| |
|
Doch
während sich das souveräne Slowenien rasch zu einem
Rechtsstaat entwickelte und sich dort eine Demokratie
westlich-mitteleuropäischen Zuschnitts etablierte, sind im
benachbarten Kroatien im Hinblick auf den
Demokratisierungsprozess noch Defizite zu verzeichnen -
gerade, wenn es um Gewaltenteilung, Unabhängigkeit der Justiz,
Freiheit der Presse oder um Minderheitenschutz geht. Ein
Problem ist auch die außerordentlich starke Stellung des
Staatspräsidenten - parlamentarische Gegengewichte und eine
seriöse Kontrolle sind bislang nur in ungenügendem Maße
ausgebildet. Der seit Kriegsbeginn aufgeflammte Nationalismus
ist bisher ebenfalls nur unmerklich abgeklungen. Große
Demonstrationen, wie Ende 1996 für die Freiheit der Medien,
zeigen jedoch, dass in Kroatien der Wunsch nach einer
Demokratie inzwischen stark verbreitet ist, und dass
Einparteienherrschaft und Diktatur der Vergangenheit
angehören.
Der Krieg
in Bosnien und Kroatien hat die wirtschaftliche Situation vor
allem in Kroatien über mehrere Jahre hinweg stark
beeinträchtigt. Noch immer leidet der junge Staat unter
erheblichen strukturellen Problemen. Zwar konnte die Inflation
dank einer strikten Geldmengenpolitik erfolgreich bekämpft
werden, und auch die Haushaltspolitik ist erkennbar der
Stabilität verpflichtet, doch fällt das Wirtschaftswachstum
bisher eher bescheiden aus. Auch die Privatisierung machte in
den vergangenen Jahren nur schleppende Fortschritte, soll aber
künftig mit Entschlossenheit in Angriff genommen werden.
Hoffnungsträger Nummer Eins ist die Tourismusbranche, die in
Istrien bereits seit 1994, an der dalmatinischen Küste seit
1995 wieder einen deutlich steigenden Trend verzeichnen kann.
Schon in
jugoslawischen Zeiten war der Tourismus in Istrien und
Dalmatien von überragender Bedeutung für die Wirtschaft - als
Erwerbsquelle für die dortige Bevölkerung und als
Devisenlieferant für den Haushalt des Vielvölkerstaates. Ende
der 80er Jahre kamen noch rund 10 Mio. Gäste pro Jahr an die
kroatische Küste, im Jahr 1990 wurden rund fünf Mio.
Übernachtungen gezählt. Durch den Krieg in Kroatien selbst und
in Bosnien-Herzegowina erlebte der Fremdenverkehr in der
gesamten kroatischen Küstenregion Ischen 1991 und 1995 einen
drastischen Einbruch. In Istrien erholte sich s
Tourismusgeschäft einigermaßen rasch, an die dalmatinische
Küste, r allem südlich von Zadar, kehren die Urlauber erst
jetzt wieder zurück. Slowenien stellt sich die Lage etwas
anders dar: Bei nur wenig mehr als Kilometern Küste ist die
Abhängigkeit vom Fremdenverkehr geringer. rüber hinaus gibt es
weitere Urlaubsgebiete, etwa die Julischen Alpen d besonders
die Gegend uni Bled und Bohinj im Norden des Landes.
Die
kroatische Regierung mißt dem Tourismus eigenem Bekunden nach
für Zukunftsvisionen Zukunft "strategische Bedeutung" bei.
Während der Anteil am Bruttoinlandssprodukt
vor dem Krieg etwa sieben Prozent ausmachte und selbst h 1996,
aufgrund der Kriegsfolgen, nur bei vier Prozent lag, hoffen
die Verantwortlichen in den nächsten Jahren auf einen Anteil
von zehn Prozent.
Profitieren Sie
von einer Vielzahl von Vorteilen und buchen Sie mit dem Online
Reisebüro - reiseknaller.com
Wir wünschen einen schönen Urlaub und einen angenehmen
Flug !
Mehr Infos und Buchung |
|