der
dreischiffigen Kirche verschiedenen Stilen begegnet. Romanisch
sind die Schiffe und Fenster, gotisch hingegen der Kreuzgang
und die Kapelle Bartolomeu Joanes, in dezent barockem Schmuck
präsentiert sich der Chor. Der hl. Antonius, Schutzheiliger
Lissabons, soll hier getauft worden sein. Das Taufbecken steht
gleich links hinter dem Eingang.
Santo
Antönio zu Ehren errichtete Dom Manuel die Kirche Santo
Antönio da Sö unmittelbar neben der Kathedrale. Die Krypta der
Kirche (durch das Erdbeben zerstört und umgehend wieder
aufgebaut) gilt der Legende nach als der Ort, an dem der hl.
Antonius am 15. August 1195 geboren worden sein soll. Die
Besichtigung der Kirche erfordert einige Rücksichtnahme, da
sich hier ständig Gläubige zum Gebet versammeln.
Profitieren Sie
von einer Vielzahl von Vorteilen und buchen Sie mit dem Online
Reisebüro - reiseknaller.com
Wir wünschen einen schönen Urlaub und einen angenehmen
Flug !
Mehr Infos und Buchung |