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Burundi liegt in
Zentralafrika am östlichen Rand des großen Ostafrikanischen
Grabenbruchs und an der NordetSpitze des Tanganjikasees. Eines
der kleinsten Länder Afrikas hat Grenzen mit Tansania im
Osten. Ruanda im Norden und Zaire im Westen.
Von 1890 bis zum Ende des I. Weltkriegs war es Teil des
deutschen Protektorats "Deutsch- Ostafrika". Von 1919 an unter
belgischer Hoheit, bildete sich der Verbund Ruanda-Urun- di.
woraus 1962 die unabhängigen Staaten Ruanda und Burundi
wurden. Das Land zahlt zu
den ärmsten der Welt. Stammeskämpfe zwi- schen den
herrschenden Tutsi (knapp 15% der Bevölkerung, Militärkaste)
und der Mehrheit der Hutu (85%) führten in der Vergangenheit
immer wieder zu Massakern (wie auch im benachbarten Ruanda).
Burundi ist auch eines der am dichtesten besie- delten Länder
Afrikas.
Der östliche Landesteil ist ein Hochplateau mit Baum- und
Feuchtsavanne. der Norden bildet die seenreiche
Sumpflandschaft an der ruandi- schen Grenze. Im Westen steigen
Vulkanberge bis über 2500 m an (Heha Peak. 2670 m). um in den
770 m über dem Meeresspiegel Hegen- den Tanganjikasee
abzufallen, der Imbo Plain (Ebene). Das Landesinnere ist die
Region der Königsstädte und Drum Bands (Trommlerfe- ste).
Das Klima i$t wegen der Höhenlage gemäßigt. das Seeufer hat
tropisches Klima.
Die wenigen Exportgüter sind Kaffee. Tee und Baumwolle. dazu
kommt die Fischerei am Tan- gerinkasee.
Wegen seiner Berge, Seen, Flüsse. Wälder. Schafherden und Kühe
(Büffel) erhielt Burundi auch den Beinamen "Afrikanische
Schweiz". Die Hauptstadt Bujumbura wurde 1899 unter deutscher
Kolonialvenvaltung am See gegrün- det und ist heute einziges
Wirtschaftszentrum des Landes. Die Region um die Hauptstadt
hat ganzjährig angenehmes Klima, der Lake Tanganyika bringt
ständig elne kühle Brise. Schattige Baumalleen ziehen sich vom
See zu den nahen Hügeln der Stadt. Die Wassersportmög-
lichkeiten (Schwimmen. Wasserski. Bootfah- ren) werden durch
die allabendliche "Flippe- Show' (Anwesenheit der Flußpferde
im liauti- cal Club') Jueil Ereignis. In den Shops der Stadt
findet man afrikanische Volkskunst (Schnitze- reien, Korb- und
Flechtwaren), neben interna- tionalen Restaurants empfehlen
sich die Fischlokale mit hervorragenden Fischgerichten aus dem
großen See. Es gibt gute Hotels aller Preisklassen.
Das Verkehrssystem im Land ist wenig ent- wickelt. außerhalb
der Stadt ist man auf Miet- fahrzeuge angewiesen.
Das Land verfügt nur über zwei Nationalparks. bei Bujumbura
(tropischer Nebelwald. hier leben noch Berggorillas) und bei
Gitega (tropi- sches Flußgebiet mit Feuchtsavanne, Rückzugs-
gebiete von Flußpferden: Krokodilen und Vögeln). Trotz des
Vordringens der Siedlungs- gebiete leben in den Savannen noch
in gerin- gem Maße eine Vielzahl von Afrikas Großwildaren
(Elefanten, Leoparden, Gazellen, Antilopen, Büffel).
Gitega. im Zentrum des Landes gelegen und frühere Königsstadt.
ist das kulturelle Herz des Landes. Das Nationalmuseum
präsentiert die Geschichte Burundis (die kunstvollen Flechtar-
beiten des Tussi-. oder Watussi-Volkes sind auf den Märkten
beliebte Souvenirs). sehenswert sind Vorführungen von Musik-
und Tanzgrup- pen (Massel).
Vom südlichen Nyanzasee kann man per Boot ins benachbarte
Tansania zum Gombe-Natio- nalpark.
Im Norden liegt der Urwald von Kibira. In den schwer
zugänglichen Dschungelgebieten mit ihrem artenreichen
Wildbestand, an der Grenze 71) 7alre leben noch vereinzelt
Pygmäenstäm- me.
In der Nähe von Gitega liegt eine der legen- dären Duellen des
Nils (Ruvubu River). Um diese Ehre )verden sich die
Westanrainer des Viktoriasees wohl ewig streiten.
Das Straßennetz ist nur teilweise asphaltiert, Verbindungen zu
den Nachbarländern auf der Straße. per Flugzeug und per
Schiff. Exportgü- ter werden über Tansanias Hafen Kigoma und
von dort per Bahn nach Dar es Salaam abgewickelt.
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