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Westen Angola und
Kongo. Zaire ist eines der ärmsten Länder der Erde.
Der Zaire-Fluß (früher Kongo. heute Kongo im gleichnamigen
Nachbarstaat) durchzieht in einem weiten Bogen. das
zweitgrößte Regenwaldgebiet der Erde. Er ist neben dem
die einzige Verkehrsverbindung ins Innere des Riesenlandes
(Holz- und Wasserreichtum).
Die Landschaft erhebt sich von der nur 50 krn breiten
Atlantikküste über das Kongobecken auf 1000-2000 m. bis es am
vulkanischen Ruwenzori-Massiv an der ugandischen Grenze über
5000 m erreicht.
Sämtliche afrikanischen Großwildarten sind hier vertreten,
sowie Menschenaffen (Schimpansen. Bonobos. Flachland- und
Berg-Gorillas), Waldelefanten, Okapi (Waldgiraffe) und die bis
1,50 m hohen Waldschweine.
Zaire ist für westliche Touristen Abenteuerland. Die
Infrastruktur ist mangelhaft, ebenso die medizinische
Versorgung.
Der Tourismus konzentriert sich weitgehend auf Kinshasa. der
vom britischen Forscher Henry Morton Stanley 1881 gegründeten
Hauptstadt, den Kivusee (an der Grenze zu Uganda) und den
Virunga-Nationalpark.
Der Kivusee hat gute Bademöglichkeiten. die Provinzhauptstadt
Bukavu, im Süden, eine französische Gründung vom Anfang des
20. Jh.. hat Hotels. ein geologisches Museum. botanischen
Garten und ist per Flug über Ruanda oder Burundi zu erreichen.
Der Virunga-Park hat eine artenreiche Tierwelt.
Der Ruwenzori-Nationalpark (zusammen mit
Uganda. Margherita hak, 5109 m hoch.
urweltliche Flora mit Riesenfarnen, Gletscher,
etwas für Bergsteigerenthusiasten! Berggorilla-
Schutzgebiet). Der Nyiragongo-Vulkan ist einer
der weltweit nur 4, der einen Kratersee aus
geschmolzener Lav (1200°C heiß) in seiner
Kegelspitze hat.
In den Wäldern des Grenzgebiets gibt es Pygmäen- Stämme.
Weitere Nationalparks sind der Garamba-
(Pygmäendörf er, Elefanten. Nashorn. Flußpferde. Giraffen,
Antilopen) und der Upemba-Park (Großwild).
Hauptverkehrsader Ist der Zaire zwischen Kinshasa und
Kisangani, dem wichtigsten Umschlagplatz für Schilfe im
Inland. Zahlreiche. meist überfüllte Flußdampfer (bis 5000
Passagiere!) bewältigen die rund 1750 km lange Strecke. vorbei
am dichten Regenwald. ständig begleitet von Pirogen mit
örtlichen Händlern. Ein Schiff ist für die 2-3 Wochen seiner
Fahrt eine Stadt ler sich, die einen kaufen, andere verkaufen,
Diebe werden von der Polizei bis zur Endstation eingesperrt.
Die Alternative. den Flug. kann sich kaum ein Zairer leisten.
Flußaufwärts von Kisangani (Ex-Stanleyville) liegen die Boyoma
Falls (Ex-Stanley Falls). Lubumbashl. größte Stadt im
Südostzipfel Zaires. wurde 1910 als Elisabethville gegründet.
Die Universitätsstadt ist Zentrum des Kupfergürtels.
Flugdrehkreuz des Südens (Verkehr nach Sambia) und
Ausgangspunkt zu Wasserfällen und dem Nationalpark Upemba (300
km nordwestlich per StraßeBahn). Der NP Kundelungu liegt ca.
100 km nördlich. Hier gibt es neben Elefanten. Löwen.
Antilopen auch das schwarze Nashom (Sprtzmaul-). das seltene
der beiden afrikanischen Arten. Flußabwärts von Kinshasa (Leopoldville)
liegen an der Grenze zu Kongo die Livingstone Falls. Das
verzweigte und verschilfte Mündungsgebiet des Zaire ist ein
riesiges Schutzgebiet für Vögel.
Hotels westlichen Standards nur in Kinshasa. Kisangani und
Lubumbashi. die Straßen außerhalb der Städte sind nur
außerhalb der Regenzeit befahrbar.
Die Verkehrsverbindungen (Schiffsverkehr auch auf den
Grenzseen) sind unregelmäßig, Flüge national und international
ab Kinshasa und Kisangani.
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