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Kamerun liegt in
Westantratafrika am Golf von Guinea. Das Land hat Grenzen mit
Nigeria und dem Tschad im Norden, der Zentralafrikani- schen
Reublik im Osten und Im Süden Kongo. Gabun und
Äquatorial-Guinea.
Seit dem 16. Jh. trieben die europäischen Kolonialmächte
Handel mit Kamerun, 1884 wurde das Deutsche Reich Schulanacht.
nach dem 1. Weltkrieg übernahmen Frankreich und Großbritannien
die Oberhoheit, 1960 wurde Kamerun unabhängig.
Das Land hat in etwa die Form eines spitzen Dreiecks. wobei
die Westecke an den Atlantik reicht. Hier bildet das
Mündungsgebiet des größten Flusses. des Sanaga. eine große
Küstenebene, die mit Regenwald bewachsen ist. Alle
Vegetationsstufen Tropenwald. Nebel- wald. bis zur Baumgrenze
durchlauft das Gebiet des 4070 m hohen Vulkans Cameroon Moun-
tain, der direkt an der Küste steht (1-tägige Bergtouren).
Das übrige Land ist gebirgig mit Regenwäldern.
Wichtige Exportgüter sind sind Kaffee. Kakao. Bananen,
Baumwolle und Erdöl.
Der Fremdenverkehr ist kaum entwickelt. Sehenswert sind die
Naturparks und die Ver- schiedenheit der Volksstämme des
Landes.
Im südöstlichen Regenwaldgebiet des Kongo- beckens leben noch
vereinzelte Pygmäenstärn- me.
Tee und die 1888 von der deutschen Kolonialmacht gegründete
Hauptstadt. hat angenehmes Klima. Die größte Stadt des Landes
ist Douala. Sie ist Wirtschaftszentrum und liegt an der Küste
(feuchtheißes Klima) südlich des Kamerunberges. Zahlreiche
Kolonialgebäude geben noch Zeugnisse der deutschen (1884-1916)
und franzöSISchen (1916-59) Zeit.
Sehenswert sind die zahlreichen Nationalparks mit allen
Großwildarten. wie Elefanten. Giraffen, Flußpferd, Nashorn,
Löwen. Leopard und Gepard sowie Menschenallen.
Einen Besuch lohnen die erodierten Vulkankegel der Monts
Mandara an der nigerianischen Grenze. Beim warmen Abendlicht
kann man sich leicht an die Landschaft des Monument Valley
(USA) erinnert fühlen.
Attraktionen sind die malerischen Dörier mit ihren bunten
Märkten.
Im Nordwesten existieren noch zahlreiche intakte
Kleinkönigreiche. die zwar keine offizielle politische Macht
mehr besitzen, aber gegenüber der Bevölkerung noch weitgehende
Autorität ausüben. Die Sultane von Foumban und Tigere. in den
Adamaoua-Bergen nördlich von Donla. sind ein Beispiel datür.
1984 und 1986 kam Kamerun in die Schlagzel- len der
Weltpresse. Auf der sogenannten Kame- runlinie, einer
vulkanischen Bergkette im Westen. ausgehend vom Cameroon Mt.,
ereig- neten sich im Monounsee und im Niossee nacheinander
Gaskatastrophen. Wahrscheinlich durch Erdrutsch oder -beben
verursachte Koh. lendioxid-EruptIonen töteten last 2000 Men-
schen und den Viehbestand der Umgebung. Das Gas, schwerer als
Luft. strömte von den höhergelegenen Seen ins Tiefland und
erstickte alle Lebewesen. da es geruchlos ist und des- halb
nicht bemerkt wurde. Zahlreiche Men- schen und Tiere waren
tagelang bewußtlos. Von Vaoundö besteht eine tägliche
Eisenbahn- verbindung nach Douala und zur zentralen Stadt
Nagoundere. in den Adamaoua-Bergen. Das Straßennetz ist gut.
Busverbindungen In eile Richtungen.
Der nationale Flugverkehr (7 Flugplätze) ist gut,
Internationaler Flughafen sind, neben den o.g. noch Garoua.
wirtschaftliches Zentrum des Nordens und Ausgangspunkt zum
Benoue- Nationalpark.
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