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Wer Potosi
besucht, muß den Sumaj Drcko. heute Carro Rico. besteigen, der
über der Stadt liegt. Bis auf 150 m kann man mit dem Jeep zum
Gipfel fahren, im Norden liegt die Stadt und im Osten liegen
die Kari Kari-Berge mit ihren berühmten künstlichen Lagunen.
eine Meisterleistung des Konstrukteurs Viceroy Toledo aus dem
Jahre 1575. Die Lagunen sammelten Regenwasser, das für die
Trinkwasserversorgung der Stadt verwendet wurde. Der Berg
sieht aus wie ein großer Termitenhügel, er ist die älteste
Mine im Land (seit 1545), überall sind Eingänge. es gibt über
500 Galerien. Die Mine selbst hat 17 Abbauebenen. die ungefähr
30 Höhenmeter auseinanderliegen. und erreicht im Inneren eine
Abbautiefe von 480 m.
Sanla Crux
Das Department Santa Cruz liegt im Osten des Landes. an der
Grenze zu Brasilien. Ganz im Westen gibt es vor der Hauptstadt
Santa Cruz noch einige Andenausläufer mit Bergen bis zu 3000
m, tiefen Tälern und Schluchten. der Rest ist flach. in Teilen
bewaldet und gehört zum großen Amazonasbecken. Im Osten liegt
das 600 m hohe Plateau von Chiquilos. Serrania de Santiago.
Dieses Plateau ist eine Wasserscheide zwischen den Flüssen,
die zum Amazonas und denen. die zum Rio de La Plata fließen.
Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind die
Industrie (Erdöl zu Füßen der Anden), gefolgt von der
Landwirtschaft, besonders der Anbau von Soja und
Rinderhaltung. In den Provinzen tbafiez. Warnes, Nuflo de
Chävez und Velasco werden Zuckerrohr. Tabak. Weizen. Baumwolle
und Reis angebaut. Im Rio Ouiser findet man Goldstaub. ebenso
wie in der Region Guarayos. die Chiqudosberge enthaften Ton
und Glimmer, in den Mutun-Bergen an der Grenze zu Brasilien
liegt eines der größten Eisenerzvorkommen der Erde.
Santa Cruz, die Hauptstadt. wurde vom Spanier Nuflo de Chävez
1560 gegründet und war Zentrum der Missionierung der Moxos und
Chiquitos. Bis 1950 führte es ein Provinzdasein. doch als die
Eisenbahn und Straße gebaut wurden, wuchs es zur
zweitwichtigsten Stadt.
Zentrum der Stadt ist die Stadt-Kathedrale, die 1838 anstelle
der alten neu gebaut wurde. In der Casa de la Cuttura kann die
Kulturgeschichte dieses Departments besichtigt werden. Das
ehemalige Wasserreservoir der Stadt. der Park El Arenal mit
seiner Lagune. ist heute Erholungsgebiet und
Touristenattraktion. 40 km östlich an der Straße nach
Cochabamba ist ein großes Erholungsgebiet Inmitten tropischen
Waldes und der ersten Berge der Anden (gute Hotels und
Restaurants), man kann fischen, jagen, wandern.
120 km nördlich liegt Puerto de YapaCani am gleichnamigen Fluß,
mit herrlichen Sandstränden.
Tarija
Tarija ist das südwestliche Department an der Grenze zu
Paraguay im Osten und Argentinien im Süden. Der Westen des
Departments Ist bergig mit großen Tälern. der Osten Ilach.
Hauptwirtschaftszweig ist die Landwirtschaft mit Weinanbau.
Grasland mit Rinderherden, Schaf-. Schweine. Pferde- und
Ziegenzucht, Jagen und Fischfang. Die Erdöl- und
Erdgasproduktion Ist bedeutend für die ganze Region. Die
Hauptstadt Tarija wurde 1574 gegründet. Ihr erster Name war
'La Villa de San Bemardo de Tanke". Sie war das Bollwerk der
Spanier und unterjochten Indianer gegen den Stamm der
Chiriguano-lndios. Seit jenen Zeiten berühmt die "Chapacos",
damals große Kriegsreller, heute gewandte Cowboys.
18 km südlich der Hauptstadt liegt Rincon de la Victoria. ein
Erholungsgebiet inmitten der tropischen Pflanzen- und
Blumenwelt. Haupterholungsgebiet der Stadt ist Tomatas. nur
wenige Autominuten (Busverkehr) entfernt, mit herrlichen
Sandstränden am Zusammenfluß des Rio Guadalquivir mit dem Rio
Erkes. Attraktion ist die Hängebrücke im tropischen Wald.
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