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    Kroatien - Istrien & Dalmatinische Küste

 

   

Schöne Sand- und Kiesstrände sowie abgelegene Badebuchten gibt es auch in der Umgebung von Milna (Westküste) und Supetar (dort gibt es auch ein Tauchcenter). Systematisch besiedelt wurde Brac von den Illyrern und später von den Geschichte Römern. Nach der ohnehin unruhigen Völkerwanderungszeit und dem Vordringen der Kroaten zur Adria folgte eine längere Periode wechselnder Herrscher. Erst von 1420 an gehörte die Insel dauerhaft zu Venedig, ab 1797 stand sie, mit einer kurzen Unterbrechung, bis 1918 unter österreichischer Herrschaft. In dieser Zeit lebte die Insel zwar wirtschaftlich auf, doch da der bescheidene Wohlstand nicht für alle reichte und die Industrie in den benachbarten Küstenstädten viele Arbeitsplätze schuf, gab es in der zweiten Hälfte des 19. Jh.s auch eine große Abwanderungswelle. Im Zweiten Weltkrieg kämpften Titos Partisanen zuerst gegen die italienische, dann gegen die deutsche Besatzung auf Braä. Zeitweise war Braö auch Stützpunkt für Schiffe der kommunistischen Volksbefreiungsarmee. Mit dem Bau einer Wasserleitung vom Festland nach Braä 1977 konnten sowohl die touristische Erschließung als auch die Intensivierung der Landwirtschaft vorangetrieben werden.

Sehenswertes auf Brac

Bol (1000 Einw.) ist die einzige größere Siedlung im Süden von Braä und Bol neben Supetar im Norden das bekannteste Ferienziel auf der Insel. Eng schmiegt sich der kleine Ort an den Uferstreifen, hinter dem der Höhenzug

mit dem Vidova Gora (778 m) und dem Dra2evo Brdo (627 m) aufragt.

In der Ortsmitte steht die sehenswerte Kirche "Unserer Lieben Frau vom Sehenswertes Karmel" (Gospa od Karmela). Mit dem Bau des Gotteshauses wurde im 17.

Jh. begonnen, vollendet wurde es 1778 im barocken Stil. Das Gemälde der Muttergottes vom Karmel schuf 1790 der einheimische Künstler Feliks Tironi aus Supetar. Die ältesten Gebäude des Ortes befinden sich in Ufernähe, so der gotische Palazzo mit gedoppelten Spitzbogenfenstern, der Renaissancepalast der Familie Jeläiä und ein Kastell aus dem 17. Jahrhundert. Nur teilweise erhalten blieb der barocke Park, den sich die Familie Martinis-Marchi im 17. Jh. anlegen ließ.

Das aus kunsthistorischer Sicht interessanteste Bauwerk Bols, das Domi Dominikanernikanerkloster aus dem 15. Jh., liegt östlich des Ortszentrums malerisch kloster

auf einer kleinen Landzunge. Es wurde im 17. Jh. erweitert. Den Hauptaltar der gotischen Klosterkirche schmückt eine gemalte "Madonna mit Heiligen" aus der Schule Tintorettos (16. Jh.). Aus derselben Zeit stammt die bemalte Decke. Sehenswert ist auch die kunst- und kulturgeschichtliche Sammlung des Klosters mit Fundstücken aus der langen Besiedlung von Bol z. B. römische Amphoren, Münzen aus verschiedenen Epochen, Gemälden, liturgischen Büchern und alten Handschriften. Neben dem Kloster steht die kleine dreischiffige Kirche St. Johannes und St. Theodor (Sveti Ivan i Tudor), ein Bauwerk aus altkroatischer Zeit (10./11. Jh.). Vor der Kirche wurden Mauerreste einer spätantiken Halle freigelegt.

Bols Wahrzeichen ist freilich kein Bauwerk und kein Kunstschatz, sondern   -Zlatni rat

die nur wenige Schritte nordwestlich der Hotelanlagen ins Meer ragende, mehr als 600 m lange Sandhalbinsel Zlatni rat, die an der häufig steinig- felsigen Adriaküste eine einzigartige Bademöglichkeit darstellt. Unter dem Einfluß der Meeresströmung wächst die Spitze von Zlatni rat jährlich um rund 30 cm und wandert dabei um bis zu 20 Grad. Die Halbinsel ist ein beliebter, besonders für Kinder geeigneter Strand mit separaten FKK-Bereichen. Aufgrund der idealen Windverhältnisse wird am Zlatni rat auch gerne und gut gesurft (Surfschule und Brettverleih).

Von Bol aus kann man in etwa zwei Stunden auf die höchste Erhebung aller adriatischen Inseln, den Berg Vidova gora (778 m) steigen, der den Ort von Norden her abschirmt. Vom Gipfel aus bietet sich an schönen Tagen ein phantastischer Rundblick. Drachenflieger nutzen den Gipfel als Startplatz. Das Bergmassiv ist bislang eine weitgehend unberührte Naturlandschaft; Pläne für den Bau einer Bergbahn werden hoffentlich so rasch nicht verwirklicht werden können. In der Nähe des Funkturms befand sich einst eine slawische Kultstätte.

6 km westlich von Bol liegt Murvica, ursprünglich ein Kloster und eine Einsiedelei. In der Nähe des winzigen Ortes kann man die sogenannte Drachenhöhle besichtigen. Die dortigen Wandbilder stammen von Mönchen, die im 15. Jh. in der Grotte eine kleine Kapelle einrichteten. Zu Fuß kann man von Murvica aus in rund 2 Stunden die westlich landeinwärts gelegene Einsiedelei Blaca erreichen. Sie wurde im 16. Jh. von Mönchen gegründet, die vor den Türken vom Festland hierher geflohen waren und eine Kirche sowie ein Kloster errichteten. In der Einsiedelei werden einige wertvolle Bilder und kirchliche Bücher in glagolitischer Schrift aufbewahrt.

Der Ort Milna (900 Einw.) liegt in einer schönen Bucht an der Westküste. Milna besitzt den besten Hafen auf ganz Braö; Skippern steht eine Marina mit allen Serviceeinrichtungen und einer Werft zur Verfügung. Vor der Küste von Milna fand 1806 eine Seeschlacht zwischen französischen und russischen Schiffen statt. Die siegreiche zaristische Marine machte deshalb Milna für kurze Zeit zum russischen Flottenstützpunkt. Heute leben die Einwohner vor allem vom Fremdenverkehr sowie von Fischfang und Fischverarbeitung. In der barocken Pfarrkirche finden sich beachtenswerte Gemälde, die einem venezianischen Meister des 18. Jh.s zugeschrieben werden. Oberhalb des winzigen Ortes Bobovika, wenige Kilometer nördlich von Milna, steht die frühmittelalterliche Martinskirche (Sveti Martin). Auf dem Altar findet sich ein interessantes Steinrelief.

Das Dorf Sutivan, knapp Supetar auf Bra

10 km nördlich von Milna, entstand im 15. Jh. an der Stelle eines Johannesheiligtums aus frühchristlicher Zeit. Von der Johanneskirche aus dem 6. Jh. sind noch Ruinen erhalten. Die Pfarrkirche daneben stammt aus dem 16. Jh., wurde aber mehrfach umgebaut.

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