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Sudan ("Land der
Schwarzen") liegt südlich von Ägypten im nordöstlichen Afrika.
Im Nordosten grenzen Libyen, im Westen der Tschad, im Süden
die Zentralafrikanische Republik, Zaire. Uganda. Kenia und im
Westen Äthiopien an das flächenmäßig größte afrikanische Land.
Erst 1956 wurde das Land, von 1899 an brifiste-ägyptisches
Kondominium. unabhängig. Im teils regen- und vegetationslosen
Norden, in der Libyschen und Nubischen Wüste, herrscht
Wüstenklima (bis über 50' am Roten Meer). gegen Süden ändert
sich die Landschaft zu Halbwüsten. Steppen. Savannen und
Buschland bis hin zu tropischem Regenwald mit ganzjährigen
Niederschlägen im äußersten Süden.
Bis auf den Nil gibt es praktisch keine Flüsse in der
Nordhälfte des Landes.
Der Weiße Nil fließt aus Uganda in den Sudan und nimmt alle
Flüsse des südlichen Landesteils auf. Er durchfließt den Sudd,
in der Regenzeit ein schilt- und papyrusbestandenes
Sumpfgebiet. das etwa 10% der Landestläche bedeckt. In
Karthoum vereinigt er sich mit dem aus Äthiopien kommenden
Blauen Nil.
Das Gebiet zwischen den beiden Flüssen ist mit seinen
periodischen Überschwemmungen Lebensader für die
Agrarmrtschaft des Sudan. Nach 3.500 km fließt der Nil über
den Nasser- Stausee nach Ägypten.
Durch die Überweidung, hervorgerufen durch Millionen
Herdentiere (Rinder. Kamele. Schale. Ziegen), schreitet die
Wüste stetig nach Süden fort.
Eine Infrastruktur für Touristen existiert prak-
lisch nicht. Hote s gibt es im wesentlichen nur in der
Hauptstad eines der ärmsten Länder der Erde. Kulturhistorische
Sehenswürdigkeiten aus altägyptischer Zeit gibt es im Nordteil
des Lan des.
Die Grenzstadt zu Ägypten Wadi Halla liegt am Nasser-Staudamm
und ist wichtigste Verkehrsverbindung per Fähre nach Norden.
Hier wird die. durch den Stausee unterbrochene
transafrikanische Eisenbahnlinie Kairo-Kapstadt wieder
aufgenommen und führt bis Wau. 200 km vor der sudanesischen
Südgrenze. Von hier aus muß man bis Kenia fregen, um seine
Bahnfahrt Richtung Kapstadt fortsetzen zu können (le nach der
politischen Lage im Süden, geht die Bahnfahrt nur bis Karthoum).
Weitere Eisenbahnlinien führen von Karthoum nach Nyala im
Westen, Port Sudan. am Roten Meer und Damazine.
Karthoum, erst Anfang des 19. Jh. gegründet, hat wenig
touristische Attraktion (Gouverneurspalast). Omdurrnan. das
angrenzende kulturelle Zentrum der Moslems zeigt freitags den
Tanz der Dermsche. Südlich der Stadt findet sich die größte
ägyptische Totenstadt-Anlage (dutzende Pyramiden. Tempel) bei
Bagrawlya.
EI Obeid, an der ehemaligen Karawanenroute vom Roten Meer nach
Westen, südlich der Hauptstadt, hat sehenswerte Moscheen und
eine Katholische Kathedrale.
Port Sudan, wichtigster Hafen am Roten Meer. hat herrliche
leere Strände und Korallenriffe. Die Altstadt der ehemaligen
Hafenstadt Sauakln ist le der nur teilweise restauriert.
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