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Der hier
traditionell im Februar gefeiert wird, muß man unbedingt das
Phujilay-Fest in Tarabuce miterleben, das jährlich im März
gefeiert wird. In Erinnerung an die Unabhängigkeitskämpfe
treffen sich Tausende aus allen Landesteilen in ihren eigenen
Trachten. feiern die Messe in Ketschua. tanzen auf den Straßen
und führen ihre vorchristlichen Rituale auf.
7 km nördlich von Sucre findet man die Walalle, die sieben
Wasserfälle mit ihrem kristallklaren Wasser (baden, Picknick),
die Bergsteigerregion San Juan liegt nur 10 km von der
Hauptstadt entfernt.
Cochabamba
Cochabamba liegt östlich von La Paz. Die Landschaft ist
größtenteils bergig und gehört zum östlichen Bergzug der
Kordilleren. Größter Berg der Region ist der 5035 m hohe Cerro
Tunan. Zahlreiche große Täler unterbrechen die Bergkette. Die
größten sind die von Cochabamba, Sacaba, Vette Alto und Cliza.
Der Nordosten hat eine flache Fluglandschaft, die von
tropischen Wäldern bedeckt ist.
Cochabamba hat zahlreiche Minen. Zinn, Wolfram, Asbest. sowie
noch unausgebeutete Erdölreserven. Hauphvinschaftszweig ist
jedoch die Landwirtschaft und die Weberei.
Die Hauptstadt Cochabamba (auf 2525 m Meereshöhe) wurde wie
andere Kolonialstädte mehrmals gegründet: Zum ersten Mal
15.8.1571 als Vila de Oropeza und 3 Jahre später am 1.1.1574
als Cochabamba.
Sehenswert in Cochabarnba sind 1581 gegründete Kirche San
Francisco, die Kathedrale von 1701. der Portales-Palast mit
seinem Französischen Garten und die Plaza 14 de Sepliembre.
eine der schönsten Parkanlagen Bolwiens.
Zu den archäologischen Attraktionen gehören Inearzay, eine
Inka-Ruinenstadt in der Nähe von Ouillacollo, und Incallajta,
ein Inka-Fort, das auf einem Hügel angelegt ist, der auf einer
25 ha großen Halbinsel angelegt ist (30 km von Cochabarnba
entfernt).
Chapare ist die tropische Region, die auf ca. 2000 in Höhe an
der Andenostseite beginnt und bis zu der Ebene des
bolivianischen Amazonasbeckens reicht. Mit kleinen Booten und
Flößen kann über den Rio San Men und Rio Eselnto Santo das
Städtchen Villa Tunari erreicht werden, ein tropischer
Urlaubsort mit guten Hotels
und Restaurants.
La Paz
Das Department La Paz liegt im Nordwesten des Landes an der
Grenze zu Peru. DIB dürre und trockene Hochebene (AMpiano)
liegt im Südwesten. Es gibt entsprechend der Höhenlage über
3000 m nur spärliches Wachstum und wenig Tiere. Die in die
Ostkordilleren tief einschneidenden Täler haben subtropisches
Klima und sind sehr fruchtbar. Hier worden hauptsächlich
Kaffee, Bananen und Zitrusfrüchte angebaut. Sie eignen sich
auch hervorragend zum Jagen und Fischen. Das im Norden des
Departments liegende Tiefland. das mit seinen Flüssen zum
Amazonasbecken gehört. überrascht mit einer Vielfalt an
Pflanzen. exotischen Vögeln und Tieren, die die Region zu
einem Paradies machen.
Hauptwirtschaftszweig ist die Landwirtschalt mit Kartoffeln,
Getreide und tropischen Früchten wie Kaffee. Drangen und
Bananen. wichtig sind die Flußfischerei, das Züchten von Lamas
(Wolle) und Viehwirtschaft. Von den Bergbauprodukten nimmt der
Goldabbau den wichtigsten Raum ein.
Die Hauptstadt La Paz liegt auf 3650 m Meereshöhe. sie ist
Regierungssitz Boliviens und damit faktisch die Hauptstadt des
Landes. Mnschafdich und kulturell ist sie es auf jeden Fall.
Die In Terrassen angelegte Stadt liegt zu Füßen der
schneebedeckten Sechstausender Nevada Illimael (6402 m) und
Nevado Huayna (6200 m). La Paz wurde erbaut auf alten
Indianersiedlungen der Tiwanacu, Colla und Inka im Tal des Rio
Chogueyapu. Ein Jahr später. nachdem Pizarro und Almagro in
Alte Perü eindrangen. wurde 1535 das Gebiet der heutigen
Hauptstadt von Diego de Almagro besetzt. Am 20. 10. 1548 wurde
"Nuestra Sehora de La Paz" gegründet. Die ersten Häuser wurden
aus Adobe-Lehm erbaut und hatten lederne Türen. Es folgten das
Haus des Gouverneurs. das Gefängnis und Unterkünfte für die
Soldaten. 1609 wurde La Paz Bischofsresidenz. 1809 erklärte
sich La Paz von Spanien unabhängig. Am 3. 1. 1827 wurde die
Stadt umbenannt in La Paz de Ayacucho, seil dem 25.10.1899 ist
La Paz Regierungssitz von Bolivien.
Attraktionen der Stadt: Die Kirche San Francisco an der Plaza
San Francisco wurde 1549 erbaut, die barocke Fassade 1790. der
Turm erst 1885 fertiggestellt. Die reich mit Gold versehenen
Altäre stammen aus dein 18. Jh. Sehenswert sind auch die im
barocken und klassizistischen Stil erbaute Kirche San Pedro
(1790), die Kirche La Merced (1690), Santo Dorningo (1609) mit
ihren barocken Ornamenten aus Papageien und Papayas und die
Kathedrale, die 1831 im neoklassischen Stil erbaut wurde.
Archäologische Attraktionen: 71 km östlich von La Paz liegt
die Stadt der Steine. Tiwanacu (Tiahuanaco). nahe dem heiligen
Titicaca-See. 3 und 4 m hohe Monolithen und das monolithische
Sonnentor, das den Sonnengott Kon-Tiki der Inkas darstellt,
sind Zeugen einer Kultur, deren Hieroglyphen bis heute nicht
entschlüsselt sind. Neben dem Haupttempel "Kalasasaya" können
in der Nähe die Pyramide von Puma Puncu besichtigt werden und
der Tempel Kheri Kalt
Auf 3810 m Meereshöhe liegt der höchste schiffbare See der
Erde, der THluca-See, das °Heilige Meer der Inkas". Der Osten
des Sees gehört zu Bolivien, der Westen zu Peru. Er ist 180 km
lang, 80 km breit und ca. 500 m tief und liegt inmitten des
kargen Andenhochlands. Die Indios auf dem Titicacasee wohnen
z.T. auf aus Schilf gebauten Inseln und befahren den See auf
Schilfbooten. Das System des Bootsbaus und die Kunst ihrer
Navigation regten den Nachbau solcher Boote und die
Expeditionen der Ra II von Illor Heyerdahl (er überquerte mit
einem Schilfboot den Atlantik) und die von Jacques Costeau mit
seinem Bathyscaph an. Berühmt sind die Inka-Ruinen der Sonnen-
und Mondinseln, die mit dem Boot von Tiquina erreicht werden
können. Den Legenden nach soll das Inka-Reich auf der
Sonneninsel gegründet worden sein.
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