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    Kroatien - Istrien & Dalmatinische Küste

 

   

Ende des 6. und dann vor allem im 7. Jh. drangen im Zuge der Völkerwanderung Awaren und Slawen auf den Balkan und bis an die Adria vor. Sie eroberten und plünderten viele Städte, darunter auch Salona, die antike Hauptstadt Dalmatiens. In der Folge assimilierten die Slawen die Awaren. Die Zugewanderten lebten zunächst außerhalb der schon bestehenden Städte auf dem Land. In den Städten hatten andere das Sagen: Noch im 8. Jh. waren das Langobarden und danach die Franken, weiter im Süden auch Byzanz. Die Kroaten, einer der südslawischen Stämme, ließen sich in Istrien, Dalmatien und in der pannonischen Tiefebene nieder und wurden christianisiert.

Unter den Habsburgern

1797 trat Österreich das Erbe der Handelsmacht Venedig an. Die Habsbur-

ger erhoben Triest und Rijeka zu ihren wichtigsten Häfen. Rijeka bekam die Zuständigkeit für den Orienthandel der jungen Seemacht übertragen, während Pula in der zweiten Hälfte des 19. Jh.s zum k.u.k.-Kriegshafen ausgebaut wurde.

Die österreichische Herrschaft, die bis zum Ende der Ersten Weltkriegs

währte, wurde unterbrochen durch ein französisches Interregnum. 1805 bemächtigte sich Napoleon großer Gebiete in Istrien und Dalmatien, die er zunächst Ralieh angliederte und später als Illyrische Provinzen ausrief. Die Zeit seiner Herrschaft war kurz, die Folgen weit reichend: Die Bürger in den Städten entwickelten zum ersten Mal Selbstbewusstsein, das alte aristokratische Feudalsystem wurde abgeschafft. Nach Napoleons Untergang wurden Dalmatien und Istrien 1814/15 auf dem Wiener Kongreß wieder der k.u.k. Monarchie zugeschlagen.

1816 wurde Dalmatien zu einem eigenen Teilkönigreich erhoben, 1861 jedoch - im Unterschied zum Kroatischen Küstenland - als Kronland der westlichen Reichshälfte zugeteilt, damit also nicht von Budapest, sondern von Wien aus regiert. Nach dem österreichisch-ungarischen Ausgleich und dem nachfolgenden ungarisch-kroatischen Ausgleich fiel Dalmatien 1867 erneut in den Machtbereich der Stepphanskrone. Zu Dalmatien gehörte damals noch die heute montenegrinische Bucht von Kuhn mit den Orten Risan, Perast, Tivat und dem k.u.k. monarchie zugeschlagen.

In Istrien war die Situation eine andere: Vom Beginn der habsburgischen Herrschaft an blieb die Halbinsel direkt dem Wiener hof unterstellt.

Die alte Rivalität zwischen Österreich und Venedig lebte zu Beginn dieses Jahrhunderts noch einmal in anderer Form auf. Italien wurde 1915 von der Entente zum Kriegseintritt gegen Deutschland/Osterreich-Ungarn ermuntert, indem man ihm große territoriale Zugewinne in Aussicht stellte - neben Triest, zu jener Zeit der wichtigste Hafen der k.u.k.-Monarchie, Istrien mit Pola (Pula) und weite Teile der adriatischen Gegenküste einschließlich Dalmatiens und Teilen Albaniens.

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