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    Kroatien - Istrien & Dalmatinische Küste

 

   

Über eine Behelfsbrücke neben der zerstörten Brücke von Maslenica überquert man die Meeresbucht an ihrer schmalsten Stelle und erreicht nach rund 15 km in Starigrad Paklenica den Eingang zum Nationalpark 'Paklenica. Die Höhepunkte dieses herrlichen Naturschutzgebietes sind die beiden tief ins Velebit einschneidenden Schluchten, die man zu Fuß erkunden kann. Der von den zumeist kahlen Hängen des Velebit geprägte Küstenabschnitt von hier bis Rijeka ist touristisch wenig erschlossen, aber stellenweise von einer herben, beeindruckenden Schönheit. Die Küstenstraße ist auf diesem Abschnitt sehr kurvig und erfordert volle Konzentration.

Bei Jablanac empfiehlt sich ein Abstecher auf die verhältnismäßig kleine Insel *Rala mit ihrem außerordentlich hübschen gleichnamigen Hauptort und vielen Bademöglichkeiten. Kurvenreich, aber von herrlichen Ausblikken auf die weißen Kalksteininseln begleitet ist die Strecke bis Senj, einem unscheinbaren Städtchen, das von der Uskokenburg überragt wird. Auf der Strecke nach Rijeka liegen noch zwei Seebäder mit Tradition: Crikvenica und Novi Vinodolski. Ausgangspunkt dieser Route ist die an der Krka-Mündung gelegene, sehenswerte Stadt ''''Sibenik. Im Hinterland von Aibenik erwartet den Besucher ein einzigartiges Naturschauspiel, die '''''Krka-Wasserfälle. Auf der Strecke nach Süden liegt ''Primo§ten, ein kleines Inselstädtchen mit vielen Unterkünften und guten Badeplätzen.

Trogir, die nächste bedeutende Station an der Küstenmagistrale, gehört Route 3 unbestritten zu den Highlights in Dalmatien - ein bestens erhaltenes Mu (Fortsetzung) seumsstädtchen mit herrlichen Kunstschätzen und viel Charme.Keine 20 km entfernt, auf der anderen Seite der Bucht, liegt      Split, in Spiit vielerlei Hinsicht die Metropole Dalmatiens - mit dem Profil einer modernen Großstadt, aber auch mit bedeutenden Museen und historischen Bauwerken, darunter auch dem größten erhaltenen Baudenkmal der Antike, dem ehemaligen Palast von Kaiser Diokletian.

Von Split erreicht man mit der Autofähre die Insel ''''Hvar. Die von der Hvar Sonne verwöhnte Insel ist ein kleines Naturparadies - allerdings im Som-

mer auch ein vielbesuchtes. In Stari Grad, dem Fährhafen, vor allem aber in dem Städtchen Hvar konzentriert sich der Fremdenverkehr. Ruhiger ist die Osthälfte der schmalen, langen Insel, auf der es nur eine West-OstStraßenverbindung gibt. Eine Fahrt zum östlichen Fährhafen Suduraj ist vor allem landschaftlich außerordentlich reizvoll. Bei Drvenik betritt man wieder den Boden des Festlandes.

Der Küstenabschnitt bis Makarska ist eines der beliebtesten Ferienrevie- Makarska-Riviera re an der dalmatinischen Küste, ein Streifen mit üppigem Grün vor dem

Hintergrund mächtiger Gebirgshänge. Die touristischen Brennpunkte dieser Region sind Makarska und das etwas weiter nördlich gelegene Omis.

Auf dem Rückweg nach Split bietet sich ein weiterer Insel-Abstecher an. Braö Von Makarska setzt eine Autofähre an die Ostküste der Insel ''Bra6 über. Bekannt ist Braö vor allem wegen des Goldenen Horns, dem wohl berühmtesten Sandstrand an der Küste von Dalmatien. Von Supetar an der Nordküste der Insel geht es zurück nach Split.

Mit seinen herrlichen Kunstschätzen, der Altstadt und einer Reihe von Aus- Ausgangspunkt

flugszielen in nächster Nachbarschaft (z. B. die Insel' Lokrum) bietet Du- Dubrovnik

brovnik ein Besichtigungsprogramm für mehrere Tage. Eine abwechslungsreiche Ergänzung zu den Stadtspaziergängen ist die nachfolgend beschriebene Rundfahrt, die sich für einen zwei- oder dreitägigen Ausflug anbietet.

Von Dubrovnik aus erreicht man über die Küstenstraße die rund 60 km Pelje§ac nordwestlich gelegene Halbinsel Peljeäac. Der erste Ort auf der Halbinsel

ist Ston, dessen Befestigungssystem auch heute noch staunen macht. Eine Fahrt von Ston nach Orebi6 vermittelt einen Eindruck von den starken Kontrasten, die Peljeäac prägen: hohe, karge Berghänge, liebliche, fruchtbare Täler, steile Küsten an der Meerseite und flache, stille Ufer an der dem Festland zugewandten Seite. ''Orebid mit seinen alten Kapitänsvillen und einem schönen Sandstrand ist der Fährhafen zur Insel Koräula.

Wer auf Koräula nur das hübsche Inselhauptstädtchen - angeblich der Ge- Koräula burtsort von Marco Polo - besuchen will, kann auch mit der Personenfähre übersetzen. Für den Rückweg von Peljeäac zum Festland gibt es zur Rou-

te OrebiC-Ston die Alternative, bei Trpanj mit der Fähre nach Ploäe überzusetzen, wo das Neretva-Delta beginnt. Touristisch ist das ehemalige Sumpfgebiet wenig interessant, wohl aber landschaftlich. Spätestens bei

Neum, das zu dem schmalen Küstenstreifen Bosnien-Herzegowinas ge- Neum hört, wird der Blick aufs Meer zuerst durch eine schmale Landzunge, dann

durch die Halbinsel Peljeäac versperrt. Links und rechts ragen hohe Bergketten auf, dazwischen der für die Muschelzucht genutzte Malostonski Kanal, der sich immer mehr verjüngt. Von der Abzweigung der Straße nach Ston bis Dubrovnik sind es noch rund 60 km. An dieser Strecke liegen etliche kleine Ferienorte; auch zum Baden bietet sich manche Gelegenheit.

Ein einmaliges Naturdenkmal, von der UNESCO unter besonderen Schutz gestellt, 'versteckt' sich im Hinterland der vielbesuchten Küste Istriens -die Rede ist von den Adelsberger Grotten, einem der imposantesten Karsthöhlensysteme in Europa. Etwa 70 km nördlich von r. Rijeka bzw. 50 km nordöstlich von Koper hat sich das unterirdische Labyrinth, von dem bislang etwa 27 km erforscht sind, im Laufe von vielen Jahrtausenden in die Karstlandschaft Sloweniens gegraben. Durch Lösungsverwitterung haben sich Risse und Spalten im Kalkstein allmählich zu Klüften und Hohlräumen erweitert. Durch diesen Prozeß entstand ein zweistöckiges Höhlensystem, dessen älteres 'Obergeschoß' heute auf einer Länge von etwa 6 km für den Tourismus erschlossen ist. Durch kohlensäurehaltiges Sickerwasser hat sich zunächst das 'Obergeschoß' des Höhlensystems gebildet.

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