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    Bolivien

 

   

Der Andenstaat Bolivien liegt im zentralen Südamerika und ist der zweite Binnenstaat neben Paraguay. Im Westen grenzen Peru und Chile an, im Norden und Nordosten Brasilien, im Südosten Paraguay, im Süden Argentinien. Obwohl das Land weitläufig als Andenhochland, mit der höchstgelegenen Hauptstadt La Paz (auf 3650 m) bekannt ist, sind die östlichen zwei Drittel Tiefland. das sich zum Amazonas und Rio Paraguay hin ausdehnt. Besucher von La Paz sollten die Höhe nicht unterschätzen1 Nicht von ungefähr leben die Wohlhabenden tiefer im Talkessel der Hauptstadt.
Das Herzland ist jedoch das westliche AllipLano. das Andenhochland. mit durchschnittlichen Höhenlagen von 3000-4000 m. Am Osthang der Königskordilliere liegen auch die Städte und der Hauptsiedlungsraum des Landes. Den westlichen Abschluß zu Chile bildet die höhere Ostkordilhere (Nevada Sajaina, 6542 m), dazwischen liegt das Gebiet der Hochwüsten und Salzseen. in Chile schließt mit der Atacamawüste das trockenste Gebiet der Erde an.
Zur Tierwelt des Hochlandes gehören die süda-
merikanischen Kamelarten Lamas und Alpakas.
die wilden Arten Guanako und Vicunya (feinste
Wolle) sind selten geworden. Berglöwen sind
ebenso selten, im östlibhen Savannen- und
Dschungelgebiet leben amerikanische Strauße
(Nandus) und Tiere des südamerikanischen
Urwalds (Leoparden, Tapire, Alligatoren. Allen,
Papageien, Tukane und zahlreiche Vogelarten).
In den nördlichen Gebieten des Hochlandes gibt
es Viehzucht. große Rinderherden werden im

Gebiet der Westflanken des Hochgebirges
gezüchtet wird unterteilt in 9 Depar8110813: Beet
Das Department Beni liegt Inn Pando im Norden des Landes und liegt im großen Amazonasbecken. Grenzfluß nach Brasilien ist der Guapore. nach Pando der Beni. Zentraler Fluß ist der Mamorö, an ihm liegt auch die Hauptstadt Trinidad.
Die Landschaft ist in den Ebenen flach, große Teile sind von Grasland bedeckt, man findet Mangrovenwälder, zahllose Flüsse und große Lagunen. Zu den Bergen im Süden hin wird das Land hügelig und ist mit dichten Regenwäldern bedeckt.
Hauptwirtschaftsfaktor sind die großen Rinderherden im Tiefland, die Beni zum größten Fleischlieferanten des Landes machen.
Die Orte Bern, dem früheren Moxos. entstanden während der Missionierung durch spanische Jesuiten, allen voran die Padres CaStille Pedro Marbän und Cipriano Berate, die 1675 von Lima aus das Land eroberten. Zu den Touristenattraktionen des Departments gehören die alten Jesuiten-Siedlungen, wie die Missionen von Lorette. Santa Ana, San lgnacio und San Pedro de Moxos.
Sehenswert sind die alten Städte Trinidad mit ihrer Kathedrale von 1931. Puerto Almacen, die 8 km entfernte kleine Hafenstadt am Rio 'bare mit ihren Badestränden und Fischlokalen. und die 13 km entfernte Hafenstadt Puerto Varador. am Rio MarnOr8 gelegen, mit ihren Warmwasserstränden (35°). Hier kann man Boote mieten und zum Fischfang lehren. Puerto Varador ist der Haupthafen für den Fleischtransport. Das erste schwimmende Hotel Boliviens macht von hier 6-Tages-Ausflugsfahrten nach Puerto Villa- real, an der Grenze von Cochabamba und Santa Cruz. In Puerto Ballivan können Kanus für Flußfahrten auf dem Rio 'bare gemietet werden. ideal für "Abenteuerurlaub" inmitten des tropischen Regenwaldes.
Chuquisaca
Das Department Chuquisaca liegt im Südosten des Landes. Grenzen im Norden bestehen zu Cochabamba. im Süden zu Tanja, im Osten zu Santa Cruz und Paraguay und im Westen zu Potosi. Die Hauptstadt des Departments ist Sucre. das auch gleichzeitig verfassungsmäßige Hauptstadt Boliviens ist (faktisch ist La Paz mit dem Sitz der Regierung Hauptstadt). Sucre liegt auf 2750 m Meereshöhe und hat ein angenehm mildes Klima.
Große Täler grenzen im Norden. Süden und Westen an Sucre. Sucre liegt zwischen dem Rio Pi comayo, der zum Cuenca del Plata fließt, und d m Rio Grande, einem Nebenfluß des Amazon s. Die südlichen Täler haben große Ananas- PI ntagen und Weinberge. Auf Höhen zwischen 1 00 m und 2700 m verlauten zahlreiche Berg- k tten von Nord nach Süd. Im Südwesten liegt ei e trockene und sandige Ebene.
In Sucre waren die ersten Unabhängigkeitsbest ehungen Lateinamerikas. Das begann am 25. 5.1809 mit dem ersten Schrei nach Freiheit u d endete am 6.8.1825 mit dem Unabhängig- k itsvertrag. der hier von den Spaniern unterzeichnet wurde. Später wurde Sucre Hauptstadt Boli•IenS.
Sucre liegt wie Rom auf sieben Flügeln. Sehenswürdigkeiten der Stadt sind die Casa de la libertad. ein Kolonialgebäude aus dem Jahre 1621. zahlreiche Museen. die Kathedrale. die zwischen 1559 und 1712 ursprünglich im Renaissance-Stil erbaut wurde, im Laufe der Zeit aber zahlreiche barocke Elemente aufweist.

die Kapelle Virgen de Guadalupe aus dem Jahre 1617 mit ihrem berühmten Gemälde der Jungfrau, das 1601 vom Jesuitenpater Diego de Ocaha gemalt wurde, und die Renaissance-Kirche Santo Domingo. die Ende des 16. Jh. errichtet wurde.
Neben dem Karneval.

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