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Unter
freiem Himmel aufgestellt sind rund 70 Skulpturen , darunter
auch ein Gedenkbrunnen für Tito aus dem Jahr 1955 von Frano
Kr§inid.Südlich des Ortes blieben Teile des österreichischen
Befestigungssystems Festung aus dem 19. Jh. erhalten (Festung
Tegetthoff). Hier befindet sich auch ein zoologischer Garten
mit Bären, Löwen, Tigern, Leoparden, Panthern, Pumas
und Geparden.
An der
Ostküste von Veli Brijun, in der Bucht Verige, wurden die
Überreste eines römischen Landsitzes freigelegt. Die
terrassenförmig an den Hang gebaute, nahezu 5 ha große villa
rustica zieht sich mehr als einen Kilometer an der Küste
entlang. Im Zentrum der Anlage standen drei Tempel, die Venus,
Neptun und einer weiteren, nicht näher bekannten Gottheit
geweiht waren. Im Umkreis der Tempel befanden sich
Priesterwohnungen, Stallungen, Thermen, Magazine und
Empfangsräume. Miteinander verbunden waren die verschiedenen
Gebäude durch einen zum Meer hin offenen Wandelgang.
An der
Westküste der Insel, in der Bucht Dobrika, kann man die Ruinen
:,:Byzantinisches eines byzantinischen Castrums besichtigen.
Der Gebäudekomplex mit Castrum starken Wehrmauern und -türmen
wurde bis ins 14. Jh. genutzt. Die ge-
naue
Bauzeit dieses Castrums ist ungeklärt; sicher ist nur, daß die
byzantinische Herrschaft auf den Brijuni-Inseln mit kurzen
Unterbrechungen von Brijuni, Castrum 539 bis 778 dauerte. In
der Gospa-Bucht sind noch Ruinen einer frühchristlichen
dreischiffigen Basilika Basilika aus dem 6. Jh. erhalten. Die
Benediktiner errichteten neben dem Gotteshaus später eine
Abtei, die sie im 14. Jh. nach einer Epidemie auf der Insel
verließen.
In der
nahegelegenen, 1957 erbauten Villa Brionka nächtigten Titos
Gäste. Villa Brionka, Am Nordufer der Bucht steht die Weiße
Villa (Bijela vila), ein Gebäude aus Weiße Villa
venezianischer Zeit, das 1721 restauriert wurde. Es diente
Tito zu Empfän-
gen und
wichtigen politischen Begegnungen. Heute beherbergt es ein
archäologisches Museum. Ebenfalls als Unterkunft für
Staatsgäste diente Villa Jadranka die etwas nördlicher
gelegene Villa Jadranka.
Exotische
Tiere wie Elefanten, Antilopen, Gazellen, Zebras, Steinböcke
Safaripark und Kamele gibt es im Safaripark im Nordosten der
Insel. Heimische Tier-
arten wie
Hirsche, Rehe, Hasen oder Pfauen und Mufflons, leben hier in
freier Wildbahn.
Eine
halbstündige Bootsfahrt von Veli Brijun entfernt liegt in
westlicher Insel Vanga Richtung die kleine Insel Vanga. Hier
befindet sich Titos eigentliches Privat-
anwesen,
das er von 1954 bis zu seinem Tod 1980 für politische
Gespräche und private Begegnungen nutzte.
Das
hübsche Städtchen liegt auf einem Hügel am Fuße des
Ciaarija-Mas Lage und sivs, exakt in der Mitte Nordistriens:
Nach Rijeka sind es 48 km, nach Po Bedeutung rea an der
istrischen Westküste 45 km. Nur 10 km nördlich verläuft die
kroatisch-slowenische Grenze; leicht ist Buzet daher auch von
Koper oder
der
slowenischen Hauptstadt Ljubljana aus zu erreichen. Da die
Hauptverkehrsadern im Mirna-Tal liegen und sich dort kreuzen,
bleibt das kleinstädtische Leben im alten Ortskern ungestört.
Die Region von Buzet, BuzeStina genannt, hat für Kroatien eine
eminente historische Bedeutung, denn hier befand sich einst
ein Zentrum des glagolitischen Schrifttums (--> Natur, Kultur,
Geschichte, Kapitel "Sprache und Literatur").
In der
Stadt und in ihrer unmittelbaren Umgebung wurden Siedlungsspu-
Geschichte ren aus der Völkerwanderungszeit entdeckt, u. a.
auch ein Vorratslager aus
der Zeit
der langobardisch-awarisch-slawischen Migration. Buzet selbst
gilt als slawische Gründung. Im Mittelalter gehörte der Ort
den Patriarchen von Aquileja und verschiedenen kleineren
Feudalherren, ehe er 1421 von den Venezianern eingenommen
wurde. Zeitweise war Buzet Sitz des Militärverwalters von
Venezianisch-Istrien. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich
Buzet in der Talebene ausgebreitet.
Von der
Stadtmauer, die die Venezianer im 15. und 16. Jh. zum Schutz
vor Sehenswertes den Türken errichten ließen, sind das Große
Tor (Vela vrata; 1547) und das
Kleine Tor
(Mala vrata; 1592) erhalten geblieben. Oben auf dem Hügel, auf
einer in den Fels gehauenen Terrasse, steht die Pfarrkirche
Mariä Himmelfahrt (Uznesenje Bogorodice), die ihr heutiges
Aussehen Ende des 18. Jh.s erhielt. In der Bruderschaftskirche
St. Georg (Sveti Juraj) am Nordrand der Altstadt befindet sich
ein Gemälde aus der Schule von Tiepolo ("Wunder des hl.
Antonius von Padua"). Einblicke in die Geschichte der
Buzeätina gewährtdas Heimatmuseum in Buzet. Neben
archäologischen Fundenwerden hier vor allem ethnographisch und
kulturgeschichtlich interessante
Stücke
gezeigt, so etwa Trachten und Möbel, aber auch Werkstätten von
Bäckern,
Töpfern, Kammachern, Schuhmachern und Schmieden.
Nach 10 km
Fahrt auf der Straße nach Rijeka kommt man in das mittelalterliche
Städtchen Rob. In der Umgebung sind einige altslawische Gräber
gefunden worden. Die Stadt besaß einige bedeutsame
glagolitische Schriften geistlichen und weltlichen Inhalts.
Diese Kodizes, Breviare und Meßbücher werden heute in Museen
in aller Welt aufbewahrt, u. a. in Wien, Kopenhagen und
Zagreb. In der Nähe von Rob wurde das bekannte NovakMissale
gedruckt, das als Vorlage für das erste gedruckte kroatische
Buch (1483) diente.
Ein
Großteil der Stadtmauern und der Wehrtürme von Rob ist noch
intakt.
Wer den Wagen außerhalb der Mauern abstellt, um
zu Fuß ins Innere dieser wehrhaften Stadt zu gelangen, hat
unweigerlich das Gefühl, die Zeit sei stehengeblieben. Indes
zeigen spielende Kinder und die an einer Leine im Wind
flatternde Wäsche an, daß hier durchaus noch Menschen leben.
Viele sind es allerdings nicht mehr, so daß das Städtchen wie
ein Freilichtmuseum wirkt - keines jedoch, in das große
Touristenscharen strömen.
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