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Sansibar ist
Ostafrikas größte Insel und ist durch die 36 km breite Straße
von Sansibar vom tansanischen Festland getrennt. Die Insel ist
eine flache Koralleninsel. Bis ins 19. Jh. war Sansibar
Handelsdrehscheibe (Gewürze. Gold, Elfenbein) an der
ostatrikanisChen Küste. Berüchtigt war der bis ins letzte
Jahrhundert existierende Sklavenmarkt.
Sansibar gehörte, wie Tanganjika, zu Deutsch- Ostafrika und
wurde im Jahre 1890 mit den Britengegen Helgoland
eingetauscht.
Am 9. 12. 1963 wurde Sansibar unabhängig. Seit 1964 bildet dio
Insel mit dem ehemaligen Tanganjika den Staatenverbund
Tansania (siehe Tansania).
Zum ehemaligen Staat Sansibar gehörte auch die nördliche Insel
Pemba.
Das Klima der Insel ist tropisch feuchtheiß. Regenzeit ist von
April-Mai.
Die Insel mit dem klangvollen Namen produziert weltweit 80%
der Gewürznelken, Pflanzen zur Parfümherstellung. wie Ylang
Ylang und Vanille. Die Wirtschaft ist gänzlich auf agrarische
(daneben gibt es Fischerei) Produkte ausgerichtet.
Verträumte Fischerhäfen und Reste kolonialer Architektur
bilden ein attraktives Ambiente dieser wenig erschlossenen
Sonneninsel. Mittlerweile gibt es allerdings Bestrebungen. den
Tourismus wieder anzukurbeln.
Der Tansania zugewandte Westen ist dicht besiedelt, Im Osten
geht es beschaulicher zu, hier ist das Meer allerdings rauher.
Die orientalische Altstadt von Sansibar-Stadt Stone Town. hat
reich verzierte, wenn auch dem Verfall preisgegebene.
geschnitzte Holzbalkone und Türen, teils in
maurisch-viktorianischem Stil, labyrinthisch verwinkelte
Gassen und Treppen. Sehenswert sind der jetzt umfunktionierte
Sultanspalast und das ehemalige britische Konsulat. wo der
berühmte Afrikatorscher Livingstone aufgebahrt war. Stone Town
ist auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Im Hafen sieht
man, wie seit Jahrhundenen, arabische Schiffe. die Daus (Dhow),
mit ihren dreieckigen Segeln.
Allabendlicher Treffpunkt ist die Terrasse des ehemaligen
britischen Yachtclub, jetzt Africa House genannt. n und
nördlich der Stadt ste hen teils verfallene. aber sehenswerte
Paläste der Sultane der I sei.
Von Zanzibar City aus können sogenannte 'Gewürz-Touren' per
Bus gebucht werden. Von der Stadt aus w rden auch für
Einzelreisend Gastzimmer in den Dörfern an der Küste ver
mietet. Hier gib es Fahrräder zu leihen und man kann mit d n
Fischern zum Fang hinaus fahren.
Auf dem nördlich der Hauptstadt gelegenen Pri son Island steht
ein verfallenes Gelangnis. au der Insel gibt es Unmengen von
Riesenschild kröten. überall um die Insel gibt es herrlich
Korallenriffe zum Tauchen.
Gut ausgebautes Straßennetz. gute Flug- und Fährverbindungen
zum Festland und nach Pemba. Sansibar hat einen
internationalen Airport und einen überseehafen. Verbindungen
von Dar es Salaam per Flugzeug (20 Min.) oder Speedboot (70
Min.). Von Tanga, an der tansanischen Küste. gehen Fähren nach
Pemba. Die nördlich Sansibars gelegene Insel Pemba, mit der
Hauptstadt Chake Chake. ist eine ebenfalls flache
Koralleninsel. mit herrlichen Tauchgründen. Die Vegetation
gleicht der Sansibars. an den Küsten stehen Palmenplantagen,
im Inselinneren duften Parfümpflanzen (Ylang Ylang, Vanille).
Pfeffer und tropische Blütenbäume.
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