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Verschärft
wurden die Konflikte durch die wachsenden wirtschaftlichen und
sozialen Probleme. Der 'dritte Weg' Jugoslawiens hatte in eine
Sackgasse geführt. Nach den Unabhängigkeitserklärungen von
Slowenien und Kroatien im Ju Krieg in ni 1991 mündeten die
politischen und ethnischen Auseinandersetzungen schließlich in
den offenen Krieg. Kämpfe fanden zuerst in Slowenien statt, wo
sie noch einigermaßen glimpflich verliefen. Mit weit größerer
Wucht traf es dann Kroatien und vor allem - ab dem Frühjahr
1992 - Bosnien-Herzegowina. Die Küste war - von einigen
Städten wie Zadar, gibenik oder Dubrovnik abgesehen - nur
mittelbar vom Krieg betroffen, doch im dalmatinischen
Hinterland tobten die Kämpfe zwischen 1991 und 1995 umso
heftiger, besonders in der so genannten Krajina. Einst viel
besuchte Orte und Sehenswürdigkeiten wie Knin, DrniS oder die
Plitwitzer Seen gehörten in diesen vier Jahren zur Serbischen
Republik Krajina. Kroatien gelang es allerdings, im Sommer
1995 den größten Teil der zuvor serbisch besetzten Gebiete,
darunter auch das strategisch wichtige Hinterland Dalmatiens,
zurückzuerobern. Wenige Monate später kamen auch die Kämpfe in
Bosnien zum Erliegen - in erster Linie durch entschiedenen
internationalen Druck. Seit dem 15. Januar 1992 wurden
Kroatien und Slowenien, u. a. auf Betreiben Deutschlands, von
den Staaten der EU völkerrechtlich anerkannt.
Während
sich Slowenien schon sehr bald nach dem Zerfall Jugoslawiens
Nach 1995 erholte, litt Kroatien noch unter den Folgen des
Krieges und der Umstrukturierung. Allerdings wurde auch hier
1996 ein kräftiges Wirtschaftswachstum verzeichnet. Normalität
und Stabilität - das sind mittlerweile keine Wunschziele mehr;
all dies kann vielmehr als gesichert gelten.
Im Oktober
1996 erschütterte ein Erdbeben die Region zwischen der Halb-
Erdbeben 1996 Insel PeljeSac und Dubrovnik. Epizentrum des
Bebens war die Stadt Ston,die schwere Schäden
erlitt.
Berühmte
Persönlichkeiten
Die
nachstehende, namensalphabetisch geordnete Liste vereint
Persönlichkeiten, die durch Geburt, Aufenthalt, Wirken oder
Tod mit Istrien oder Dalmatien verbunden sind und
überregionale Bedeutung erlangt haben.
Der in
Dubrovnik geborene kroatische Jesuit war Professor in Rom,
Pavia und Mailand. Ihm eine Disziplin zuordnen zu wollen, ist
ein geradezu lächerliches Unterfangen, arbeitete BoSlcovid
doch auf nahezu allen wissenschaftlichen Gebieten, die es in
jener Zeit gab: Astronomie, Geodäsie, Geophysik, Mathematik,
Mechanik, Meteorologie, Philosophie und Physik. In Mailand
gründete und leitete er die Sternwarte. Von großem Einfluss
waren auch seine Vorstellung von den Atomen als
ausdehnungslose, mathematische Punkte, die von einer
Kraftatmosphäre umgeben sind. Diese Annahme ermöglichte es dem
Wissenschaftler, mechanische und optische Eigenschaften der
Materie begreiflich zu machen.
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