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Am Ufer
steht das Kastell der Familie Marjanoviö aus dem 17. Jh. mit
einer Sonnenuhr. Sehenswert sind außerdem die alte Windmühle,
ebenfalls am Ufer, sowie die von einem Park umgebene
Barockvilla, ehemals Wohnsitz eines Dichters, heute ein Hotel.
Die meisten Besucher betreten im Hafen von Supetar Braöer
Boden. Das im Nordwesten der Insel gelegene Städtchen (2000
Einw.) ist mit seinen Sandstränden und Föhrenwäldem nach Bol
das wichtigste Fremdenverkehrszentrum auf Brab. Die ba-
Supetar rocke Pfarrkirche St. Peter (Sveti Petar) wurde in
ihrer heutigen Form im 18. (Fortsetzung) Jh. errichtet. In ihr
sind Bilder des einheimischen Künstlers Feliks Tironi zu
sehen, der ebenfalls im 18. Jh. wirkte.
Am Ende
des langen Badestrandes von Supetar liegt der Friedhof des
-PetrinoviOOrtes mit einem sehenswerten Mausoleum. Der
Bildhauer Toma Rosandiö Mausoleum entwarf die im
orientalisch-byzantinischen Stil erbaute Grabstätte für die
Reeder-Familie Petrinoviö, die nach Chile ausgewandert war.
Auch andere wohlhabende Inselbewohner ließen sich auf dem
Friedhof von Supetar aufwendige Grabmäler errichten.An der
Straße nach Donij Humac, südlich von Supetar, liegt die
vorromani- Sv. Luka sche Lukaskirche aus dem 10. oder 11.
Jahrhundert. Aus dieser Zeit stammt auch die dortige
Wandzeichung eines Segelschiffs, vermutlich die älteste
Darstellung dieses Sujets an der kroatischen Adriaküste.
Das Dorf
Nerelika, 10 km südlich von Supetar, war lange Zeit Verwal-
NereiiSea tungszentrum der Insel. Sehenswert sind die die
gotische Kirche St. Peter
(Sveti
Petar; 14. Jh.), die große Pfarrkirche St. Maria (Sveta Marija),
die ihr heutiges Aussehen im Barock erhielt und das fürstliche
Renaissancepalais Haraäiä, vor dem eine mit dem venezianischen
Löwen verzierte Fahnensäule steht.
Fährt man
von Supetar an der Küste entlang in Richtung Osten, so
erreicht Splitska man nach 4 km Splitska. Hier wurden in
römischer Zeit die Quader aus den
Braöer
Steinbrüchen verladen und an die gegenüberliegende
Festlandküste verschifft. An der Hafenbucht steht die im 16.
Jh. erbaute Pfarrkirche St. Maria (Sveta Marija) mit einem
hübschen, schlanken Turm und einem Madonnen-Gemälde von
Leandro Bassano im Innern. Das mächtige Renaissance-Kastell
der Familie Cerineo-Ceriniö an der Abzweigung nach Skrip birgt
eine schöne Tafel von Bernardin dei Conti aus dem späten 15.
Jh. ("Muttergottes mit Kind").
1 km von
Splitska entfernt, im Steinbruch Rasoha aus römischer Zeit,
be- Rasoha findet sich noch eine in Stein gemeißelte
Herakles-Figur aus dem 3. Jh.,
die
bedeutendste antike Skulptur der Insel.
Skrip, ein
Ort mit heute kaum noch 500 Einwohnern (11 km südöstlich von
äkrip Supetar), ist die älteste Siedlung auf Brab. In einem
alten Wehrturm, der als solcher wohl schon von den Illyrern
und Römern, schließlich von den Venezianern genutzt wurde, ist
das Museum der Insel Braö mit einer archäologischen,
ethnographischen und kulturgeschichtlichen Sammlung
untergebracht. Gleich daneben sind Reste einer illyrischen
Zyklopenmauer er-
halten
geblieben sowie — aus römischer Zeit — mehrere Gräber,
Sarkophage und das Mausoleum eines hohen Würdenträgers. Zum
Teil sind diese Funde in dem Museum des RadojkoviO-Wehrturms
ausgestellt. In der Pfarrkirche St. Helena (Sveta Jelena) aus
dem 18. Jh. stammt ein Altarbild von dem venezianischen
Künstler Palma Giovane. Über dem Ort thront eine Burg, die
Anfang des 17. Jh.s erbaut wurde. Östlich von Skrip befinden
sich die berühmten, heute von Strauchwerk überwucherten
Steinbrüche, die schon in der Antike ausgebeutet wurden.
Von
Splitska aus gelangt man auf der Küstenstraße nach Postira
(1200 Postira Einw). Das kleine Städtchen ist vor allem als
Geburtsort des kroatischen Schriftstellers und Politikers
Vladimir Nazor ( ,› Berühmte Persönlichkeiten)
bekannt
(1876-1949). Das Geburtshaus ist ein schönes
Renaissancegebäude. Ebenfalls aus Postira stammt der
Renaissance-Bildhauer Nikola Lazaniö, dessen Familie im Ort
ein Kastell besaß. Östlich von Postira, in der Bucht Lovreöina,
stehen die Ruinen einer dreischiffigen altchristlichen
Basilika, die wahrscheinlich bereits im 5. oder 6. Jh. erbaut
wurde.
3 km
südlich von Postira liegt Dol, interessant vor allem wegen der
kleinen Doi altkroatischen Kirchen rundherum sowie wegen den
eingeschossigen, auf Naturfelsen erbauten Häusern, die
besonders anschauliche Beispiele für
die
volkstümliche Architektur auf Braö darstellen.
22 km
östlich von Supetar liegt der zweitgrößte Ort der Insel,
Pubrka (1700 Einw.). Die an einer tief eingeschnittenen Bucht
gelegene Stadt ist touristisch eher unbedeutend, dafür aber
als Zentrum der Steinmetzkunst bekannt, denn in der Nähe
befinden sich gleich mehrere Steinbrüche. Schon im 15. Jh.
wurden Steinblödke aus Puöika nach Aibenik verfrachtet, wo sie
zum Bau der Kathedrale verwendet wurden. Aus der Blütezeit der
Stadt im 15. und 16. Jh. sind noch mehrere Kastelle erhalten.
Mehr als andere Siedlungen auf der Insel war Pubi§Oa von den
Türken bedroht. In der Pfarrkirche St. Hieronymus (Sveti
Jerolim), 1566 erbaut und 1750 barockisiert, finden sich ein
sehenswerter, dem hl. Antonius geweihter Altar, einige
wertvolle Gemälde, außerdem ein Holzrelief aus der Renaissance
von Franjo Ciobiö. Im Pfarramt des Ortes wird die berühmte
Urkunde Povljanska listina aufbewahrt.
6 km
südlich von PubisCa liegt auf fast 400 m Höhe der kleine
mittelalterliche Ort Prainice. Auf dem Friedhof steht die
romanisch-gotische Kirche St. Cyprianus (Sveti Ciprijan), die
ein steinernes Renaissancerelief aus der Werkstatt von Niccolo
Fiorentino bewahrt.
Über
Gornij Humac erreicht man die Ortschaft Selca. Die etwas
oberhalb des Dorfes gelegene Nikolauskirche (Sveti Nikola) aus
dem 11./12. Jh. zählt zu den bedeutendsten mittelalterlichen
Baudenkmälern auf der Insel. Außerdem steht in dem Ort ein
Denkmal zu Ehren des russischen Schriftstellers Leo Tolstoj,
das dort bereits 1911, ein Jahr nach seinem Tod, aufgestellt
wurde.
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