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In Ansätzen kann man noch die ehemals strenge Gliederung
nach Handelsgruppen erkennen. Von den über
2000 Werkstätten, die noch 1880 im Basar ansässig
waren, finden sich nur noch sehr wenige direkt
vor Ort.
Westlich des Bedeckten Basars, erreicht man über eine kurze
Treppe den Sahaflar Carsest. Dieser ehemals
von den Turbanmachern beherrschte Platz dient
heute als Büchermarkt. Neben aktuellen türkischen
und internationalen Veröffentlichungen findet
man hier auch Antiquarisches sowie
Miniaturmalereien. Vom Büchermarkt aus
gelangt man über den Beyazit Meydani direkt
auf den belebten Hürriyet Meydani ()Platz der
Freiheit(), der heute als Trödelmarkt genutzt
wird. In der Antike lag hier das nach dem
Vorbild des TrajanForum in Rom entstandene
TheodosiusForum. Teile dieser Marktanlage, die
393 von Kaiser Theodosius unter dem Namen
Forum Tauri eingeweiht wurde, finden sich in
der unmittelbaren Umgebung. Entlang der Ordu
Caddesi liegen Säulenfragmente und
Postamente, an der Außenwand des Beyazit
Hamams sind noch Soldatenreliefs der zerstörten
Theodosius-Säule zu sehen.
Der Hürriyet Meydani wird gerahmt vom orientalisierenden
Tor der Istanbuler Universität sowie von der
Beyazit Camii ES (fertiggestellt 1506). Diese
älteste noch erhaltene Sultansmoschee
Istanbuls lag in direkter Nähe zum Eski
Sarayi (s. S. 78), der sich über das Gelände
der heutigen Universität bis hin
zur Süleymaniye erstreckte. Zur Ani gehören ein Bad, eine
Armenkü sowie eine Koranschule. In einem
friedeten Garten südlich der Most bergen drei
Türben die Gebeine Stil Beyazits II., seiner
Tochter Selguk timt sowie die des Großwesirs
Resit PR der in der Mitte des 19. Jh. die
Taniirn Reformen (s. S. 60) initiierte.
Die Alte Universität liegt innlitt
eines großen Gartens. Das Gebäu wurde 1866-70 zuerst als
Kriegsminist rium errichtet, bevor es im Jahr
192 seiner Bestimmung als Lehranstalt übergeben
wurde. Der im Park stehend, 50 m hohe Turm (Beyazit
Kulesi) dient, der Feuerüberwachung.
Die Sultan Süleyman Camii 19 he krönt den dritten Hügel
der Stadt. An derart exponierter Stelle
errichtetet Sinan (s. S. 109) 1550-57 einen
der mo numentalsten Kuppelräume der osmii
nischen Architektur, den der berühmte Erbauer
selbst als sein >Gesellenstück(
bezeichnete (im Vergleich zur Selimiye in
Edirne). Rund um das Areal der Süley maniye
gruppieren sich Medresen, eine Armenküche,
eine Medizinschule, ein Krankenhaus, eine
Karawanserei und ein Hamam.
Der Zutritt zur Moschee erfolgt heute über den westlichen
Vorhof. Über seinen Arkadengängen erheben
sich vier Minarette, seine Mitte markiert ein
kleiner Sadirvan. Die Zentralkuppel hat einen
Durchmesser von 26,5 m und ruht, mit einer
Scheitelhöhe von 53 m, auf vier mächtigen Stützpfeilern.
Die Innenraumgestaltung besticht durch eine
rein geometrische Formenkomposition.
Auf der Nordostseite liegt der Friedhof, von dessen Terrasse
aus sich ein hervorragender Blick zum Goldenen
Horn öffnet. Im Zentrum stehen die Türben
Sultan Süleymans und seiner Lieblingsfrau
Haseki Hürrem (Roxelane).
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