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Östlich
und südöstlich von Postojna erstreckt sich der bis zu 1269 m
hohe Karstgebirgszug mit dem Namen Javorniki. Es ist das
letzte größere Rückzugsgebiet von Wildtieren in Slowenien.
Hier leben noch etliche Wölfe, Bären und Luchse. An seiner
Nordflanke ist der Natur- und Erholungspark Rakov 'Skocjan
ausgewiesen. Die besonderen Attraktionen dieses Gebietes sind
eine kleine und eine große Naturbrücke, die als die letzten
Reste einer im slowenischen Karst angelegten Flußhöhle
anzusehen sind. In der niederschlagsreichen Zeit füllt der
etwa 20 km südöstlich von Postojna gelegene Zirknitzer See (Cerkni'Sko
jezero) eine Karstsenke. Der periodische See verlandet im
Sommer gänzlich, so daß die Bauern der Gegend hier sogar Heu
ernten können. Der Zirknitzer See gilt geradezu als
Musterbeispiel eines periodischen Karstsees: Er hat mehrere
Zuflüsse, aber keinen oberirdischen Abfluß. Das einzigartige
Feuchtgebiet, das für viele Zugvögel ein wichtiger Rastplatz
ist, soll demnächst als Schutzgebiet der Stiftung
'Europäisches Naturerbe' ausgewiesen werden. Cerkni§ko jezero
(Fortsetzung)
Etwa eine
Autostunde südöstlich der Adelsberger Grotten erhebt sich das
Sneinik Bergmassiv des 1796 m hohen Sne'±nik. Ganz im
Gegensatz zur kargen Karstlandschaft auf der Halbinsel Istrien
trifft man hier auf üppigen Bewuchs. Flora und Fauna des
Sneijnik-Massivs sind überaus vielgestaltig. Seine Urwälder
sind eines der letzten Rückzugsgebiete des europäischen
Braunbären. Vom Gipfel des Sneblik bietet sich bei günstiger
Witterung ein geradezu überwältigender Ausblick auf die
Halbinsel Istrien, den Golf von Triest und die Bucht von
Rijeka. An der Nordostseite des Bergmassivs lädt die
mittelalterliche Burg Sne2nik zu einem Besuch ein.
Unter
Insidern gilt die Kri2na-Höhle, etwa 8 km nördlich der Burg
Sne'inik Keim jama gelegen, als schönste aktive Flußhöhle im
slowenischen Karst. Die Höhle kann auf etwa 8 km Länge
befahren werden (Höhlenexpeditionen mit dem Schlauchboot).
Dabei durchquert man etwa zwei Dutzend Höhlenteiche, in denen
noch etliche Grottenolme leben. Außerdem sind traumhaft schöne
Tropfstein- und Sinterbildungen zu beobachten.
Etwa 30 km
südwestlich von Postojna und der Postojnska jama, 5 km südlich
der Ortschaft Divaöa (Autobahnanschluß), erreicht man die
wildromantischen Grotten, Höhlen und Katarakte von Skocjan,
die der am Snei'nik entspringende Fluß Reka in der hiesigen
Karstlandschaft geschaffen hat. Der Fluß selbst verschwindet
hier im Karstgebirge und tritt erst nach rund 40 km langem
unterirdischen Lauf auf italienischem Gebiet (bei Monfalcone
bzw. Duino) wieder zutage. Bei der kleinen Ortschaft Matavun
befindet sich das Besucherzentrum der Höhlen, die ebenfalls
von der UNESCO ins Welterbe aufgenommen wurden.
Während
eines ca. zweistündigen Rundgangs lernt man zunächst die `Tiha
Rundgang
jama'
(`Stille Höhle') kennen. Im 'Paradies' gibt es herrliche
Sinterbildungen, im 'Großen Saal' imposante Tropfsteine zu
bewundern. Highlights sind jedoch die 'Riesentorklamm' und der
'Müllersee'. Hier hat die schäumende und tobende Reka einen
der größten bislang bekannten unterirdischen Canyons förmlich
ausgefräst. Etwas Mut kostet die Überquerung der gähnenden
Schlucht auf der gewagt konstruierten "Hankesbrükke". Am Ende
des Rundgangs kommt man in die ca. 300 m tiefe und rund 50 m
hohe Tominö-Höhle, die bereits in der Steinzeit als
Siedlungsplatz diente.
Brac ist
mit fast 395 km, die größte der mitteldalmatinischen Inseln
und die drittgrößte in der Adria. Lange Zeit kannte man Braö
nur als Heimat des berühmten marmorähnlichen Kreidekalksteins,
der u. a. beim Diokletianpalast in Split, beim Berliner
Reichstag und beim Weißen Haus in Washington Verwendung fand.
Touristisch stand Braö immer ein wenig im Schatten der
Nachbarinsel Hvar, doch damit ist es spätestens seit dem Bau
des Flughafens bei Gornji Humac Anfang der 90er Jahre vorbei.
Nicht zuletzt dank ihrer herrlichen Bade- und
Freizeitmöglichkeiten entwickelte sich Braä zu einer
vielbesuchten Urlaubsinsel.
'Insel
ohne Brot, ohne Wasser, ohne Wege, ohne Rebe und Ölbaum'
nannte der
kroatische Dichter Vladimir Nazor (1876-1949; ? Berühmte
Persönlichkeiten) arab. Tatsächlich war die Insel früher
ausgesprochen wasserarm, denn sie besitzt keine oberirdischen
Wasserläufe und nur einige Süßwasserquellen in der Umgebung
von Bol. Dennoch wirkt die Landschaft von Braä bei weitem
nicht so herb, wie das Urteil von Nazor vielleicht vermuten
ließe. Ein großer Teil der hügeligen, überwiegend grünen Insel
ist von Macchia sowie ausgedehnten Pinien- und Föhrenwäldern
bedeckt. Insgesamt nehmen die Wälder mehr als ein Viertel der
Inselfläche ein. Auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen
werden vor allem Wein, Feigen, Kirschen und Oliven angebaut
sowie Schafe gezüchtet. Die meisten Ortschaften liegen an der
reich gegliederten Nordküste - bis auf Bol, das
Fremdenverkehrszentrum von Braä an der kaum besiedelten
Südseite der Insel.
Von Split
aus ist die Insel in etwas mehr als einer Stunde zu erreichen.
Etwa zehnmal täglich verkehren die Fähren zwischen Split und
Supetar, deutlich niedriger ist die Frequenz auf der Strecke
von Makarska nach Sumartin, dem ganz im Osten der Insel
gelegenen Hafen. Personenschiffe und Ausflugsboote verbinden
die Küstenorte der Insel auch untereinander. Der Flughafen
(bei Gornij Humac) wird von Zagreb aus angeflogen. In der
Hochsaison gibt es auch Charterflüge direkt von Augsburg und
Stuttgart nach Braö (—> Praktische Informationen, Anreise).
Das
Straßennetz auf Braä ist mittlerweile gut ausgebaut. Zwischen
den wichtigsten Inselorten verkehren mehrmals täglich
Busse.Der bekannteste Strand auf Brac ist der Sandstrand
Zlatni rat an der Süd- Bademöglichkeiten küste bei Bol, eine
Landzunge, die je nach Wind und Wasserströmung ihre
Gestalt verändert.
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