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    Kroatien - Istrien & Dalmatinische Küste

 

   

Zum Zukunftskonzept der Fremdenverkehrsmanager in Kroatien gehört auch die Vision von einem sanften, umweltverträglichen Tourismus. Das Image vom Billigreiseland für Camper und Feriengäste, die h auch mit niedrigem Komfort zufrieden geben, will man abschütteln. Beachtlich ist Kroatien kein ausgesprochen preiswertes Urlaubsland mehr, auch die Abschaffung der verbilligten Fährtarife für einheimische Ur- er (seit 1997) spricht eine deutliche Sprache. Noch klafft allerdings zweien Anspruch und Realität eine Kluft: So wird es noch einige Jahre in Anspruch nehmen, die teilweise veraltete und noch an sozialistische Zeiterinnernde Infrastruktur zu modernisieren. Erste Ansätze sind an vielen en zu erkennen, so unter anderem in der Hotelbranche: Die privaten Häuser, deren Service und Ausstattung meist weit über dem der örtlichen Hotels liegt, sind zwar noch verhältnismäßig dünn gesät, aber Zahl steigt.

Bis der Fremdenverkehr die Küstenregionen und die Inseln eroberte, war der Schiffsbau einer der wichtigsten Wirtschaftszweige. Auch heute noch gibt es einige Werften von Bedeutung, so vor allem in Rijeka, Pula, Kraljevica, Trogir und Split. Erdölraffinerien, die petrochemische Industrie, der Maschinenbau und die Metallverarbeitung leisten ebenfalls einen Beitrag zum Bruttosozialprodukt in Kroatien.

Die Schwerindustrie konzentriert sich an der Küste nahezu ausschließlich auf die Ballungsräume von Rijeka, Split, Zadar und Sibenik. In geringerem Maße spielen auch die Zement-, Textil-, Glas-, Tabak- und elektronische Industrie sowie die Fischverarbeitung eine Rolle. Rijeka verfügt über den größten Hafen Kroatiens und ist nach der Hauptstadt Zagreb das wichtigste wirtschaftliche Zentrum des Landes.

Slowenien ist im Vergleich mit Kroatien bereits ein hoch industrialisiertes Land. Sowohl das Ausbildungsniveau der einheimischen Arbeitskräfte als auch die Qualität slowenischer Produkte gelten als gut. Schiffs- und Maschinenbau, Elektro- und Elektronikindustrie, Metall- und Holzverarbeitung, Chemie- und Textilindustrie haben einen wesentlichen Anteil an der slowenischen Wirtschaft.

In weiten Landstrichen der Küstenregion, besonders aber in Istrien, spielt die Landwirtschaft noch immer eine wichtige Rolle, wobei vieles nur für den Eigenbedarf produziert wird. Angebaut werden vor allem Wein, Oliven, Gemüse, Obst und Getreide, in Istrien auch Tabak. Weinreben kann man fast überall antreffen, sofern der Boden nicht völlig verkarstet ist. Dort, wo er keinen Anbau mehr zulässt, werden Schafe oder Ziegen gehalten. Als Hauptagrargebiete an der Küste gelten neben weiten Teilen der Halbinsel Istrien das Vinodol (Novi Vinodolski), die fruchtbare Hochebene Ravni kotari nahe Zadar, das Umland von Split und das Konavletal südlich von Dubrovnik. Unter den Inseln und Halbinseln ist besonders PeljeSac für seine intensive Landwirtschaft bekannt. Agrarisch geprägt sind aber auch die Inseln Solta, Hvar, Braö und Koröula.

Für viele Familien an der Küste stellt der Fischfang einen wichtigen Nebenerwerb dar, doch auch seine Bedeutung ist in den vergangenen Jahren - ebenso wie in anderen Mittelmeerländern - rapide gesunken.

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